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Häftlinge in Guatemala nehmen Wärter als Geiseln

Gefängnis Renovación 1, bekannt als „La Granja Canadá“, im Departement Escuintla in Guatemala.
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Eines der drei betroffenen Gefängnisse: «Renovación 1», bekannt als «La Granja Canadá», im Departement Escuintla. Bild: X

Häftlinge in Guatemala nehmen Wärter als Geiseln

18.01.2026, 15:3018.01.2026, 15:30

Bei Meutereien in drei Gefängnissen in Guatemala haben Häftlinge rund 40 Wärter als Geiseln genommen. Vermummte Gefangene zeigten sich auf den Wachtürmen und forderten Verbesserungen der Haftbedingungen, wie in einem Video der Zeitung «Prensa Libre» zu sehen war. Polizei und Militär umstellten die Gefängnisse in Guatemala-Stadt, Escuintla und Quetzaltenango. Eine schwangere Justizvollzugsbeamtin liessen die Häftlinge frei.

Die Aufstände seien eine Folge der Entscheidung der Behörden, den inhaftierten Anführern krimineller Banden ihre Privilegien zu entziehen, hiess es in einer Stellungnahme des Innenministeriums. So seien bei Razzien in den Haftanstalten zuletzt Mobiltelefone, Waffen sowie Drogen sichergestellt und illegale Bauten in den Gefängnissen zerstört worden, teilte die Gefängnisverwaltung des mittelamerikanischen Landes mit.

Innenminister: «Ich werde mich nicht erpressen lassen»

«Ich werde mich nicht erpressen lassen und werde ihnen ihre Privilegien nicht zurückgeben», sagte Innenminister Marco Antonio Villeda. «Wenn es nötig ist, staatliche Gewalt anzuwenden, um die Kontrolle über diese Haftanstalten wiederzuerlangen, dann werden wir das tun.»

epa12657510 The Minister of the Interior, Marco Antonio Villeda (L), walks alongside the Deputy Minister of Security, Estuardo Solorzano (R) in Guatemala City, Guatemala 17 January 2026. The governmen ...
Innenminister Marco Antonio Villeda (l.) am 17. Januar nach einer Pressekonferenz in Guatemala City. Bild: keystone

In Mittelamerika kontrollieren mächtige Jugendgangs – die sogenannten Maras – ganze Stadtviertel und sind in Schutzgelderpressung sowie Drogenhandel verwickelt. Die inhaftierte Bandenchefs steuern ihre kriminellen Geschäfte oft weiterhin aus dem Gefängnis heraus. (sda/dpa)

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quelle: ap
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Video: watson
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