International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A man walks in knee-deep floodwaters carrying belongings in San Manuel, Honduras, Wednesday, Nov. 4, 2020. Eta weakened from the Category 4 hurricane to a tropical storm after lashing the Caribbean coast for much of Tuesday, its floodwaters isolating already remote communities and setting off deadly landslides. (AP Photo/Delmer Martinez)

«Eta» bringt viel Regen mit sich. Bild: keystone

Tiefdruckgebiet «Eta» zieht auf Honduras zu



Honduras bereitet sich auf die Ankunft des Tiefdruckgebiets «Eta» vor. Präsident Juan Orlando Hernández erklärte am Mittwoch den nationalen Notstand und ordnete die Evakuierung besonders gefährdeter Regionen an.

Über 2500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. «Die nächsten Stunden und Tage sind entscheidend wegen des zu erwartenden Regen», sagte der Staatschef während einer Sitzung des Krisenstabs. «Die Böden sind bereits vollkommen von Wasser durchnässt.»

Menschen bringen sich in Sicherheit. Aufgrund des Tropensturms

Menschen bringen sich und ihr Hab und Gut in Sicherheit. Bild: sda

«Eta» war am Dienstag als Hurrikan der zweitstärksten Kategorie vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde in Nicaragua auf Land getroffen. Der Tropensturm entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab und liess Flüsse über die Ufer treten. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben.

Zwar verlor «Eta» schnell an Kraft, die Behörden der Region bezeichneten ihn dennoch als sehr gefährlich. Das Tiefdruckgebiet bewegt sich nur langsam fort und bringt viel Regen mit. Nach einer ergiebigen Regenzeit in den vergangenen Monaten sind viele Böden allerdings bereits durchnässt und können kaum weiteren Regen aufnehmen. Dadurch steigt die Gefahr von Erdrutschen.

«Eta» könnte genauso viel oder mehr Regen bringen als der verheerende Hurrikan «Mitch», warnte der honduranische Staatssekretär im Präsidialamt Ebal Díaz. Bei dem Wirbelsturm waren 1998 in ganz Mittelamerika mindestens 9000 Menschen ums Leben gekommen und 9000 weitere als vermisst gemeldet worden. Die genaue Zahl der Toten ist noch immer unbekannt. In den armen Ländern der Region mit der meist schlecht ausgebauten Infrastruktur haben Naturkatastrophen oft fatale Folgen.

In this image made from UNTV video, Juan Orlando Hernández Alvarado, President of Honduras, speaks in a pre-recorded message which was played during the 75th session of the United Nations General Assembly, Wednesday, Sept. 23, 2020, at UN headquarters in New York. The U.N.'s first virtual meeting of world leaders started Tuesday with pre-recorded speeches from some of the planet's biggest powers, kept at home by the coronavirus pandemic that will likely be a dominant theme at their video gathering this year. (UNTV via AP)

Honduras Präsident rief den nationalen Notstand aus. Bild: keystone

«Eta» ist der 28. Tropensturm im Atlantik in der laufenden Saison. So viele Tropenstürme gab es bislang nur im Jahr 2005. Die Hurrikan-Saison in der Karibik dauert noch bis zum 30. November.

«Eta» dürfte nach der Prognose des US-Hurrikanzentrums nun weiter über Honduras und dann erneut auf die Karibik hinausziehen. Am Wochenende könnte der Tropensturm dann auf Kuba und den Süden des US-Bundesstaats Florida treffen. (cki/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Miss Honduras

Für Weihnachtsdelikatesse riskieren junge Männer ihr Leben

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bolsonaro feuert Chef von Brasiliens Erdölriesen Petrobras

Der staatseigene brasilianische Erdölkonzern Petrobras verliert seinen Chef nach einem Streit mit der Regierung über Treibstofferhöhungen. Das Energieministerium kündigte am Freitag (Ortszeit) die Ablösung von Roberto Castello Branco an.

Er hatte den Zorn von Staatspräsident Jair Bolsonaro auf sich gezogen, weil die Benzinpreise gestiegen waren. Castello Brancos Nachfolger soll nach Auskunft des Ministeriums der frühere Verteidigungsminister Joaquim Silva e Luna werden.

Es ist der zweite Fall …

Artikel lesen
Link zum Artikel