International
Gesundheit

WHO meldet: Malaria in El Salvador besiegt

WHO meldet: Malaria in El Salvador besiegt

26.02.2021, 08:5026.02.2021, 14:44

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat El Salvador als erstes Land Mittelamerikas als frei von Malaria erklärt. «Malaria setzt der Menschheit seit Jahrtausenden zu, aber Länder wie El Salvador sind der lebende Beweis und eine Inspiration für viele Länder, dass wir es wagen können, von einer Malaria-freien Zukunft zu träumen», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die WHO stuft ein Land als Malaria-frei ein, wenn es dort seit mindestens drei Jahren keine einheimische Übertragung der Erreger der Tropenkrankheit gegeben hat. Die einzelligen Parasiten, sogenannte Plasmodien, werden von Anopheles-Stechmücken übertragen. Symptome sind Fieber, Blutarmut und neurologische Probleme. Pro Jahr zählt die WHO weltweit mehr als 200 Millionen Infektionen und rund 400'000 Todesfälle infolge einer Malaria-Erkrankung. Etwa zwei Drittel der Todesopfer sind Kinder im Alter von weniger als fünf Jahren.

El Salvador habe hart daran gearbeitet, die Krankheit auszulöschen, sagte die Direktorin der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho), Carissa Etienne. Das Land habe über Jahre die dafür nötigen personellen und finanziellen Mittel aufgebracht. Die Bemühungen dort gehen auf den Bau erster permanenter Abflüsse in Sümpfen in den 1940er Jahren zurück.

Nach Argentinien und Paraguay ist El Salvador das dritte amerikanische Land seit 2018, das die WHO für Malaria-frei erklärt. Bei sieben andere Staaten in der Region geschah dies zwischen 1962 und 1973. Weltweit haben laut WHO bisher 38 Länder und Territorien das Ziel erreicht. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Regierungstruppen verhindern weiteren Huthi-Vormarsch – 125'000 Menschen auf der Flucht
Während die Kämpfe im Jemen zwischen den Huthi und der Regierung unvermindert weitergehen, bahnt sich im Jemen eine humanitäre Krise an: Mehr als 125'000 Menschen sind auf der Flucht. Die neusten Entwicklungen in Nahost.
Die Kämpfe zwischen Huthi-Rebellen und der international anerkannten Regierung im Jemen gehen unvermindert weiter. Wie die Nachrichtenagentur DPA aus Militärkreisen im Umfeld der Regierungstruppen erfuhr, konzentrierten sich die Gefechte seit der Nacht auf den Westen der Provinz Tais, nahe der Meerenge Bab al-Mandab. Die bergige Provinz ist von strategischer Bedeutung für die Beherrschung der Küste, die von den Huthi-Rebellen kürzlich erobert wurde.
Zur Story