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epa06896906 Protesters of Italys Radical Party with their hands painted red during a protest against the Italian Interior Minister Matteo Salvini in front of the Interior ministry in Rome, Italy 18 July 2018.  EPA/FABIO FRUSTACI

18. Juli: Proteste gegen Innenminister Matteo Salvini. Dessen Asylpolitik ist rigide. Dass er in die illegale Rückführung von Flüchtlingen nach Libyen involviert ist, bestreitet er. Bild: EPA/ANSA

Italienisches Schiff bringt Flüchtlinge nach Libyen – und bricht damit ein Tabu 



Mehrere Seenotrettungsorganisationen werfen dem italienischen Versorgungsschiff «Asso Venetotto» (Asso 28) vor, 108 Menschen aus internationalen Gewässern zurück nach Libyen gebracht zu haben.

Navigationsdaten zeigen, dass das Schiff im Hafen von Tripolis liegt. Die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR meldete auf Twitter, man sammele alle notwendigen Informationen.

Laut der italienischen Zeitung «La Repubblica» soll die italienische Küstenwache mit Koordinierungszentrum in Rom dem Kapitän des Schiffs gesagt haben, er solle sich an die libysche Küstenwache wenden. Innenminister Matteo Salvini dementiert eine Beteiligung. Die Küstenwache hätte gesagt, die Aktion sei unter der Koordinierung der Libyer gelaufen.

Noch ist unklar, ob der Schlepper in libyschen Gewässern war, als die Migranten gerettet worden sind.

Verbotene Rückweisung

Wegen eines ähnlichen Vorgangs ist Italien 2012 vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden. Menschenrechtsorganisatoinen und die UN hatten die Entscheidung damals als wegweisend bezeichnet. Der EMGR hatte entschieden, dass Libyen kein sicheres Land sei.

Laut der UN-Migrationsbehörde IOM müssen Gerettete an einen sicheren Ort gebracht werden. Das muss nicht der nächste Hafen, sondern kann auch ein grösseres Schiff sein. Libyen gilt nicht als sicher, im Gegenteil: Die Menschenrechtslage gilt als dramatisch.

Auf welcher Grundlage die «Asso Ventotto» die Flüchtlinge wieder in Libyen abgesetzt hat, ist bisher unklar.

Auf Twitter hat sich der Captain des Seenotrettungs-Schiffs «Lifeline» kritisch zur Rückführung der Flüchtlinge geäussert. Derweil hat die Organisation Sea-Watch die IOM und die UNHCR angefragt, die Verantwortlichen für völkerrechtswidrige Zurückweisung zur Rechenschaft zu ziehen.

An Claus-Peter Reisch soll ein Exempel statuiert werden

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sherlock_Holmes 01.08.2018 18:40
    Highlight Highlight Jene welche am lautesten schreien haben weder Recht, noch sind sie automatisch in der Mehrheit.
    Das grösste Problem ist die schweigende Mehrheit, welche sich und ihre berechtigten Anliegen instrumentalisieren lässt.
    Sich für die Menschlichkeit einzusetzen, beschränkt sich nicht auf eine politische Partei.
    Der unbedingte Wille dazu beruht vielmehr auf einer historischen Grundüberzeugung, die sich dem zersetzenden Hass entgegen stellt.
    Das Programm von Salvini, Orban, oder von Seehofer darf keine Lösung sein.
    Der Friede in Europa ist Sir Winston Churchills Vision zu verdanken.
    Bewahren wir sie!
    • Rabbi Jussuf 01.08.2018 19:16
      Highlight Highlight Winston würde sich im Grabe umdrehen, wenn er hören würde, wie hier sein Zitat missbraucht wird.
    • Sherlock_Holmes 01.08.2018 22:32
      Highlight Highlight Oh, nicht so vorschnell im Urteil!
      In der Tat hat sich Sir Winston Churchill in seiner berühmten Zürcher Rede am 19. Sept. 1946 für ein geeinigtes Europa zur Erhaltung des Friedens ausgesprochen, das mit einer Partnerschaft zwischen Frankreich und Deutschland beginnen müsse. «Wir können es uns nicht leisten, den Hass (...) durch die kommenden Jahre mitzuschleppen.
      Am 7. Mai 1948 wurde der Europarat gegründet.
      Ich empfehle dazu die grossartige Churchill-Biografie von Thomas Kielinger, Verlag C.H. Beck 2015, Kap. 17, S. 346ff
      Ist auch in Verbindung mit dem Brexit hochaktuell.
  • cal1ban 01.08.2018 11:23
    Highlight Highlight Fakt ist, wäre der Diktator Gaddafi noch an der Macht, gäbe es weniger Menschen die mit einer Überfahrt ihr Leben riskieren. Mit seinem Sturz wurde Libyen kein besseres Land. Sollen die Menschen ihr Glück über Marokko und Spanien versuchen.
    • Sebastian Wendelspiess 01.08.2018 14:18
      Highlight Highlight Ist so! Eigentlich müsste man die Flüchtlinge nach GB, F und USA verschiffen, die für den Sturz Ghadaffis verantwortlich waren.
    • _kokolorix 01.08.2018 14:33
      Highlight Highlight Fakt ist erstmal, dass Sarkozy und Berlusconi Gaddafi beseitigen wollten, mit dem gleichen simplen Hintergedanken wie damals Bush Saddam Hussein beseitigte. All diese halbseidenen Machtmenschen glaubten mit der Beseitigung des Diktators seien alle Probleme gelöst und sie selber würden als Helden in den Geschichtsbüchern gefeiert.
    • durrrr 01.08.2018 18:42
      Highlight Highlight Schon unter Gaddafi versuchte die Mehrheit der Flüchtlinge über Libyen nach Europa zu gelangen. Dieser erpresste die EU und bekam Gelder in dreistelligen Millionenhöhen, damit er die Flüchtlinge einpfercht.
      Die Destabilisierung Libyen begann mit dem arabischen Frühling, gefördert von der Obama-Administration, schon ein Jahr vor dem Eingreifen der NATO, durch eine versuchte, blutige Revolution.

      https://www.dw.com/de/gaddafi-droht-europa-geld-oder-fl%C3%BCchtlinge/a-6276484

      @kokolorix
      Schwachsinn. Berlusconi machte lukrative Geschäfte mit Gaddafi, warum sollten er ihn loshaben wollen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Die Redaktion 01.08.2018 10:56
    Highlight Highlight Oft hört man es fehle an Zivilcourage und es herrsche eine Verrohung der Sitten. Mich wundert es nicht, lest einfach die Kommentare mit den Herzchen. Wollt ihr wirklich so sein? Mit dem goldenen Löffel auf andere zu zeigen scheint sehr verlockend zu sein.

    Keine Angst ich hasse euch nicht sondern verspüre nur Mittleid. Was ist in eurer Erziehung so fundamental falsch gelaufen? Viele von euch besitzen nur ein Moralstreichholz, so sieht alles was normal sein sollte im Vergleich aus wie eine stachelbewehrte Keule.
    • kafifertig 01.08.2018 14:00
      Highlight Highlight Warum sitzt Du noch da hinter Deinem Luxus-Teil und postest damit unverständliches.

      Gehe mit gutem Beispiel voran!
      Verschenke endlich all Deinen Besitz an die armen der Welt!
  • Jättelattejaterö 01.08.2018 08:42
    Highlight Highlight Bringt die Leute in Sicherheit und dann ab zu Miss Clinton. Zuerst bomben und dann aus dem Staub machen. Tolle Verantwortung.
    • _kokolorix 01.08.2018 14:42
      Highlight Highlight Es waren Sarkozy und Berlusconi welche Gaddafi unbedingt beseitigen wollten. Die gleichen Leute welche damals Feuer und Flamme für Gaddafis Entmachtung waren, nämlich die Rechtsnationalisten, geben heute Hillary Clinton, Angela Merkel und den Linken und Grünen die Schuld am Chaos in Lybien. Dabei waren es genau Diese, welche vor der Gefahren eines gewaltsamen Regime-Chances warnten. Damals waren das dann bloss dumme Schwarzmaler und Cüplisozis, die eh keine Ahnung haben. Und Clintons Bomber verhinderten bloss, dass sich die europäischen Armeen eine peinliche Niederlage einhandelten
    • durrrr 01.08.2018 18:53
      Highlight Highlight @kokolorix
      Warum bringst du einfach irgendwelche sinnfreien Behauptungen, von denen du aller Anschein nach wenig Ahnung hast? Berlusconi und Gaddafi machten sehr lukrative Geschäfte und bezeichneten sich mehrmals gegenseitig als "grosse Freunde". Italien und Libyen unterzeichnete 2008 sogar ein Freundschaftsabkommen. Auch Sarkozy unterhielt Beziehungen zu Gaddafi und nahm sogar Wahlkampfspenden an. Und warum wollten nun gerade diese zwei Gaddafi "unbedingt" beseitigen??

      https://www.aargauerzeitung.ch/ausland/franzoesischer-ex-praesident-sarkozy-festgenommen-nahm-er-geld-von-gaddafi-132341593
  • Thadic 01.08.2018 08:29
    Highlight Highlight Stellt euch mal vor ihr müsst von einem malischen Dorf flüchten weil man dort nicht mehr leben kann, macht euch suf dem weg nach Europa und werdet auf dem Mittelmeer abgefangen und wieder zurück nach Lybien verfrachtet. Ich halte diese Vorstellung nur wenige Sekunden aus, dabei sitze ich nicht bri 45Grad in der Sonne und bin satt.
    • kafifertig 01.08.2018 14:58
      Highlight Highlight Die Nachbarländer von Mali sind: Algerien, Marokko, Westsahara, Mauretanien, Senegal, Guinea, Elfenbeinküste, Burkina Faso und Niger.
      Alles Länder in denen keine Kriege stattfinden und wo rund 175 Millionen Menschen leben können auf 6.7 Millionen Quadratkilometern bei einer Bevölkerungsdichte von 26 Einwohnern je qKm.

      Ein Malier muss also nicht nach Europa kommen, um seine Haut zu retten.

      Vergleich
      Fläche EU: 4.4 Mio. qKm, Einwohner EU: 512 Mio, Einwohnderdichte EU: 125 Einw./qKm

      Fläche Mali: 1.2 Mio. qKm, Einw. Mali: 19 Mio, Einw'dichte Mali: 15 Einw./qKm
      In Mali herrscht kein Krieg.
    • Thadic 01.08.2018 20:38
      Highlight Highlight @Kafifertig: wäre in dem Fall eine attraktive Destination um im Alter auszuwandern.
      Im Ernst ich nehme an du hast keine Ahnung was in Niger läuft, sonst würdest du nicht so etwas sagen.
      Niger hat leider grosse Uran- und Goldvorkommen. Zurück bleibt Versuchung und Armut. http://wissensfieber.de/rohstoffreiches-mali/
    • kafifertig 02.08.2018 00:06
      Highlight Highlight @Thadic
      Meinst Du zu sechst in einer Dreizimmerwohnung in Rümlang ganz nahe in der Abflugschneise des Flughafens Zürich sei es schöner? Dort spürt man den Lärm als Vibration auf der Haut und in den Organen.
      Wäre es nicht besser zuerst für solche Familien eine Villa am Ufer des Zürichsees zu beschaffen, um sie aus ihrem Elend zu holen?

      Doch niemand hat den Anspruch auf eine Villa am Ufer am Zürichsee. Auch keiner aus Mali oder Nigeria.
      Werde erwachsen! Das Leben ist kein Ponyhof.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 01.08.2018 07:40
    Highlight Highlight Ein paar Fragen an alle die es nicht gut finden, dass die Leute nach Libyen gebracht wurden. Wer und wie viele die in Afrika leben sollten nach Europa kommen? Alle die wollen? Wenn das 30 Mio sind, was macht dann Europa? Wenn nicht alle kommen dürfen die wollen, nach welchen Kriterien wird selektiert?
    • Slavoj Žižek 01.08.2018 09:59
      Highlight Highlight Diese Fragen werden nie beantwortet. Habe ich auch schon gestellt.
    • SchweizAbschaffen 01.08.2018 10:09
      Highlight Highlight Kann Dir Deine Frage beantworten:
      NIEMAND will, dass alle kommen die wollen.
      Von daher eine ziemlich dumme Frage.
      Und bez. der Kriterien: informiere Dich. Diese Kriterien gibt es.
    • Die Redaktion 01.08.2018 10:22
      Highlight Highlight @walsi

      Was für eine Art von Selektion ist es einfach alle unabhängig ihrer Geschichte gleich zu behandeln und zurück zu schicken? Genau keine.

      Offensichtlich ist Libyen nicht in der Lage die Grenzen zu sichern, soll aber die Mittel besitzen den Flüchtlingen zu helfen.

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  • DerSimu 01.08.2018 03:19
    Highlight Highlight Naja.. ich habe das Beispiel schonmal gebracht, komme aber gerne wieder damit:

    Wenn ich einen Unfall habe, komme ich such in das NÄCHSTE Spital, nicht in das, in dem mein Hausartz arbeitet.

    Wenn jemand in Seenot geratet, sollte er doch schnellstmöglich einfach mal an Land gebracht werden, egal wo dieser Hafen nun ist.
    • Matti_St 01.08.2018 05:24
      Highlight Highlight Wenn das Spital aber brennt, oder du als Vergewaltigungsopfer nicht in einem katholischen Spital angenommen wirst, gehst du auch weiter.
    • Stirber 01.08.2018 08:12
      Highlight Highlight Wie auch schon gesagt, das mag stimmen solange der Hafen in einem Land ist wo die Flüchtlinge nicht gerade wieder von Schleppern in andere Gummiboote gesteckt werden oder noch schlimmer von Sklavenhändlern verkauft. Und zum Argument sie seien schon einmal freiwillig dorthin: Das stimmt, in purer Verzweiflung. Aber wieviele bereuem wohl diese Entscheidung, wieviel verfluchen sich für ihre Situation in überfüllten Flüchtlingscamps? Zurück geht meist nicht mehr, da bleibt nur noch die Flucht nach vorne.. Mit dem Risko zu ertrinken!
    • yannis675 01.08.2018 08:21
      Highlight Highlight Aber du kommst in ein Spital und nicht in ein Sklavenlager. Unterschied nun gecheckt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Die Redaktion 01.08.2018 01:15
    Highlight Highlight Logik mit den Argumenten der rechtspopulisten:

    Australien schafft es, dass auf 25760 Kilometer Küste keine Flüchtlingsboote anlanden. Libyen schafft es nicht, dass auf 1770 Kilometern keine ablegen.

    Schlussfolgerung:

    Lybien hat kein interesse, dass sich etwas ändert. Entweder fehlen ihnen die Mittel, welche sie dann auch in Flüchtlingslagern nicht hätten, oder sie verdienen etwas daran.

    Fazit:

    -Lybien steckt mit den Schleppern unter einer Decke. Angenommen das stimmt, dann sollte man die Flüchtlinge nicht zurück schicken.

    -Fehlt das Geld, darf man sie auch nicht zurück schicken.



    • Loe 01.08.2018 10:58
      Highlight Highlight Woher nehmen sie diese Angaben vom den Küstenlinien?
      Es gibt da so ein Paradox, dass es gar nicht möglich ist, Küstenlinien in einer Distanz anzugeben. Spannende Sache, sag ich Ihnen.
      Vom restlichen Inhalt ihres Kommentars will ich jetzt gar nicht erst sprechen
    • Die Redaktion 01.08.2018 12:55
      Highlight Highlight @Loe

      Eigentlich völlig egal wie lang die Küsten genau sind (die Daten stammen von Wikipedia), dass Australien etwas (viel) mehr Küste besitzt sollte aber ersichtlich sein.

      Das Phänomen ist mir selbstverständlich bekannt. Musste aber doch etwas studieren woher. Es ist so wie bei diesen Mandelbrot Animationen auf Youtube.

      Grundsätzlich sind es auch nur Näherungswerte und stark von der Genauigkeit der Kartengrundlage abhängig. Kurz je genauer umso länger.


      PS Ich verstehe aber auch nicht, was das mit der Richtigkeit meiner Aussage zutun hat.
    • Loe 01.08.2018 15:17
      Highlight Highlight Es geht ja auch nicht um die Richtigkeit ihrer Aussage.
      Es geht darum, dass ich mit Ihrer Aussage nicht einverstanden bin und die Aussage mit der Küstenlinie völlig irrelevant ist.
      Jedem seine Meinung - ich akzeptiere Ihre, aber teile sie nicht. :)
  • Sherlock_Holmes 01.08.2018 00:52
    Highlight Highlight «Das Boot ist voll.» Egal was der EMGR entscheidet oder die UN Migrationsbehörde verlauten lässt.
    Die Wortführer sind unter anderem Viktor Orban oder Matteo Salvini – und natürlich Trump.
    An ihnen soll Europa genesen. Dadurch dass an Claus-Peter Reisch ein Exempel statuiert werden soll, Retter zu Tätern, Gutmenschen zu einem Schimpfwort pervertiert werden.
    Der Preis könnte jedoch noch viel höher werden, als das was jene Politiker zu verhindern vorgeben.
    Salvini lässt die Roma zählen. Wer sind die nächsten? Die Invaliden, körperlich und geistig Behinderten etwa oder die politischen Gegner?
    • happygoalone 01.08.2018 10:03
      Highlight Highlight Danke Sherlock Holmes. Ich bin erstaunt darüber, wie schnell sich das Blatt gewendet hat. Natürlich muss darüber diskutiert werden, wer kommen soll und wer nicht, natürlich macht es nicht Sinn, wenn Leute in unsere Sozialwerke einwandern. Und natürlich ist es nicht sonnenklar, wie sich nun DIE Lösung präsentieren sollte. Aber Himmel, wenn ich in wirtschaftlicher Not bin, Hunger leide und keine Perspektive habe, dann würd ich auch gehen wollen. Vor nicht allzu langer Zeit sind Europäer aus ähnlichen Gründen gen Westen gezogen. Rein mit Zahlungen an korrupte Staaten ist das Problem nicht gelöst.
    • loquito 01.08.2018 12:14
      Highlight Highlight Das krasse ist doch, dass das Boot voller weisse ist in Amerika, die eigentlich nicht dorthin gehören! Alle weisse zurück nach Europa und dann könnte man neu verhandeln. Afrika und Amerika aus Position der Stärke, da nur noch dort wirklich Platz und Essen genügend vorhanden sind...
    • James McNew 01.08.2018 13:33
      Highlight Highlight "Das Boot ist voll", sagte man in der Schweiz, als man im 2. Weltkrieg Juden an der Grenze zurückwies, die dann im KZ landeten. Von daher: Das Motto passt schon...
  • DerTaran 01.08.2018 00:43
    Highlight Highlight Toll, wie hier alle unserer glorreichen Flüchtlingspolitik von 33 bis 45 nacheifern.
    • J.P. aus S. 01.08.2018 08:26
      Highlight Highlight 33 bis 45 wurden Menschen in Nachbarstaaten verfolgt und nicht auf einem anderen Kontinent mit weiteren sicheren Ländern.
      Zudem waren die Geflohenen keine Wirtschaftsflüchtlinge.
    • DerTaran 01.08.2018 16:49
      Highlight Highlight Aber auch 33 bis 45 wurden die Flüchtlinge in den sicheren Tot geschickt. Passt schon!
  • Sherlock_Holmes 01.08.2018 00:20
    Highlight Highlight Es macht mich unglaublich wütend, wenn ich in Kommentaren lese, Lybien sei ein sicheres Land und die zurück gebrachten Flüchtlinge könnten ja vor Gericht gehen.
    Die Begründungen sind unsäglich zynisch und selbstgerecht. Kein Wort zu den Ursachen oder Umständen.
    Dass Flüchtlinge diesen Weg wählen obwohl sie misshandelt werden und ihr Leben aufs Spiel setzen, müsste jedem die Augen öffnen.
    Gegen das Ausmass der Krise gibt es keine einfachen Lösungen.
    Noch schlimmer ist aber die Art und Weise wie der Diskurs geführt wird.
    Er ist oftmals bar jeder Sachlich- und Menschlichkeit.

    • Stirber 01.08.2018 08:20
      Highlight Highlight Vielen Dank @Sherlock! Treffend auf den Punkt gebracht. Das es keine simple Lösung gibt sollte jedem klar sein. Aber viele wollen das nicht sehen und beharren darauf, dass die Rückschaffung nach Libyen die einfachste Lösung sei. Blenden dabei aber komplett aus, das es sich dabei um ein Todesurteil handelt. Entweder sie gehen auf das nächste Schlepperboot oder siechen dahin (wegen Hunger, fehlender medizinischer Versorgung etc). Und für alle die Libyen konsequent als sicheres Land bezeichnen: Jegliche Expertenberichte widersprechen euch. Aber ihr wisst es ja besser
    • durrrr 01.08.2018 08:56
      Highlight Highlight Nein es gibt keine einfachen Lösungen. Das bedeuted jedoch nicht automatisch, dass man sich für die schlechteste aller Lösungen entscheiden muss. Nämlich die illegalen Migranten alle bei uns aufnehmen und mit Milliarden an Steuergelder einen Bürokratie- und Integrationsapparat aufzublasen. Die Herz/Blitz Verhältnisse hier zeigen nur, dass die Leute nicht mehr einverstanden sind damit, was mit ihren Steuergelder gemacht wird. Das ist alles.
    • Roterriese 01.08.2018 09:10
      Highlight Highlight Dann macht es dich halt wütend. Interessiert aber wohl niemanden. Ein Grossteil der Schweiz ist nicht links und eher Refugees not Welcome eingestellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Büetzer 01.08.2018 00:12
    Highlight Highlight Krass und beängstigend wie hier die Herzen verteilt werden. Die Saat der Rechten geht auf . Wir vergessen langsam dass die Flüchtlinge zu aller erst mal Menschen sind , genau wie du und ich.

    Was würdest du an ihrer Stelle tun?
    • Che 01.08.2018 09:56
      Highlight Highlight Dass Du für deinen zutreffenden Kommentar mehr Blitze als Herzen bekommst, bestätigt doch das, was Du sagst. Wirklich beängstigend.
    • Kane88 01.08.2018 11:58
      Highlight Highlight Es geht nicht darum das Menschen nicht als solche anerkennt werden. Es geht darum das ein ganzer Kontinent, dessen Population um ein vielfaches grösser als jene von Europa ist, sich auf zu einem besseren Leben macht. Ja, klar würden wir das an ihrer Stelle wohl auch machen. Aber diese Entwicklung geht mathematisch nicht auf. Wie stellt ihr Migrationsromantiker euch das vor? Wie sollen millionen von Leuten ohne Bildung in eine Arbeiter-/Leistungsgesellschaft integriert werden?
      Das ist quantitativ, kulturell und finanziell nicht machbar.
    • demokrit 01.08.2018 13:19
      Highlight Highlight Die freie Wohnortswahl ist mit dem Menschsein nicht verknüpft und in der realen Welt natürlich unmöglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kafifertig 31.07.2018 23:45
    Highlight Highlight Nun, auf lybischem Boden sind Schiffbrüchige jedenfalls wesentlicher sicherer, als auf offener See.
    Wer Schiffsbrüchige nach Lybien bringt, hat sie aus der Seenot gerettet und eine gute Tat vollbracht.
    • Valon Behrami 01.08.2018 07:40
      Highlight Highlight Und du weisst ganz genau, was in Libyen mit ihnen passiert.
    • bruno.zehr 01.08.2018 08:13
      Highlight Highlight Ja ne is klar. Und der Salvini ist ein toller Politiker, wa
    • Roterriese 01.08.2018 09:13
      Highlight Highlight @bruno.zehr ja das ist er. Ihr linken müsst endlich akzeptieren, dass ihr mit eurer Einstellung in der Minderheit sind. Der Grossteil Europas ist nicht links und will keine unkontrolllierte Migration.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mova 31.07.2018 23:03
    Highlight Highlight Habe Verständnis für die Italiener. Sie haben selber genügend Schulden, Arbeitslosigkeit, Sozoialfälle. Die wollen nicht noch mehr Ausgaben. Es ist eine ungeliebte Lösung, aber die einzige, die wirkt. In Nordafrmüssen Flüchtlingslager errichtet werden. Kontrollen dort durchgeführt. Rückführung ist von dort einfacher.
    • Maracuja 31.07.2018 23:30
      Highlight Highlight @Mova: In Nordafrmüssen Flüchtlingslager errichtet werden

      Und wenn keines der nordafrikanischen Ländern bereit ist, solche Lager innerhalb seiner Grenzen zu dulden? Schliesslich gibt es auch in diesen Ländern genügend Schulden, Arbeitslosigkeit und Sozialfälle.
    • Enzasa 01.08.2018 00:39
      Highlight Highlight Wir können ja auch einfach über Nordafrika bestimmen und ihnen vorschreiben, was sie zu tun haben.

      Mova die Kolonialzeit ist vorbei.
    • Mova 01.08.2018 08:50
      Highlight Highlight @Maracuja Mit Geld ködern. Die Türken verlangen bsp 3 Mia Euro. Diese Lager gibt es bereits, man muss dort mehr Administration einbauen.
  • Paddiesli 31.07.2018 21:28
    Highlight Highlight Ich bin froh, gibt es hier noch die Good News, den Fail Dienstag, den Picdump und die Cute News, denn was man heute Alles liest, was nicht nur nicht geht, sondern verachtenswert ist auf der Welt und ausser Kontrolle gerät, lässt mich oft verzweifeln und mich schämen, wozu wir es gebracht haben.
    • ostpol76 31.07.2018 22:43
      Highlight Highlight Wer ist wir?
    • Paddiesli 31.07.2018 23:22
      Highlight Highlight @ostpol76
      Wir, die Menschheit als Kollektiv.
      Wir haben technologisch enormes erreicht, aber ethisch sind wir auf dem Stand von Neandertaler geblieben.
    • Grabeskaelte 31.07.2018 23:59
      Highlight Highlight Wir alle ostpol... Wir alle unterstützen das System welches menschenverachtende Arbeitsbedingungen akzeptiert und konsumieren Dinge die unter diesen hergestellt wurden. Wir alle leben über unseren Bedürfnissen und schwelgen im Luxus auch wenn sich das für den einzelnen nicht so anfühlen mag und wir alle wählen immer wieder dieselben Politiker weil wir in unserer Feigheit nicht bereit sind etwas herzugeben um etwas zu verändern. Wir alle sind verdammte Egoisten und sind im System fast gezwungen dies zu sein. Das gilt es zu ändern und zwar nicht beim einzelnen als Tropfen auf den heissen Stein..
  • derEchteElch 31.07.2018 21:25
    Highlight Highlight „Laut der UN-Migrationsbehörde IOM müssen Gerettete an einen sicheren Ort gebracht werden. Das muss nicht der nächste Hafen, sondern kann auch ein grösseres Schiff sein.“

    Zum Glück hat die UN-Migrationsbehörde (unglaublich, dass es sowas gibt) in dieser Angelegenheit nichts zu melden, denn es gilt einzig das Seerecht..

    Lybien ist ein sicheres Land. Punkt.

    Italien tut das einzig Richtige. All diese Wirtschaftsflüchtlinge sollen zurück. Eher braucht es lokale Hilfe vor Ort und nicht neue Sozialfälle bei uns.
    • Daria Wild 31.07.2018 22:08
    • derEchteElch 31.07.2018 22:13
      Highlight Highlight @Daria; das sind Reisehinweise (Reseempfrhlungen) für Schweizer/-innen, die Lybien bereisen wollen und nicht irgendwelche Einschätzungen bezüglich Rückschaffung.

      Wäre dies so müsste man ALLE Lybier/-innen aus dem Land bergen, weil sie ja nicht sicher sind. Als Konsequenz hat man ein Land mit 0 Einwohnern und.. ohh, welch Wunder.. plötzlich all die Terroristen bei uns. Offenbar will das die Daria.
    • zettie94 31.07.2018 22:26
      Highlight Highlight Können wir den Elch mal für ein paar Wochen nach Lybien schicken? Mal schauen, ob er dann immer noch meint, das sei ein sicheres Land...
    Weitere Antworten anzeigen
  • ezclips 31.07.2018 21:06
    Highlight Highlight „Italien 2012 vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden“
    Die Rückführung an die nordafrikanische Küste wurde nur für Staatschiffe wie zB Frontex Schiffe verboten. Die Rechtslage für private Schiffe ist noch nicht eindeutig geklärt. Die ganze Situation ruft nach neuer Rechtsschöpfung, begründet aus der Perversion des Seenotrettungsrechts durch vorsätzlich herbei geführte Havarie.
    • Mutzli 31.07.2018 23:20
      Highlight Highlight Kommt noch zusätzlich die Aussagen der UN dazu: "The United Nations urged Libya to "take urgent action" to end the trade in enslaved people, a practice exposed by CNN's exclusive reporting that showed human slave auctions in the country."

      etc. pp. Könnte man noch ein Weilchen fortsetzen. Man kann das also getrost als bekannten und von der internationalen Gemeinschaft akzeptierten Fakt bezeichnen.
  • spaccatutto 31.07.2018 19:52
    Highlight Highlight Das Schiff bricht kein Tabu...es bricht Gesetze
    • derEchteElch 31.07.2018 21:25
      Highlight Highlight Nein, Seerecht.
    • FrancoL 31.07.2018 22:29
      Highlight Highlight @ELCH; Nein das Seerecht sieht die Evaluation in einen SICHERN Hafen vor und die Libyschen sind es nicht, auch wenn Du es zum x-ten mal behaupten magst.
    • Slavoj Žižek 31.07.2018 23:42
      Highlight Highlight FrancoL, dann wäre Tunesien der nächste.
    Weitere Antworten anzeigen

Warum FDP-Nationalrat Fluri zum Flüchtlingsretter wird

Der Bürgerliche Kurt Fluri will, dass die Schweiz das Seenotrettungsschiff «Aquarius» unter ihrer Flagge fahren lässt. Im Interview erklärt er, was er von den Anklagen gegen die Retter und den Schlepperei-Vorwürfen an die NGOs hält.

Die NGOs, welche auf dem Mittelmeer Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten wollen, stehen unter Druck. In Marseille stürmten am Freitag Rechtsextreme eines ihrer Büros. Die Schiffe der Seenotretter dürfen die Häfen Italiens und Maltas nicht mehr anlaufen. Italiens Innenminister Matteo Salvini, Chef der rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Lega, versucht die Seenotretter mit zahlreichen juristischen Verfahren an ihrer Tätigkeit zu hindern. 

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