Häftlinge in Guatemala nehmen Wärter als Geiseln
Bei Meutereien in drei Gefängnissen in Guatemala haben Häftlinge rund 40 Wärter als Geiseln genommen. Vermummte Gefangene zeigten sich auf den Wachtürmen und forderten Verbesserungen der Haftbedingungen, wie in einem Video der Zeitung «Prensa Libre» zu sehen war. Polizei und Militär umstellten die Gefängnisse in Guatemala-Stadt, Escuintla und Quetzaltenango. Eine schwangere Justizvollzugsbeamtin liessen die Häftlinge frei.
Pandilleros toman el control de la Cárcel Renovación 1 en Guatemala.
— Jose Valdez 🇸🇻 (@JoseValdezSV) January 17, 2026
Resultados de las políticas de un gobierno “progre”
Sigan preocupándose más por los delincuentes que por las víctimas y pronto los delincuentes tendrán control de TODO el país. pic.twitter.com/Ktp8sSfLa1
Die Aufstände seien eine Folge der Entscheidung der Behörden, den inhaftierten Anführern krimineller Banden ihre Privilegien zu entziehen, hiess es in einer Stellungnahme des Innenministeriums. So seien bei Razzien in den Haftanstalten zuletzt Mobiltelefone, Waffen sowie Drogen sichergestellt und illegale Bauten in den Gefängnissen zerstört worden, teilte die Gefängnisverwaltung des mittelamerikanischen Landes mit.
🔴#URGENTE
— News On Demand (@OnDemand_News) January 17, 2026
🇬🇹| Reportan un motín en la cárcel Renovación 1, conocida como “La Granja Canadá”, ubicada en el departamento de Escuintla, Guatemala. Los privados de libertad protestan contra el Sistema Penitenciario y exigen el traslado de integrantes de las pandillas MS y Barrio… pic.twitter.com/cLWyLhNSvP
Innenminister: «Ich werde mich nicht erpressen lassen»
«Ich werde mich nicht erpressen lassen und werde ihnen ihre Privilegien nicht zurückgeben», sagte Innenminister Marco Antonio Villeda. «Wenn es nötig ist, staatliche Gewalt anzuwenden, um die Kontrolle über diese Haftanstalten wiederzuerlangen, dann werden wir das tun.»
In Mittelamerika kontrollieren mächtige Jugendgangs – die sogenannten Maras – ganze Stadtviertel und sind in Schutzgelderpressung sowie Drogenhandel verwickelt. Die inhaftierte Bandenchefs steuern ihre kriminellen Geschäfte oft weiterhin aus dem Gefängnis heraus. (sda/dpa)
