Libanon erlebt die heftigsten Luftanschläge Israels seitdem letzten Krieg zwischen Israel und der Hisbollah vor 18 Jahren. Über 500 Menschen sind getötet worden. Das sind halb so viele Todesfälle wie der Libanonkrieg 2006 forderte, der allerdings einen Monat dauerte.
Die Menschen befinden sich im Schockzustand. Es gibt weder Luftschutzkeller noch Sirenen. Eine halbe Million befinden sich auf der Flucht, viele wollen das Land ganz verlassen.
Diese Bilder zeigen Verzweiflung, Vertreibung, Verwüstung und Verkehrschaos:
Israel greift vor allem Stellungen in den Grenzregionen im Süden von Libanon an, wo die Hisbollah dominiert. Tausende fliehen wegen der intensiven Bombardierung aus Südlibanon nach Beirut. Doch auch die Hauptstadt wird von der Luft aus angegriffen.
Genauso wie Südlibanon und Südbeirut gilt die Region Baalbek als Hochburg der schwerbewaffneten Hisbollah.
Die Region ist bekannt für seine Tempelanlagen, darunter die imposante Ruine des Jupiterheiligtums, eine der grössten sakralen Anlagen des Römischen Reichs. Israel geht davon aus, dass die Miliz seine Waffen dort lagert.
In Baalbek sind die Bewohnerinnen und Bewohner vom israelischen Militär dazu aufgefordert worden, ihre Dörfer zu verlassen, sollten sie sich in der Nähe von Hisbollah-Stützpunkten aufhalten. Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch kritisierten diese Evakuierungsmassnahmen. Die Menschen können nicht wissen, wo sich militärische Ziele befinden.
Die Menschen fliehen aber nicht nur ins Landesinnere, sondern auch in Richtung Syrien. Es handle sich dabei nicht nur um Syrerinnen und Syrer, die einst vor dem Bürgerkrieg in ihrem Heimatland nach Libanon flüchteten, sondern auch um Menschen aus Libanon, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR berichtet. Tausende von verzweifelten Menschen stünden an der Grenze.
Ohne jegliches Mass, ohne jegliche Verhältnismässigkeit und ohne Differenzierung zwischen Feind und Zivilist wüten und töten sie in den Nachbarländern - und die heftigste Reaktionen ist ein schwaches Zeigefingerfuchteln aus den USA.
Und NEIN, damit sage ich nicht, das Hamas, Hisbollah, etc. friedlich sind, richtig handeln und ungestraft davonkommen dürfen. Und soll mir jetzt niemand damit kommen, wer wann womit angefangen hat.
Es ist das Vorhandensein und Ausnutzen der Narrenfreiheit, das mich fassungslos macht.