International
Libanon

So sieht Libanon nach den israelischen Luftangriffen aus

So sieht Libanon nach den israelischen Luftangriffen aus

Israel hat seine Luftangriffe auf Libanon ausgeweitet und droht mit einer Bodenoffensive. Raketen sind selbst auf Städte abgefeuert worden, die 130 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegen. Diese Bilder zeigen das jetzige Ausmass der Luftschläge.
25.09.2024, 20:5213.12.2024, 16:06
Mehr «International»

Libanon erlebt die heftigsten Luftanschläge Israels seitdem letzten Krieg zwischen Israel und der Hisbollah vor 18 Jahren. Über 500 Menschen sind getötet worden. Das sind halb so viele Todesfälle wie der Libanonkrieg 2006 forderte, der allerdings einen Monat dauerte.

Die Menschen befinden sich im Schockzustand. Es gibt weder Luftschutzkeller noch Sirenen. Eine halbe Million befinden sich auf der Flucht, viele wollen das Land ganz verlassen.

Diese Bilder zeigen Verzweiflung, Vertreibung, Verwüstung und Verkehrschaos:

epaselect epa11622250 Lebanese women, who are fleeing southern Lebanon, tend to their babies along the Damour highway as they travel towards Beirut, Lebanon, 24 September 2024. Thousands of people fle ...
In Libanon herrscht Angst und Panik, Beirut, 24. September 2024.Bild: keystone

Südlibanon und Beirut

Israel greift vor allem Stellungen in den Grenzregionen im Süden von Libanon an, wo die Hisbollah dominiert. Tausende fliehen wegen der intensiven Bombardierung aus Südlibanon nach Beirut. Doch auch die Hauptstadt wird von der Luft aus angegriffen.

Smoke rises from Israeli airstrikes in the southern village of Kfar Rouman, seen from Marjayoun, south Lebanon, Wednesday, Sept. 25, 2024. (AP Photo/Hussein Malla)
Rauch steigt nach den Luftangriffen auf, Südlibanon, 25. September 2024. Bild: keystone
Residents check a partially destroyed building at the site of an Israeli airstrike in Beirut's southern suburbs, Tuesday, Sept. 24, 2024. (AP Photo/Hassan Ammar)
Ein zerstörtes Gebäude südlich von Beirut, 24. September 2024.Bild: keystone
Residents who fled from southern villages amid ongoing Israeli airstrikes Monday drive with their belongings on top of their car in Beirut, Lebanon, Tuesday, Sept. 24, 2024. (AP Photo/Hassan Ammar)
Tausende Menschen fliehen in Libanon vor israelischen Bomben, Beirut, 24. September 2024.Bild: keystone

Baalbek

Genauso wie Südlibanon und Südbeirut gilt die Region Baalbek als Hochburg der schwerbewaffneten Hisbollah.

Die Region ist bekannt für seine Tempelanlagen, darunter die imposante Ruine des Jupiterheiligtums, eine der grössten sakralen Anlagen des Römischen Reichs. Israel geht davon aus, dass die Miliz seine Waffen dort lagert.

In Baalbek sind die Bewohnerinnen und Bewohner vom israelischen Militär dazu aufgefordert worden, ihre Dörfer zu verlassen, sollten sie sich in der Nähe von Hisbollah-Stützpunkten aufhalten. Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch kritisierten diese Evakuierungsmassnahmen. Die Menschen können nicht wissen, wo sich militärische Ziele befinden.

Lebanese citizens who fled from the southern villages amid ongoing Israeli airstrikes Monday, sit in a pickup in Beirut, Tuesday, Sept. 24, 2024. (AP Photo/Hassan Ammar)
In Libanon flüchten Zehntausende Menschen vor den israelischen Luftangriffen in die Hauptstadt, Beirut, 24. September 2024.Bild: keystone
Lebanese citizens who fled on the southern villages amid ongoing Israeli airstrikes Monday, sit on their cars at a highway that links to Beirut city, in the southern port city of Sidon, Lebanon, Tuesd ...
Die Strassen sind verstopft, Sidon, 24. September 2024.Bild: keystone
epa11621446 Lebanese people flee with their cars from southern Lebanon towards Sidon and Beirut, at Zahrani-Nabatieh road, in Ghazieh, southern Lebanon, 23 September 2024. Thousands of Lebanese fled s ...
Stau auf der Autobahn in Richtung Sidon und Beirut, Ghazieh, Südlibanon, 23. September 2024.Bild: keystone

Flucht nach Syrien

Die Menschen fliehen aber nicht nur ins Landesinnere, sondern auch in Richtung Syrien. Es handle sich dabei nicht nur um Syrerinnen und Syrer, die einst vor dem Bürgerkrieg in ihrem Heimatland nach Libanon flüchteten, sondern auch um Menschen aus Libanon, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR berichtet. Tausende von verzweifelten Menschen stünden an der Grenze.

Residents and rescuers check a building that was hit by an Israeli airstrike in Beirut's southern suburbs, Tuesday, Sept. 24, 2024. (AP Photo/Hassan Ammar)
Ein von Luftangriffen zerstörtes Gebäude in Südbeirut, 24. September 2024.Bild: keystone
Residents check the site of an Israeli airstrike in Beirut's southern suburbs, Tuesday, Sept. 24, 2024. (AP Photo/Hassan Ammar)
Zerstörte Fahrzeuge in Beirut, 24. September 2024.Bild: keystone
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
63 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Idealisst, Fabulisst, Alchemisst
25.09.2024 21:30registriert Januar 2014
Beirut – das hat man mal als Paris des Ostens bezeichnet. Eine Stadt am Mittelmeer voller Lebensfreude. Da wollte ich schon immer mal hin, vermutlich kein guter Zeitpunkt im Moment.
8615
Melden
Zum Kommentar
avatar
Seljak
26.09.2024 06:33registriert November 2019
Das Argument es sind "alles" Terroristen wird langsam immer mehr übernommen. Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken machen, warum "alle" Wiederstand leisten? Vielleicht gibts ja einen Grund? Ich sehe nur, dass die Extremisten auf beiden Seiten am lautesten sind und das wird bestimmt keinen Frieden bringen. Im Gegenteil, hüben wie drüben wird nur noch mehr radikalisiert und die Spirale der Gewalt wird die Region in ein Desaster führen.
3822
Melden
Zum Kommentar
avatar
El Mussol
26.09.2024 09:44registriert Mai 2023
Diese Narrenfreiheit, die Israel geniesst, macht mich schier fassungslos.
Ohne jegliches Mass, ohne jegliche Verhältnismässigkeit und ohne Differenzierung zwischen Feind und Zivilist wüten und töten sie in den Nachbarländern - und die heftigste Reaktionen ist ein schwaches Zeigefingerfuchteln aus den USA.

Und NEIN, damit sage ich nicht, das Hamas, Hisbollah, etc. friedlich sind, richtig handeln und ungestraft davonkommen dürfen. Und soll mir jetzt niemand damit kommen, wer wann womit angefangen hat.
Es ist das Vorhandensein und Ausnutzen der Narrenfreiheit, das mich fassungslos macht.
2814
Melden
Zum Kommentar
63
    Diese Alltagsprodukte werden durch die Trump-Zölle in den USA teurer
    Trumps Zollpolitik bringt den Welthandel durcheinander. Doch auch im eigenen Land droht Ärger, denn beliebte Produkte werden wahrscheinlich teurer.

    US-Präsident Donald Trump hat quasi die gesamte Welt mit Zöllen belegt. Zur Begründung führt er die angebliche unfaire Behandlung der Vereinigten Staaten durch die anderen Länder an.

    Zur Story