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Alle Körper sind Strandkörper!» Spanische Kampagne für mehr Selbstliebe

Alle Körper sind Strandkörper!» – Spanien lanciert Kampagne für mehr Selbstliebe

Spanien sagt unrealistischen und diskriminierenden Schönheitsidealen den Kampf an. Das Gleichstellungsministerium lanciert dazu eine Kampagne nach dem Motto: «Der Sommer gehört uns allen!»
28.07.2022, 11:3328.07.2022, 15:25

«Der Sommer gehört uns allen!» – unter diesem Motto lanciert das spanische Gleichstellungsministerium eine Kampagne, um Frauen zu ermutigen, die sich vergebens Sorgen über ihr Aussehen am Strand machen. Denn: «Alle Körper sind Strandkörper!» Jeder Strandkörper habe es verdient, geliebt zu werden, die Sonne zu geniessen und von allen respektiert zu werden.

«Wir haben alle das Recht, das Leben so zu geniessen, wie wir sind – ohne Schuld und Scham», schreibt die linke Politikerin Ione Belarra, die sich für soziale Rechte einsetzt.

Taten statt Worte

Und um mehr Selbstliebe am Strand zu schaffen, zeigt die Kampagne ein Bild von fünf Frauen mit unterschiedlicher Hautfarbe und Grösse sowie unterschiedlichem Körperbau und Alter. Eine Frau verzichtet trotz Mastektomie (Entfernung der Brustdrüse) auf ihr Bikinioberteil und lächelt selbstbewusst und fröhlich in die Kamera.

Viel zu wenig selbstbewusste Frauen

Antonia Morillas, der Direktorin des Fraueninstituts, zufolge gebe es viel zu wenig selbstbewusste Frauen. Dies liege ihrer Meinung nach nicht an den eigenen unrealistischen Vorstellungen, sondern an den körperlichen Erwartungen, die auf Frauen projiziert würden. Seit langem prangert sie «körperliche Diskriminierungen» an, die von «Geschlechter-Stereotypen» durchzogen seien. Die Frauenrechtlerin freut sich nun über die Kampagne, die sich für einen Sommer «ohne Klischees» einsetzt.

Und für alle, die sich, ob mehr Body Positivity am Strand stören, hat die linkspopulistische Partei Podemos bereits eine Lösung: Geht nicht an die Strände.

Kritisiert wird die Kampagne übrigens von einem Mann. Einem aus den eigenen Reihen: vom linken Politiker Cayo Lara. Auf Twitter kommentiert er: «Das ist der Höhepunkt der Absurdität. Der Versuch, ein Problem zu schaffen, wo keines existiert».

Dabei ist Body Positivity nicht nur ein Thema, das Frauen betrifft. Studien zeigen, dass auch Männer unter unrealistischen Körpervorstellungen leiden. Was für Frauen zählt, sollte darum auch für Männer gelten: Zeigt euch so, wie ihr seid. Und fühlt euch wohl dabei.

(cst)

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