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Libyen

Terroranschlag in Libyen: Anzahl Todesopfer steigt auf mindestens 65

Terroranschlag in Libyen: Anzahl Todesopfer steigt auf mindestens 65

07.01.2016, 11:4407.01.2016, 16:33

Bei einem Autobomben-Anschlag auf ein Ausbildungszentrum der Polizei in Libyen sind am Donnerstag nach Spital-Angaben mindestens 65 Menschen getötet worden. Über 100 weitere wurden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Lana verletzt.

Der Anschlag ereignete sich in der westlichen Küstenstadt Sliten. Laut der Stadtverwaltung explodierte ein mit Sprengstoff gefüllter Lastwagen in der Nähe einer Gruppe von Polizisten. Auf dem Gelände würden Sicherheitskräfte der Küstenwache ausgebildet.

Nach Angaben des UNO-Sondergesandten für Libyen, Martin Kobler, sprengte sich ein Selbstmordattentäter mit der Bombe in die Luft.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Ähnliche Angriffe waren in der Vergangenheit vom libyschen Ableger der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») verübt worden. Der «IS» beherrscht in dem Land einen Küstenstreifen am Mittelmeer rund um die Stadt Sirte. Sliten ist allerdings nicht für die Anwesenheit von Dschihadisten bekannt. (sda/afp/dpa)

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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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