International
Lateinamerika

Kolumbiens Präsident soll Spenden aus dubiosen Quellen bekommen haben

Colombia's President Gustavo Petro delivers a speech during the inauguration of a congressional session in Bogota, Colombia, Thursday, July 20, 2023. (AP Photo/Fernando Vergara)
Gustavo Petro.Bild: keystone

Kolumbiens Präsident soll Spenden aus dubiosen Quellen bekommen haben

04.08.2023, 07:5404.08.2023, 07:54

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat nach Angaben seines eigenen Sohnes Wahlkampfspenden aus dubiosen Quellen erhalten. Nicolás Petro habe in einem Verhör angegeben, sein Vater habe während des Präsidentschaftswahlkampfes 2022 über ihn Zuwendungen aus der Unterwelt bekommen, die nicht ordnungsgemäss angegeben worden seien, sagte der zuständige Staatsanwalt bei einer Anhörung am Donnerstag (Ortszeit) in Bogotá. Präsident Petro sagte, er habe von den mutmasslich illegalen Zahlungen nichts gewusst.

Nicolás Petro und seine Ex-Frau Daysuris Vásquez waren zuletzt festgenommen und wegen Geldwäsche und illegaler Bereicherung angeklagt worden. Vásquez hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht, als sie Nicolás Petro vorwarf, illegale Spenden aus dem Umfeld von Drogenhändlern erhalten zu haben. Nicolás Petro, der ein regionaler Abgeordneter war, kündigte daraufhin an, mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten zu wollen.

Präsident Petro ist der erste linke Präsident des südamerikanischen Landes seit Jahrzehnten. Der frühere Guerillero und ehemalige Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá will über Verhandlungen mit linken Guerillagruppen und kriminellen Organisationen einen «totalen Frieden» für das seit über 50 Jahren von einem bewaffneten Konflikt gebeutelten Land erreichen.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Studie: Tierbestände im Golf von Mexiko drastisch gesunken
In grossen Bereichen des Golfs von Mexiko sind die Tierbestände sowie die genetische Vielfalt laut einer Studie seit 2011 drastisch geschrumpft. Forschende vermuten einen Zusammenhang mit der schweren Ölkatastrophe auf der Bohrinsel «Deepwater Horizon» im Jahr 2010, wie sie in der Fachzeitschrift «Proceedings of the National Academy of Sciences» («PNAS») berichten. Sie untersuchten den nördlichen und östlichen Golf.
Zur Story