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Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Die Premierministerin von Island behauptet, das Bruttoinlandsprodukt sei Schnee von gestern. Die Haushaltsplanung Islands will in Zukunft auch Faktoren wie die soziale Gleichheit oder den Klimawandel berücksichtigen.



Katrin Jakobsdottir hat eine Vision. Die Premierministerin von Island möchte, dass sich das Wachstum eines Landes nicht mehr ausschliesslich auf die Wirtschaft konzentriert, sondern auch soziale und ökologische Indikatoren, oder einfach gesagt, das Wohlergehen der Bevölkerung, berücksichtigt.

Wie Jakobsdottir an einer Rede in der Londoner Denkfabrik «Chatham House» sagte, orientiert sich die Haushaltsplanung Islands neu an diesen erweiterten Faktoren. Das Bruttoinlandsprodukt wird also zu einer Grösse unter vielen degradiert.

Die Premierministerin forderte «eine alternative Zukunft auf der Grundlage von Wohlstand und integrativem Wachstum». Ein Hauptgrund, den sie zu dieser Entscheidung veranlasste, war die Umweltzerstörung.

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Video: srf

Letztes Jahr wanderte sie zusammen mit Wissenschaftlern, Künstlern, Aktivisten und Politiker-Kollegen auf den isländischen Okjokull-Gletscher. Oder zumindest auf das Geröll, das darunter lag. Denn an diesem Tag wurde der Gletscher offiziell beerdigt. Er ist weggeschmolzen, ein erstes Opfer und Vorbote für das, was uns aufgrund des Klimawandels noch droht.

Jakobsdottir hat sich deswegen auch mit der schottischen Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon und der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern zusammengetan, um die «Wohlfahrtsagenda» zu fördern.

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Wer genug Zeit hat, kann sich Jakobsdottirs Rede hier in voller Länge ansehen. Video: YouTube/Chatham House

Falsches BIP und Prostituierte

Die Idee ist nicht neu. Das Ganze nennt sich «Wellbeing Economy», zu Deutsch: Wohlfühl-Wirtschaft. Ein gegensätzliches Wort, kaum einer würde die beiden Ausdrücke miteinander verbinden. Doch die Idee hinter der Wohlfühl-Wirtschaft macht durchaus Sinn.

Doch wo liegt überhaupt das Problem bei der altbewährten, BIP-fokussierten Wirtschaft? Um das zu verdeutlichen, zitierte Jakobsdottir einen isländischen Poeten, der das Problem ziemlich gut in einem Satz zusammenfasste:

«Sex mit seiner Frau zu haben zählt nicht zum BIP, Sex mit einer Prostituierten jedoch schon.»

Unbekannter isländischer Poet

Die Fokussierung des BIP auf die Wirtschaftsleistung führt dazu, dass die Lebensqualität und die durch Ungleichheit verursachten sozialen Schäden tendenziell unterbewertet werden. Denn das BIP, ob als ganzes oder pro Kopf, geht stets von Durchschnittswerten aus. Es sagt nichts über die Situation Einzelner aus.

Doch nicht nur das, auch die Auswirkungen des Klimawandels oder der digitalen Dienstleistungen, die oftmals auf Freiwilligenarbeit basiert, werden nicht berücksichtigt. Und vielleicht am Wichtigsten: Das BIP misst nur, was einen Preis hat und irgendwo offiziell gehandelt wird. Alles, was privat erstellt und geleistet wird, wie zum Beispiel Haus- und Erziehungsarbeit, bleibt unberücksichtigt.

Sorry, hab in Wirtschaft geschlafen: Was genau ist das BIP?

Kein Problem. Es ist ganz einfach: BIP steht für Bruttoinlandsprodukt. Es bezeichnet den Gesamtwert der Güter und Dienstleistungen, die in einem Land innerhalb eines gewissen Zeitraums hergestellt werden. Das wird jährlich berechnet, kann aber für jeden Zeitraum gelten. Das BIP eines Landes berücksichtigt alle privaten und öffentlichen Ausgaben und die Produktion. Es schliesst Regierungsausgaben, Verbraucher- und Unternehmenskonsum, Investitionen und Nettoexporte (die Gesamtexporte abzüglich der Gesamtimporte) ein.

Die Schweiz ist ein gutes Beispiel für die Mängel des BIP. Gemäss der 2018 von der Credit Suisse veröffentlichten Studie «Die Zukunft des BIP» verzeichnete die Schweiz nämlich in den letzten 50 Jahren das geringste BIP-Wachstum aller Industrienationen. Trotzdem pflegen wir hier einen der höchsten Lebensstandards weltweit.

Wohlfühl-Wirtschaft

Die Wellbeing Economy soll diese Mängel in den Rechnungen ausgleichen. Mehr noch: Sie soll den absoluten Fokus von handelbaren Gütern nehmen und das Scheinwerferlicht auf alle Aspekte der Wohlfahrt und Lebensqualität lenken.

Erste, hochentwickelte Länder wie Island beginnen nun mit der Wohlfühl-Wirtschaft. Ob sich die traditionell sehr wirtschaftsverbundene Schweiz eines Tages auch dazu durchringen kann, wird sich zeigen. Die Studie der Credit Suisse war ein erster Schritt dazu, denn auch sie forderte ein Umdenken. Zwar nicht ganz so sozial, wie Island das vorhat, aber immerhin.

Auf die Frage hin, ob ein «Wohlfahrtsbudget» für Industrie- und Entwicklungsländer gleichermassen geeignet sei, antwortete Jakobsdottir übrigens:

«Es geht darum, wie man im öffentlichen Haushalt Prioritäten setzt - man kann immer den Schwerpunkt auf das Wohlbefinden legen».

Die Entwicklungsländer müssten «einen Sprung machen», um erneuerbare Energien zu nutzen, anstatt die kohlenstoffbasierte Industrialisierung der entwickelten Welt zu wiederholen.

Bruttonationalglück

Doch wer hat's eigentlich erfunden? Nein, es war für einmal nicht die Schweiz und auch nicht Island, sondern... Bhutan. Im kleinen südasiatischen Königreich weiss man bereits seit Jahrhunderten um die Bedeutsamkeit des Volks-Glücks.

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Das Bruttonationalglück erklärt. Video: YouTube/mallorcamorten

1979 konkretisierte sich das ein erstes Mal. Jigme Singye Wangchuck, der vierte König von Bhutan, sagte in einem Interview auf die Frage hin, wie hoch das BIP des Landes sei, dass das Bruttonationalglück wichtiger sei als das Bruttoinlandsprodukt.

Seit Ende der 90er-Jahre ist es der offizielle Erfolgsindikator für das buddhistische Land.

Gelingt es den nordischen Ländern, die Wohlfühl-Wirtschaft ähnlich erfolgreich wie Bhutan einzuführen, dürfte das Modell auch bei uns bald Schule machen.

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101Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schlumpfinchen #notmeus 06.12.2019 09:38
    Highlight Highlight Diese drei Frauen sind grosse Vorbilder. Für mich auf jeden Fall. Es braucht dringend eine grundlegende Veränderung, sonst knallt es irgendwann in noch mehr Ländern.
  • Mc mark 05.12.2019 21:32
    Highlight Highlight Ich war 10 Tage in Island. Der Süden war wirklich abweschlungsreich, der Norden öde. Was mir von den Einheimischen gesagt wurde: viele ledige Mamis und viele ausländische Saisonarbeiter. Also ein Vorbild für den Arsch. Mit 300k Einwohnern kann man da ruhig rumexperilentieten, bei guter Weltkonjultur- aber wehe es gibt nen Crash, dann ist Island übelst dran- wie schon 2008.
    • henkos 06.12.2019 08:52
      Highlight Highlight Vielleicht haben sie auch genau aufgrund dieser Erfahrungen entschieden, sich weniger abhängig von wirtschaftlichen Faktoren zu machen.
  • Zauggovia 05.12.2019 20:21
    Highlight Highlight Island ist wohl das kulturell homogenste Land Europas, somit ist es einfacher sich auf gemeinsame Werte und Prioritäten zu einigen, um das Wellbeing auch etwas objektiver zu erfassen.
    in einem Multikulti-Staat wie der Schweiz würde so eine Aufgabe wohl beträchtlich schwerer fallen.
  • Siru 05.12.2019 17:17
    Highlight Highlight "Ob sich die traditionell sehr wirtschaftsverbundene Schweiz eines Tages auch dazu durchringen kann, wird sich zeigen."

    Die Wirtschaftshörigkeit der schweizer Politik sehr diplomatisch beschrieben.
  • Kaspar Floigen 05.12.2019 14:32
    Highlight Highlight Und hat's bei Bhutan geklappt?
  • Sam Regarde 05.12.2019 13:02
    Highlight Highlight Hat zwar nichts zu tun mit Glück - äxgüsi - aber muss einfach publik gemacht werden:

    https://news.artnet.com/market/maurizio-cattelan-banana-art-basel-miami-beach-1722516
  • twentynine 05.12.2019 13:02
    Highlight Highlight Naja, das Ganze ist ja gut gemeint von Katrín (den Mangel an gutem Willen kann man ihr nicht vorwerfen), aber ihre rechts-konservativen Koalitionspartner werden schon dafür schauen, dass das Vorhaben nicht zu sozial und zu grün herauskommt... Kleiner Fakt am Rande: Island hat den dritthöchsten CO2-Ausstoss pro Kopf in Europa, und dies trotz 99.9% grüner Elektrizität.
  • ravendark 05.12.2019 12:22
    Highlight Highlight Die Isländer haben schon in der Finanzkrise ab 2008 gezeigt, dass man durchaus ohne Probleme durch eine Globale-Krise kommen kann. Die Chefs der Banken, waren alles Frauen. Und gehen mit dem Geld ihrer Kunden etwa so verantwortungsvoll um, wie mit ihren eigenen Kindern.
    Ein tolles Land mit sehr viel naturbelassener Intelligenz (praktisch keine Korruption, kein Lobbyismus, tolle Umweltstrategien (Vulkanenergie!) usw.)
    • Zauggovia 05.12.2019 20:15
      Highlight Highlight Ohne Probleme durch die Krise??? Alle drei grossen Banken sind pleite gegangen. Du sagst da waren die Frauen schuld?
  • lilie 05.12.2019 09:13
    Highlight Highlight Darf ich darauf hinweisen, dass man "wellbeing" nicht mit "wohlfühlen" übersetzen kann. Das ist falscg und verdreht die Bedeutung des Ansatzes.

    "Wohlfühlen" (engl. "sense of wellbeing") ist ein subjektiver Begriff, der nichts mit den objektiven Zuständen zu tun haben muss. Die Bevölkerung soll aber nicht eingelullt werden, sondern objektiv bessere Lebensumstände erhalten.

    Die deutsche Übersetzung wäre somit "Wohlergehen".

    Ich weiss, es ist Haarspalterei, aber am Ende ist es der Unterschied zwischen vorausschauender Politik und purem Populismus.
    • DieFeuerlilie 05.12.2019 10:33
      Highlight Highlight Danke -mal wieder.. 😁- lilie. 👍

      Jetzt kann ich mir meine eigene linguistische Haarspalterei sparen, du hast schon alles gesagt.

      Denn ja, da ist ein ganz klarer, wirklich relevanter Unterschied zwischen ‘Wohlfühlen‘ und ‘Wohlergehen‘.

      Und ‘Wohlergehen‘ ist in diesem Zusammenhang definitiv die zutreffendere Wortwahl.

      Und ja, Island hat verstanden, worum es wirklich geht im Leben.
      Es geht um Alle, jeden und jede Einzelne, und nicht um die masslose Bereicherung einiger Weniger.

      Island hat das verstanden.
      Unsere Neoliberalen aber leider nicht..
    • Weisser Mann 05.12.2019 10:44
      Highlight Highlight Wohlergehen gefällt mir persönlich als Begriff auch besser als wohlfühlen.
    • lilie 05.12.2019 11:30
      Highlight Highlight Danke euch beiden. 😊

      Ich bin wirklich unglücklich mit diesem Begriff. Das weckt bei mir Assoziationen von Gspürschmi-Fühlschmi-Gefasel und Empörungskultur.

      Ein weiser Mann hat einmal gesagt, er sähe keinen Zusammenhang zwischen dem, was die Menschen wollten und dem, was sie bräuchten. Hat was.

      Wenn man den Leuten nur das gibt, was sie wollen, wird kein Wohlergehen entstehen (und vermutlich auch kein Wohlgefühl). Es braucht weitsichtige Politiker, welche in der Lage sind, das umzusetzen, was die Leute brauchen, um zufrieden und glücklich zu sein.

      Wohlgefühl als Ziel ist mir zu esoterisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 05.12.2019 07:59
    Highlight Highlight Damit so etwas auch bei uns möglich ist, müssen wir es schaffen, diejenigen aus der Politik rauszuschaffen, die einen Steifen kriegen, wenn der SMI einen halben Prozentpunkt gestiegen ist. Leider wurde nicht nur meine Generation (40+) schon seit der Schule vollkommen indoktriniert mit der Meinung, dass nur der Kapitalismus mit dem komplett freien Markt einen Segen bringen kann, denn schliesslich hat der ja den Kommunismus besiegt. Wir haben also gelernt, dass jeder für sich gegen die anderen siegen muss in dieser Welt, anstatt dass wir alle zusammenarbeiten müssen.
    • S.Potter 06.12.2019 00:18
      Highlight Highlight Also ich freue mich auch wenn die Börse gut läuft. Schon wegen meiner Pensionskassengelder wegen. Aber wenn du lieber eine schlechte Altersvorsorge hast. Oder meinst du das es dir die andern ausgleichen sollen?
  • grünergutmensch 05.12.2019 07:35
    Highlight Highlight Frauen an die Macht!
    • DieFeuerlilie 05.12.2019 10:48
      Highlight Highlight @adam gretener

      Ok, guter Einwand.. 😁

      Aber vielleicht können wir uns einigen auf “vernünftige, sozial denkende Frauen“?

      Männer haben die Welt jahrhundertelang regiert. Mit eher fragwürdigem Ergebnis.
      Und ich bin sicher, dass Frauen es nicht schlechter machen würden. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, sie würden es besser, vorausschauender machen.

      Lassen wir es doch einfach zu, wir haben nicht mehr allzu viel zu verlieren. Eigentlich können wir nur an Menschlichkeit gewinnen.

      Aber ja.. ich weiss.. bin eine unverbesserliche Optimistin.. 😁
    • grünergutmensch 05.12.2019 11:39
      Highlight Highlight Ja adam du hast recht... und ich unterschreibe den post von lilie.
    • Siru 05.12.2019 17:22
      Highlight Highlight @DieFeuerlilie
      Wie wäre es mit "vernünftige, sozial denkende Menschen an die Macht"?
      Sind wir erst mal soweit, spielt es keine Rolle, ob Frau oder Mann.
  • The Destiny // Team Telegram 05.12.2019 06:50
    Highlight Highlight Wer vom BIP aus auf den Gesundheitszustand, einer gesunden Umwelt, eine glückliche Bevölkerung oder eine tiefe Arbeitslosigkeit schliesst, der hat in Wirtschaft gepennt.
    • Zauggovia 05.12.2019 20:22
      Highlight Highlight Eine gewisse Korrelation ist wohl nicht von der Hand zu weisen.
    • The Destiny // Team Telegram 05.12.2019 21:42
      Highlight Highlight @Zauggovia, das mag praktisch teilweise Stimmen, ist theoretisch aber nicht der Fall.
  • AdvocatusDiaboli 04.12.2019 23:50
    Highlight Highlight Da kann man eigentlich nur danke sagen. Ein kleines, wendiges Land erprobt mutig neue Systeme.
    • Avalon 05.12.2019 08:45
      Highlight Highlight Hm, das würde eigentlich auch auf die Schweiz passen 🤔😀 wagen wir es? Mit Grundeinkommen und so 👍
    • Roterriese 06.12.2019 06:28
      Highlight Highlight @Avalon ne lass mal lieber
  • Konzeptionist 04.12.2019 23:39
    Highlight Highlight Island, da wo ein Grossteil der Jungen abhängig von Anti Depressiva sind und sich Drogen ohne Ende schmeissen weil sie keine Zukunft respektive ihre Zukunft nicht auf der Insel sehen.

    Vielleicht sollte man da mal ansetzen.
  • wolge 04.12.2019 22:36
    Highlight Highlight Ja! Unbedingt einführen!
  • Zeit_Genosse 04.12.2019 22:30
    Highlight Highlight Ich sähe in Island und Sardinien über 2 interessante Inseln, die man zu einer Schweiz-Plus verbinden könnte. Wir hätten dann Meeranstoss und über Sardinien eine EU-Integration, sie ein funktionierendes Finanzsystem. Also 2 neue „CH-Kantone„, wo man auch mit dem Grundeinkommen Erfahrungen sammeln könnte. Einfach nicht so plump wie die USA mit Grönland.
    • Lokutus 05.12.2019 02:33
      Highlight Highlight Gohts noch? 🤪🤪🤪
  • KrasseChecker 04.12.2019 22:24
    Highlight Highlight Wenn man schon was "erklärt" dann bitte auch das Wesentliche und nicht eine veraltete Grösse. Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf ist die übliche Grösse und schon lange nicht mehr das Bruttoinlandprodukt pro Kopf.
  • koks 04.12.2019 22:02
    Highlight Highlight Soziale Gleichheit, von wegen: In Island gehen mehrheitlich nur mehr Frauen aufs College. Auf 1 Mann am College kommen 2 Frauen. Nirgendwo in Ländern der OECD ist der Zugang zu höhere Bildung so ungleich wie in Island.

    https://hechingerreport.org/in-one-country-women-now-outnumber-men-in-college-by-two-to-one/
    • RowRow 04.12.2019 22:26
      Highlight Highlight Danke das du diese Ungerechtigkeit ansprichst. Aber dass nenn sich „Gleichberechtigung“ Männer diskriminieren und Frauen fördern.
    • ingmarbergman 04.12.2019 22:31
      Highlight Highlight Es gibt kein college in Island.
      Meinst du mentaskóli oder háskóli?

      Bevor du fake news teilst, wäre ein bisschen Nachhilfe in recherche sinnvoll.
    • Avalon 05.12.2019 08:51
      Highlight Highlight Aufschrei von @koks! Soooo schlimm, Frauen sind in der Überzahl auf dem College 🙄🙄🙄
      Jahrtausende lang war höhere Bildung den Männern vorbehalten, und jetzt ein Land, wo mehr Frauen als Männer studieren. Also, das geht wirklich nicht 😉🙄😄
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frechsteiner 04.12.2019 21:51
    Highlight Highlight "But if you run after profits and you run after the money, you forget to follow what you really here for"

    Sehr schönes Zitat, kommt aber leider von Daniel Vasella, aber immerhin

    Riichi chönd au nett sii
  • hämpii 04.12.2019 21:48
    Highlight Highlight Find ich super :-) Ich glaube ich werde Isländer. Tschüss Schwiiz
  • PC Principal 04.12.2019 21:48
    Highlight Highlight Aber jetzt mal im Ernst. An diesem Konzept ist nichts neu oder revolutionär. Es ist absolut klar, dass das BIP nur ein Faktor unter vielen ist, die man betrachten sollte. Ich habe noch nie gehört, dass jemand sagt, dass das BIP der einzige Faktor ist, um den sich die Politik kümmern sollte. Aber es ist ein wichtiger Faktor, das kann auch niemand bestreiten.
  • THEOne 04.12.2019 21:48
    Highlight Highlight sehr schöner ansatz.
    island hat 360000 einwohner, praktisch keine millionäre, da kann man schon so ne schiene fahren.
    das wäre in der überkapitalisierten geldhochburg schweiz nicht mal ansatzweise umsetzbar. da hört man bis nach island die svp'ler schreien und toben.
  • PC Principal 04.12.2019 21:27
    Highlight Highlight Alle jubeln, denn eine gute Wirtschaft ist völlig unwichtig. Und wenn die Löhne sinken und die Arbeitslosigkeit steigt, weinen alle.
    • DieFeuerlilie 05.12.2019 11:28
      Highlight Highlight Genau.

      So, wie Nestlé nun wohl auch kurz vor dem Konkurs steht, weil sie die bezahlte Familienzeit ab 2020 einführen? Die ja, gemäss FDP, unmöglich zu finanzieren sei?

      Schau, es ist genug Geld und Arbeit für alle vorhanden.
      Das Problem ist die falsche Verteilung.

      Arbeitgeber, Unternehmer sind enorm wichtig.
      Aber: ohne Arbeitnehmer sind Arbeitgeber genauso aufgeschmissen wie umgekehrt!

      Aber diese Tatsache scheint (noch?) nicht bei Allen angekommen zu sein..
  • Rainbow Pony 04.12.2019 21:21
    Highlight Highlight Das hat schon was: die genannten Faktoren sind ja letztlich auch Standortvorteile.
  • Garyx 04.12.2019 21:18
    Highlight Highlight Danke Island. Du bist uns Europäern ein Vorbild, genau wie wir Schweizer in der Klimafrage Vorbild sein könnten.
    • Lokutus 05.12.2019 02:57
      Highlight Highlight Dir ist klar, das du bei der Beschreibung des isländischen Systems den Indikativ verwendest und bei den Schweizern den Konjunktiv 😆😆😆
    • Weisser Mann 05.12.2019 10:49
      Highlight Highlight @Lokutus
      Ich finde, das macht das Kommentar so grossartig. xD.
      "könnten".
    • DieFeuerlilie 05.12.2019 11:29
      Highlight Highlight @Lokutus

      Das ist doch genau der Sinn/Witz des Kommentars..
    Weitere Antworten anzeigen
  • djohhny 04.12.2019 21:08
    Highlight Highlight Nicht nur sie
    Benutzer Bild
    • Antinatalist 04.12.2019 22:10
      Highlight Highlight Das Eine ist die Theorie, in der immer alles ganz toll scheint, das Andere ist die Realität, die immer viel komplizierter ist.

      Das ist in etwa wie mit den Neujahrsvorsätzen. Da ist man frohen Mutes und motiviert, weiss, dass alles besser wird und am 1. Januar holt einen die Realität wieder ein.

      7.7 Milliarden Menschen müssten dieses Theorie befolgen. Ein unrealistisches Ziel. Daher mag sich vielleicht hier und da mal jemand durchringen, so wie beim guten Vorsatz für's neue Jahr, die Mehrheit wird aber an der Realität und sich selbst scheitern.

      Und ja, die Geschichte wiederholt sich immer.
    • DieFeuerlilie 05.12.2019 11:32
      Highlight Highlight @ Antinatalist

      Ja, genau..

      Und weil wir nicht wissen, ob es funktionieren wird, versuchen wir es sicherheitshalber erst garnicht?

      Mit dieser Einstellung hätten wir wohl nicht einmal das Rad erfunden..
  • Geissrob 04.12.2019 20:56
    Highlight Highlight Aber die Schweiz hat das zweite höchste BIP pro Kopf weltweit und DAS hat sehr wohl mit dem 'Bruttonationalglück' oder der Wohlfahrt zu tun....das BIP-Wachstum hingegen, wie fälschlicherweise in diesem Artikel angedeutet wurde, hat gar nichts damit zu tun. Es ist nun mal einfacher ein 10 Prozent Wachstum zu erreichen wie China (Platz 72) bei einem BIP pro Kopf von 10 Tausend als in der Schweiz mit 83000. Guter Gedanke, löblich, dass Watson sich damit beschäftigt, schade dass man einfach nie zu Ende denkt bei diesen Artikeln...
    • Murmeli82 05.12.2019 09:02
      Highlight Highlight Burn-out, Depressionen, Selbstmorde = Bruttonationalglück?
    • Geissrob 05.12.2019 11:48
      Highlight Highlight Dass aber das hohe BIP eben sehr vielen Familien ermöglich, dass ein Elternteil zu Hause bei den Kindern bleiben kann trägt auch zu diesem Glück bei....und Burn outs, Depressionen sind in der Schweiz sicher nicht höher als in China...da lastet schon Druck auf einem wenn kein Geld da ist
  • Oigen 04.12.2019 20:56
    Highlight Highlight Wie bekommt man so eine cheffin?
    Bin irgendwie neidisch auf deren mut
    • Trump's verschwiegener Sohn 04.12.2019 21:31
      Highlight Highlight Wir haben dafür die Lobby-Doris, die jetzt ein Verwaltungsratsmandat bei Stadler Rail angenommen hat. Jedes Volk hat die Regierung, welche es verdient.
  • sichernit 04.12.2019 20:55
    Highlight Highlight Ist es schwierig isländisch zu lernen?
    😉
    • fools garden 04.12.2019 21:53
      Highlight Highlight Das kriegen wir hin.👍
    • Mjolnir 04.12.2019 22:10
      Highlight Highlight Gilt als am schwersten zu lernende Sprache überhaupt
    • Inspektor 04.12.2019 22:11
      Highlight Highlight Hät glaub's au viel Ch's😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 04.12.2019 20:41
    Highlight Highlight Jeder mit einem Fünkchen Hirn weiss, dass es so richtig wäre. Aber wohin mit der Gier?
    • Andre Buchheim 04.12.2019 23:01
      Highlight Highlight Seine Gier sollte jeder selbst zügeln. Und die Frage ist doch, wenn sich der Gemeinwohl-Gedanke durchsetzt, ob Gier dann noch nötig ist. Letztlich ist es lediglich eine Frage der Mentalität.
    • Nurmalso 05.12.2019 05:26
      Highlight Highlight Gier ist der Killswitch des Menschen welchen uns sie Natur wie bei fast jedem Lebewesen eingepflanzt hat.

      Würde es diesen nicht mehr geben wäre das schlimmer als jetzt.
      Fast so etwas wie Multiresistenz bei anderem virenulenten oder parasitenären Organismen.
    • Andre Buchheim 05.12.2019 11:41
      Highlight Highlight Nenne mir mal gierige Lebewesen? Die Natur funktioniert deshalb, weil die Wesen in ihr sich nehmen, was sie brauchen, und nicht im Übermaß verbrauchen. Gier ist eine unnatürliche Haltung der Angst.
  • Glücksbringer 04.12.2019 20:40
    Highlight Highlight Sehr gut. Endlich beginnt sich etwas zu regen. Das war schon die Idee von Christian Felber. Siehe „Gemeinwohl-Ökonomie“.
    Die Zukunft kann nur in diese Richtung gehen, denn das alte Modell mit „Wirtschaft, Wirtschaft über alles“ versklavt die Leute und macht die Umwelt kaputt.
    • Antinatalist 04.12.2019 22:04
      Highlight Highlight Tatsächlich ist es so, dass Island eine echte Minderheit ist. Wenn niemand Lust hat, nachzuziehen, wird auch Island irgendwann wieder kehrt machen, andernfalls dürften sie mit ähnlichen Problemen wie Nordkorea zu kämpfen haben.
      Wer sich aus der globalen Wirtschaft verabschiedet, ist danach komplett auf sich selbst gestellt.
      Der Chef-Watson, also Mauricie Thiriet, hat sich doch eben erst zum Thema Optimismus geäussert.
      Der Grund, warum praktisch nichts geht, ist so schweizerisch wie nichts anderes. Jeder schaut erst mal zu, ob und was die anderen machen. Selbst hat man den Schiss in den Hosen.
  • Antinatalist 04.12.2019 20:40
    Highlight Highlight «Sex mit seiner Frau zu haben zählt nicht zum BIP, Sex mit einer Prostituierten jedoch schon.»

    Wenn danach nach 9 Monaten ein kleiner Schreihals oder eine kleine Schreihälsin hervorlugt, dann zählt das schon zum BIP.
    • Sarkasmusdetektor 04.12.2019 21:05
      Highlight Highlight Wohl eher nach 20 Jahren, vorher produziert das Baby erst mal nur Kosten.
    • Antinatalist 04.12.2019 21:35
      Highlight Highlight Es konsumiert. Und das reichlich. Kosten entfallen vorallem auf jene, die kein Kind haben. Die Wirtschaft profitiert von jedem Kind.
    • Mjolnir 04.12.2019 22:11
      Highlight Highlight Und genau darum ist unser Wirtschaftssystem im Eimer …
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  • DomKi 04.12.2019 20:30
    Highlight Highlight Also, "Sex mit (s)einer Frau" soll ins BIP eingerechnet werden, oder was soll der Satz oben?
    • Andre Buchheim 04.12.2019 21:19
      Highlight Highlight Nein, ich glaube was gemeint ist, daß so etwas zweifelhaftes wie Sex mit Prostituierten als "Pluspunkt" gewertet wird bei der Frage, ob es einem Land gut geht, aber Sex mit der eigenen Frau, resp. dem eigenen Mann, was wirklich gut für die Gesellschaft ist, zählt nichts.
    • Majoras Maske 04.12.2019 21:58
      Highlight Highlight Nein, es bedeutet, dass die meisten Menschen es schöner finden sich nicht mit einer Wertschöpfung zu befriedigen und dass es auch andere "Glücksfaktoren" geben sollte statt nur durchschnittliche Geldflüsse.
    • Antinatalist 04.12.2019 22:17
      Highlight Highlight Sex mit einer Prostituierten ist eine Wirtschaftsleistung (entspricht Konsum und eine Dienstleistung).

      Sex mit seiner Frau im antinatalistischen Stil ist keine Wirtschaftsleistung. (entspricht nur Konsum, kann aber glücklich machen und dann wiederum motivieren. Das ist aber ein anderes Thema)

      Sex mit s/einer Frau mit Folgen ist eine Wirtschaftleistung (das zieht einen ganzen Dienstleistungs- und Konsum-Rattenschwanz hinterher, schliesslich werden Hebammen, Versicherungen, Ärzte, Kinderbetreuer, Lehrer und fast die gesamte Wirtschaft in Bewegung gesetzt).

      Der Satz des Poeten ist also falsch.
  • Andre Buchheim 04.12.2019 20:29
    Highlight Highlight Christian Felber hat schon recht überzeugend über die Gemeinwohl-Ökonomie, wie er es nennt, publiziert. Aber auch ein Blick in die Klassiker von Karl Marx könnten hier lohnen, vor allem auch das Konzept des Solidarismus nach Rudolf Diesel.
    Schön, daß langsam mal Bewegung in die Sache kommt und ein Land vorangeht. Ich hoffe auf den Pinguin-Effekt: springt einer ins kalte Wasser, folgen die anderen nach.
    Angesichts der Fakten und der allgemeinen Weltlage wird es aber auch allerhöchste Zeit.
    Danke, Island, Dank auch an den Vorreiter Bhutan, weiter so!
  • Toni.Stark 04.12.2019 20:27
    Highlight Highlight Ja sagen die Isländer, aber das kann man auch erst in einer Position, wo bereits ein sehr hoher materieller Status steht. Da gehören medizinische Versorgung, Infrastruktur schlicht dazu. Dann ja, aber vorher macht es schon Sinn, dies zu berücksichtigen. Aber wenn in der Schweiz mal der BIP um 2% sinkt. So what?! Natürlich sieht man es anders, wenn man arbeitslos wird in dieser Phase.
  • luegeLose 04.12.2019 20:26
    Highlight Highlight Zu weit nördlich. Es ist mir dort einfach zu kalt.
    • Lokutus 05.12.2019 03:12
      Highlight Highlight Och, das gibt sich mit der Zeit. Da wird es dir hier zu warm, dort gerade richtig....
  • TingelTangel 04.12.2019 20:21
    Highlight Highlight Sehr Gut - gleich Weltweit einführen.


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  • that's my mustard 04.12.2019 20:16
    Highlight Highlight Dann wäre dies wohl eher das Bruttoislandsprodukt 😊
  • felice 04.12.2019 20:09
    Highlight Highlight Das wollen wir doch sehr hoffen. Beim BIP werden z.B. auch Verkehrsunfälle, Wetterkatastrophen oder Krebserkrankungen dazugerechnet. Wohingegen das Gefühl, in einem ausbeuterischen, weltzerstörenden und menschenverachtenden System zu leben, zwar Depressionen auslösen kann, dem BIP aber keinen Abbruch tut.
    • Antinatalist 04.12.2019 22:24
      Highlight Highlight Wohlstand ist wie Heroin. Die Leute sind süchtig danach und haben die grösste Angst, dass sie nicht mehr an den Stoff kommen oder ihnen dieser abhanden kommt. Vor lauter Sucht ist ihnen das ausbeuterische, weltzerstörende, menschenverachtende System nahezu gleichgültig. Hauptsache der Stoff Wohlstand wird weiter geliefert.
      Zudem vergisst und verdrängt das Volk schnell. Die Umweltkatastrophe von gestern, die sie gerade noch schwer getroffen hat, spielt schon morgen kaum noch eine Rolle. Weiter geht das geifern und streben nach Wohlstand. Auf dass die Drogenquelle nie versiegen möge.
  • Raphael Stein 04.12.2019 19:58
    Highlight Highlight ...dürfte das Modell auch bei uns bald Schule machen.

    Da fällt der Mond hier eher vom Himmel runter.
    Mit so einer Wohlfühl Wirtschaft können in der CH ein paar Milliardäre viel zuwenig Geld scheffeln. Die Pharma hätte massiv Probleme, Versicherungen auch, Altersheime voller glücklicher Bewohner, ein Graus wenn man bedenkt wieviel Geld da flöten ginge, usw.
    Ein Land wir Island, das ihre Banker vor die Türe gesetzt hat ist bezüglich sol her Ideen, etwas weiter entwickelt als unser and.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.12.2019 20:25
      Highlight Highlight Ich könnte irgendwann Millionen erben.
      Wohlbemerkt, könnte.
      Hätte ich noch meine Gesundheit, würde ich mich vielleicht freuen.
      Aber mittlerweile ist Geld für mich nur noch ein Runninggag.
      Man brächte es eigentlich nicht, aber alle rennen ihm dermaßen nach, dass man sogar mit genügend Geld sich entweder direkt Macht kaufen kann, oder genügend dumme Menschen, die einem dann in der Hoffnung, selbst reich und mächtig zu, die Wege ebnen.
      Nein, ich verzichte.
      Geld ist und bleibt ein schlechter Witz.
    • Fairness 06.12.2019 06:53
      Highlight Highlight „Altersheime voller glücklicher Bewohner ...“

      Endlich die Leute in Würde sterben lassen, wäre oft hilfreicher. Der Grossteil der Leute im Alters-und Pflegeheim hat zT fürchterliche Schmerzen, mag nicht mehr und anstatt sie sterben zu lassen, werden sie mit Medikamenten vollgestopft, deren Nebenwirkungendann noch obendrauf kommen. Tiere sind besser dran. Die werden wenigstens erlöst.
  • ingmarbergman 04.12.2019 19:53
    Highlight Highlight Das Wohl der Bevölkerung an die erste Stelle zu stellen, das wäre auch was für uns. Aber mit den bürgerlichen Parteien leider eine Utopie - Geld ist wichtiger als die Heimat.
    • Nurmalso 05.12.2019 00:41
      Highlight Highlight Naja eigentlich wäre es ja sie Vevölkerung die das in der Hand hätte und es nicht will.

      Ich erinnere mich an das Bedingungslose Grundeinkommen oder 6Wochen Urlaub

      Beides wurde an der Urne abgelehnt entweder aus Angst und Dummheit oder die Wahlen wurden zu gunsten der Wirtschaft gefakt.


    • Eisvogel 05.12.2019 07:27
      Highlight Highlight @ingmarbergmann
      Geld ist wichtiger als Geist.
    • ravendark 05.12.2019 12:25
      Highlight Highlight Korrekt. Die Lobbyisten züngeln an den Ärschen von grossen Firmen. Dabei verlieren sie ihre eigenen Eier, Kompetenz, Intelligenz und die Fähigkeit, sich morgens zufrieden im Spiegel anzusehen.
      Ich wähle seit Jahren nicht mehr. 99% sind deformierte Polit-Idioten.
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