International
Kinder

Frankreich: Macron will monatlichen Offline-Tag und Social-Media-Verbot

epa12893626 France's President Emmanuel Macron delivers a speech with a French flag in the background during his visit to the International City of French Language (Cite Internationale de la Lang ...
Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht vor Schülerinnen und Schülern.Bild: keystone

Frankreich: Macron will monatlichen Offline-Tag für Jugendliche

16.04.2026, 16:0816.04.2026, 16:08

Einen Tag im Monat offline – das will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für Kinder und Jugendliche.

An dem Tag solle man etwa lesen, schreiben, Theater spielen, Zeit mit anderen verbringen und wieder etwas gemeinsam aufbauen, sagte Macron in Villers-Cotterêts vor Schülerinnen und Schülern. Wie ein solcher Tag ganz genau umgesetzt werden soll, sagte Macron nicht. Geplant ist, dass der Tag im Bildungskontext verankert wird, dann aber idealerweise auch zu Hause fortgeführt wird.

Der französische Staatschef sagte, Kindern und Jugendlichen werde durch soziale Medien Aufmerksamkeit geklaut. Man gewöhne sich immer mehr daran, vor einem Bildschirm zu sein. Ein Buch zu lesen, einen Film zu schauen oder auch Geduld mit anderen zu haben, werde daher schwieriger. Mit der schwindenden Aufmerksamkeit gehe auch ein Einsamkeitsproblem einher.

Macron betonte erneut, dass er soziale Medien für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren verbieten möchte. Ein entsprechendes Gesetz dazu ist im Parlament bereits in Arbeit und soll nach Macrons Willen schon zum neuen Schuljahr greifen. Am späteren Nachmittag wollte sich der französische Präsident zudem mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs über das Thema Social-Media-Verbot austauschen. (nil/sda/dpa)

Das könnte dich auch noch interessieren:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Auf zum Mond: Die «Artemis 2»-Mission
1 / 33
Auf zum Mond: Die «Artemis 2»-Mission

Die Crew der «Artemis 2»-Mission: Missionsspezialist Jeremy Hansen, Pilot Victor Glover, Kommandant Reid Wiseman und Missionsspezialistin Christina Koch. Hansen ist Kanadier, die anderen kommen aus den USA.

quelle: keystone / chris o'meara
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Skurile Ostertradition auf Insel Chios
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
1
Zwangsarbeit-Vorwürfe aus den USA: So reagiert die Schweiz
In zwei Stellungnahmen weist Seco-Chefin Helene Budliger Artieda die Anschuldigungen der US-Regierung zurück, die Schweizer Handelspraktiken seien unfair. Kann sie neue Strafzölle verhindern?
Die Untersuchung des amerikanischen Handelsbeauftragten über unfaire Handelspraktiken dauert offiziell noch an. Jamieson Greer aber scheint sich seine Meinung bereits gebildet zu haben. Das zeigt ein Blick in die kürzlich publizierte Ausgabe eines jährlichen Berichts, in dem Greer jeweils die wichtigsten Partnerstaaten der USA an den wirtschaftspolitischen Pranger stellt.
Zur Story