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Nordkorea feuert Rakete Richtung Japanisches Meer – Südkorea testet U-Boot-Rakete

15.09.2021, 08:2215.09.2021, 15:04

Nordkorea hat am Mittwoch nach Angaben des südkoreanischen Militärs mindestens zwei nicht identifizierte Geschosse ins offene Meer abgefeuert – der erste Raketentest seit sechs Monaten, der ausserhalb der Landesgrenzen stattfand.

Die Projektile seien in Richtung Japanisches Meer (koreanisch: Ostmeer) geflogen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den südkoreanischen Generalstab.

Über den Typ der Raketen und ihre Flugweite lagen zunächst keine Angaben vor. Zusammen mit US-Behörden werde der jüngste Raketentest durch Nordkorea analysiert, hiess es.

UN-Resolutionen verbieten der selbst erklärten Atommacht Nordkorea den Test von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen atomaren Sprengkopf befördern können.

Am vergangenen Wochenende hatte Nordkorea nach eigenen Angaben den neuartigen Typ eines Marschflugkörpers getestet. Die Tests solcher Waffen unterliegen nicht den Sanktionen gegen das Land.

Nur wenige Stunden später teilte das Präsidialamt Südkoreas mit, dass Südkorea im Rahmen eines Testes eine eigenständig entwickelte U-Boot-Rakete (SLBM) unter Wasser von einem U-Boot aus abgefeuert habe. Präsident Moon Jae In habe den Test am Mittwoch von einem Testzentrum im Westen des Landes mitverfolgt.

Südkorea gilt somit als das erste Land, das SLBM entwickelt, ohne selber Atomwaffen zu haben. Nach eigenen Angaben ist es mit dem gelungenen Test das siebte Land mit einer potenziell einsetzbaren SLBM.

Auch Nordkorea brüstet sich damit, über die SLBM-Technologie zu verfügen. Doch wurden seine Angaben über Versuchsstarts vom U-Boot aus bisher angezweifelt. Es wird vermutet, dass Nordkorea dazu eine Unterwasserplattform genutzt haben könnte. Raketen, die von einem U-Boot abgefeuert werden, sind schwerer vom Gegner zu entdecken als solche, die von mobilen Abschussrampen oder festen Silos am Land gestartet werden. (yam/sda/dpa)

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