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Klima

Klimaverhandlungen bis Sonntagmorgen – Kritik an Konferenzleitung

Trotz Verlängerung der Klimaverhandlungen noch keine Einigung – Kritik an Konferenzleitung

15.12.2019, 06:1315.12.2019, 08:20

Noch nie hat eine Weltklimakonferenz ihre Beratungen so lange überzogen wie in diesem Jahr. Am Sonntagmorgen wurde in Madrid weiter verhandelt – mehr als 36 Stunden nach dem ursprünglich geplanten Ende. Dennoch lagen die knapp 200 vertretenen Staaten in ihren Positionen zuletzt noch weit auseinander. «Es ist ein harter Kampf, hier wenigstens keine Rückschritte zu erleiden», hiess es am Morgen aus Kreisen der deutschen Delegation.

Spain's caretaker Prime Minister Pedro Sanchez, center, stands with Chilean Environment Minister Carolina Schmidt, front left and Antonio Guterres, Secretary-General of the United Nations, front  ...
Teilnehmer der Weltklimakonferenz in Madrid.Bild: AP

Zuletzt war unklar, ob eine Einigung auf Regeln für den internationalen Handel mit Klimaschutz-Gutschriften gelingt. Dies war eines der wenigen konkreten Verhandlungsziele der diesjährigen UN-Konferenz, die seit dem 2. Dezember tagt.

Bisheriger Rekordhalter als längste UN-Klimakonferenz war das Treffen 2011 im südafrikanischen Durban, das um 6.30 Uhr geendet hatte. Dies berichteten erfahrene Klimareporter vor Ort, und auch das Bundesumweltministerium bestätigte dies.Etliche Delegierte mussten inzwischen abreisen, darunter die meisten Minister. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist inzwischen nicht mehr in Madrid. Viele Umwelt- und Hilfsorganisationen haben die Konferenz schon abgeschrieben – was hier geschehe, werde der beim Klimaschutz gebotenen Eile nicht gerecht, kritisieren sie. (mim/sda/dpa)

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