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Beirut hält den Atem an – und sucht weiter nach Überlebendem

04.09.2020, 14:0504.09.2020, 14:11

Schwere Explosion am Hafen von Beirut

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Schwere Explosion am Hafen von Beirut
quelle: epa / @tayyaraoun1
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Beirut hält den Atem an: Einen Monat nach der verheerenden Explosion in der libanesischen Hauptstadt suchen Rettungskräfte nach einem Verschütteten, der die Katastrophe möglicherweise überlebt hat.

Mit einem Kran, Schaufeln und blossen Händen räumten ein chilenisches Rettungsteam und der libanesische Zivilschutz am Freitag vorsichtig die Trümmer eines eingestürzten Hauses weg. Der libanesische Sender MTV meldete, die Helfer hätten erneut ein mögliches Lebenszeichen ausgemacht, es sei jedoch schwächer als am Vortag gewesen.

Ein Freiwilliger des libanesischem Zivilschutzes berichtete einem Korrespondenten des TV-Senders Al-Dschasira, es sei ein Puls geortet worden. Aufnahmen eines Laserscanners von zwei verschütteten Räumen dämpften jedoch zunächst die Hoffnung, nach dieser langen Zeit tatsächlich noch einen Überlebenden zu finden. «Alles, was wir sehen können, ist Schutt», sagte eine Experte dem libanesischen Sender LBCI. «Wenn jemand hier wäre, dann wäre das ziemlich klar.» Es handele sich dabei aber nur um ein vorläufiges Ergebnis.

«Wir hoffen auf ein Wunder», sagte eine Frau, die in der Nachbarschaft lebt und die Rettungsarbeiten verfolgte. Journalisten und andere Beobachter wurden gebeten, ihre Mobiltelefone auszuschalten, damit ein Ortungsgerät des chilenischen Rettungsteams «Topos» (Maulwürfe) nicht gestört wird.

Die Rettungsarbeiten an dem eingestürzten Haus hatten am Donnerstag begonnen, nachdem die chilenischen Rettungshelfer und ihr Suchhund Hinweise auf einen möglichen Überlebenden entdeckt hatten. Das einst dreistöckige Gebäude, in dessen Erdgeschoss eine Bar war, liegt nur wenige hundert Meter vom Explosionsort im Hafen entfernt. Die oberen Etagen des Hauses sind grösstenteils eingestürzt.

«Ich weiss nicht, wie lange es dauern wird», sagte Francisco Lermanda von «Topos» dem Fernsehsender CNN Español. «Die Platten sind sehr dick, der Zement ist sehr hart, die Armierung ist sehr gross. Wir können keine Maschinen dorthin bringen. Wir dürfen nichts tun, was das Leben der möglichen Person in Gefahr bringen kann. Deshalb handelt es sich um eine sehr langsame, technische Arbeit.»

Bei der Explosionskatastrophe am 4. August waren mindestens 190 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 6000 verletzt worden. Der Hafen und grosse Teile der umliegenden Wohngebiete wurden massiv zerstört. Bis zuletzt wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums noch sieben Menschen vermisst. (aeg/sda/dpa)

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Videos zeigen das Ausmass der Katastrophe in Beirut

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