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Ausnahmezustand in Peru nach gewaltsamen Protesten ausgerufen

Ausnahmezustand in Peru nach gewaltsamen Protesten ausgerufen

Nach gewaltsamen Protesten gilt in Perus Hauptstadt Lima und dem benachbarten Hafen von Callao laut Übergangspräsident José Jerí ab Mittwoch der Ausnahmezustand.
22.10.2025, 07:2422.10.2025, 07:24

Er werde für 30 Tage in Kraft sein, sagte Jerí am Dienstag (Ortszeit) im staatlichen Fernsehen. Der Ausnahmezustand befugt die Regierung, die Armee für Patrouillen auf die Strassen zu schicken und Rechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken. Die Metropolregion von Lima umfasst rund 10 Millionen Menschen.

epa12457161 Peruvian police officers stand guard while blocking a flare near Congress during a demonstration against the new government of Jos
In der peruanischen Hauptstadt Lima kam es jüngst zu Ausschreitungen. Bild: keystone

Zuletzt waren Proteste in Lima gewaltsam eskaliert. Ein Demonstrant wurde dabei getötet. Die Polizei erklärte am vergangenen Donnerstag, dass vermutlich ein Beamter der Kriminalpolizei die Kugel abgefeuert habe, die am Mittwoch zuvor den 32-jährigen als «Truvco» bekannten Rapper Eduardo Ruiz getötet hatte. Mindestens 113 Menschen, davon 84 Polizisten, seien zudem verletzt worden.

Zu den Protesten hatte die Jugendbewegung Generation Z aufgerufen, um ihre Unzufriedenheit mit der politischen Klasse zum Ausdruck zu bringen. Die Proteste vor allem junger Menschen richteten sich auch gegen die beispiellose Zahl von Morden und Erpressungen im Zusammenhang mit dem organisierten Verbrechen in dem Land.

Peru durchlebt derzeit eine tiefgreifende politische Krise. Die sehr unbeliebte Präsidentin Dina Boluarte war vor knapp zwei Wochen vom Parlament abgesetzt worden. Ihr folgte Jerí. (sda/afp)

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