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Seit Donnerstag rückt die «Libysche Nationalarmee» (LNA) von General Haftar auf Tripolis vor.
Seit Donnerstag rückt die «Libysche Nationalarmee» (LNA) von General Haftar auf Tripolis vor.Bild: EPA/EPA

Uno fordert sofortigen Stopp der Kämpfe in Libyen

09.04.2019, 04:32

Nach dem Luftangriff auf den einzig verbliebenen Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis hat Uno-Generalsekretär António Guterres die sofortige Einstellung aller Kampfhandlungen gefordert. Die Situation müsse deeskaliert werden, um einen umfassenden Konflikt zu verhindern, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric am Montag (Ortszeit) in New York.

Es gebe für den Konflikt keine militärische Lösung. Alle Parteien seien aufgefordert, «unverzüglich einen Dialog über eine politische Lösung aufzunehmen». Der Sonderbeauftragte des Generalsekretärs in Libyen sei bereit, diesen Dialog zu erleichtern. Guterres verurteilte darüber hinaus den Angriff auf den Flughafen und machte dafür die sogenannte Libysche Nationalarmee (LNA) von General Chalifa Haftar verantwortlich.

Uno-Generalsekretär António Guterres.
Uno-Generalsekretär António Guterres.Bild: AP/AP

Am Montag hatten Kampfjets den militärischen Teil des Flughafens Mitiga bombardiert. Der Flugbetrieb sei eingestellt und der Flughafen evakuiert worden, hiess es. Flüge würden bis auf Weiteres ins 200 Kilometer entfernte Misrata umgeleitet.

Seit Donnerstag rückt die «Libysche Nationalarmee» (LNA) von General Haftar auf Tripolis vor. Haftar gilt als mächtigster Gegenspieler von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch. Dessen Regierung der nationalen Einheit in Tripolis wird international anerkannt.

Das libysche Parlament hat seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2014 seinen Sitz im ostlibyschen Tobruk. Im Osten und Süden des Landes kontrolliert der mit dem Parlament verbundene General Haftar die grössten Gebiete, darunter auch zahlreiche Ölförderanlagen. Er bezeichnet seinen Vormarsch als «Anti-Terror-Kampf». (sda/dpa)

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