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Iran-Ticker: Medien: Iran beendet Verhandlungen

epa12872329 US President Donald Trump gestures as he responds to a question from the news media during a briefing on Iran from the White House in Washington, DC, USA, 06 April 2026. EPA/JIM LO SCALZO
US-Präsident Donald Trump an einer Pressekonferenz zur aktuellen Situation im Iran-Krieg. (6. April 2026).Bild: keystone
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Medien: Iran beendet Verhandlungen +++ Trump droht: «Ganze Zivilisation wird untergehen»

03.04.2026, 08:5307.04.2026, 17:26
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17:18
Medien: Iran hat Verhandlungen mit den USA abgebrochen
Die «New York Times» berichtete am Dienstagabend unter Berufung auf drei hochrangige iranische Beamte, dass der Iran angesichts der sich verschärfenden Lage im Nahen Osten alle Bemühungen um Friedensverhandlungen eingestellt habe. Das Regime habe den USA und Pakistan, das in dem Konflikt als Vermittler fungiert, mitgeteilt, dass es sich nicht länger an den Gesprächen über einen Waffenstillstand beteiligen werde.

Auch das «Wall Street Journal» berichtete darüber. Die Zeitung schreibt jedoch, dass nur direkte diplomatische Kontakte zu den USA abgebrochen worden sind. (hkl)
16:36
Vance: Alle halten sich an die Frist
US-Vizepräsident JD Vance hob hervor, dass die Angriffe keinem Abrücken von dem Ultimatum darstellten, dass US-Präsident Donald Trump Teheran gesetzt hatte. Trumps Frist werde von den USA und allen anderen eingehalten, betonte Vance. Die USA würden keine Energieanlagen oder Infrastruktur angreifen, bis der Iran einen für die USA akzeptablen Vorschlag für einen Ausweg aus der militärischen Eskalation mache - oder das unterlasse. Der Iran habe bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit Zeit. Er denke daher nicht, dass die berichteten Angriffe auf der Insel Charg eine Änderung der Strategie Trumps bedeuteten. (sda/dpa)

16:34
Netanjahu: Israels Luftwaffe greift Bahnstrecken im Iran an
Israels Luftwaffe hat nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Iran Eisenbahnstrecken und Brücken angegriffen.

Diese würden von den Revolutionsgarden genutzt und dafür «verwendet, Rohstoffe für Waffen, Waffen selbst sowie die operativen Kräfte zu transportieren, die uns, die USA und auch die Länder der Region angreifen – jene operativen Kräfte, die zugleich das iranische Volk unterdrücken», sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Die Vorwürfe lassen sich nicht unabhängig überprüfen.



Netanjahu sagte ferner, man zerschlage den iranischen Machtapparat «mit zunehmend wachsender Kraft». Die israelischen Attacken zielten nicht darauf ab, das iranische Volk anzugreifen, bekräftigte der Regierungschef. «Im Gegenteil – sie sollen das Schreckensregime schwächen und zerschlagen, das sie seit 47 Jahren unterdrückt.»

Zur Lage in der Region nach mehr als fünf Wochen Krieg sagte er: «Das ist nicht mehr derselbe Iran, und es ist auch nicht mehr dasselbe Israel. Wir verändern das Kräfteverhältnis grundlegend.» (sda/dpa)
16:23
Katar warnt vor Kontrollverlust im Iran-Krieg
Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg hat Katar eindringlich vor einem Kontrollverlust in der Region gewarnt. Man stehe unmittelbar vor einem Punkt, an dem die Gewaltspirale nicht mehr zu stoppen sei.

Das sagte Katars Aussenamtssprecher Madschid al-Ansari in der Hauptstadt Doha. «Wir haben seit 2023 davor gewarnt, dass eine ungebremste Eskalation uns in eine Situation führen wird, die unkontrollierbar ist. Wir sind diesem Punkt nun sehr nahe.» Er forderte alle beteiligten Parteien auf, den Krieg zu beenden, bevor er vollständig eskaliere.



Al-Ansari verurteile die andauernden Angriffe Irans auf die Golfstaaten. «Die Eingriffe Irans in unsere Souveränität sind in keiner Weise zu rechtfertigen», sagte er. «In diesem Krieg gibt es keine Gewinner, sondern nur Verlierer», betonte der Sprecher. Der Kreis der Betroffenen vergrössere sich durch die wirtschaftlichen Auswirkungen jeden Tag. (sda/dpa)
14:58
Israel: Haben weitere wichtige Brücke im Libanon zerstört
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben eine weitere strategisch wichtige Brücke über den Litani-Fluss im Süden des Libanons zerstört.

Die israelische Armee warf der Hisbollah-Miliz vor, darüber Waffen in den Süden des Landes geschmuggelt zu haben. Der Angriff fand demnach bereits am Montag statt.

Nach israelischen Militärangaben wurden in den vergangenen Wochen sieben Brücken und Übergänge im Süden des Landes zerstört. Sie gehören zur zivilen Infrastruktur des Landes und verbinden den Süden mit dem restlichen Teil des Landes.

Libanesische Sicherheitskreise bestätigten, dass bisher sieben wichtige Brücke durch israelische Angriffe zerstört wurden. Zugangs- und Transportwege zum Süden seien damit erheblich eingeschränkt. (sda/dpa)
14:15
Trump: «Ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen»
Stunden vor Ende seines Ultimatums richtet US-Präsident Donald Trump noch einmal eine harsche Drohung an den Iran. «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Er wolle nicht, dass das passiere, aber es werde wahrscheinlich dazu kommen.

Trump bekräftigte in seinem Post allerdings auch seine bekannte Darstellung, dass im Iran bereits «Regime Change» stattgefunden habe - und man es nun mit anderen, «klügeren und weniger radikalisierten» Personen zu tun habe. Vielleicht könne «etwas revolutionär Wunderbares geschehen», schrieb er - und schob hinterher: «WER WEISS DAS SCHON?»



Man werde es heute Nacht erfahren. Trump, der dafür bekannt ist, nicht mit Superlativen zu sparen, sprach von einem der «wichtigsten Momente in der langen und komplexen Geschichte der Welt». Er betonte, dass Jahrzehnte der Erpressung, Korruption und des Todes - herbeigeführt durch den Iran - zu Ende gehen würden. «Gott segne die grossartigen Menschen des Irans!».

Bereits am Vortag hatte er einerseits von guten Verhandlungen mit dem Iran gesprochen und dem Land andererseits mit einer militärischen Eskalation gedroht, sollte es nicht einlenken. Für diesen Fall drohte Trump mit einer schnellen Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke. Er sagte, die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine «völlige Zerstörung» herbeiführen. «Das ganze Land kann in einer Nacht ausgelöscht werden, und das könnte schon morgen Nacht sein.» Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der Strasse von Hormus gesetzt hat, läuft nach Schweizer Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab. (sda/dpa)
13:48
USA stecken hinter Angriffen auf Charg
Wie die Nachrichtenagentur Axios schreibt, stecken die USA hinter den Angriffen auf Charg. Es sollen Militärziele angegriffen worden sein. Quelle der Information sollen hochrangige US-Regierungsvertreter sein.

Der Sender NBC News berichtete ebenfalls gestützt auf einen US-Beamten, dass es Luftangriffe entlang der Nordseite der für den iranischen Ölexport zentralen Insel gegeben habe, jedoch keinerlei Bodeneinsatz. Die Angriffe richteten sich demnach gegen Militärbunker und Lagerstätten, Luftabwehrsysteme und andere militärische Einrichtungen, nicht aber gegen Irans Öl. (sda/dpa)
13:27
Iran meldet landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur
Der Iran hat landesweite Angriffe auf seine Verkehrsinfrastruktur gemeldet. Neben der Bombardierung einer Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Autobahnen Ziel von Luftangriffen.

Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. In der Provinz Ost-Aserbaidschan etwa sei eine Autobahn nach Einschlägen von Geschossen gesperrt worden. Das Krisenmanagement der Provinz forderte die Bevölkerung auf, nicht notwendige Reisen bis auf weiteres zu unterlassen.

In derselben Provinz sei ausserdem eine Autobahnbrücke auf der Strecke zwischen der Millionenstadt Tabris und der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Sandschan attackiert worden, berichtete die Zeitung «Etemad».

Nahe der Pilgerstadt Ghom südlich von Teheran meldeten iranische Medien unterdessen einen Angriff auf eine Brücke an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

Die staatliche und englischsprachige Zeitung «Tehran Times» meldete Angriffe auf das Schienennetz in Karadsch, einer Millionenstadt westlich von Teheran. (sda/dpa)
13:12
Drohnenangriffe in Kurdenregion im Nordirak
Im Norden des Iraks ist es zu Drohnenangriffen gekommen. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, sei dabei ein Kämpfer der Kurdenmiliz Peschmerga und seine Frau getötet worden.

Das schrieb der Ministerpräsident der Kurdenregion, Masrur Barsani, auf der Plattform X. Er verurteile den Angriff aufs Schärfste. Nach Angaben des Gouverneurs war Erbil seit Montagabend Ziel von mindestens zehn Drohnenangriffen. Zum Ursprung der Drohnen gab es zunächst keine Angaben.

Ziele in der Region Kurdistan stehen immer wieder unter Beschuss durch den Iran und ihm nahestehende schiitische Milizen im Irak. Teheran betrachtet die autonome Region Kurdistan als Verbündeten des Westens und Israels auf irakischem Boden. In Erbil befindet sich ein multinational genutzter Stützpunkt, auf dem Soldaten der USA und auch der Bundeswehr stationiert sind. Auch dieser stand schon unter Beschuss. (sda/dpa)
13:11
Mindestens 18 Tote bei Luftangriffen in iranischer Provinz
Nahe der iranischen Hauptstadt Teheran sind in einer angrenzenden Provinz mindestens 18 Menschen bei Luftangriffen getötet worden. Weitere 24 Bewohner der Provinz Albors seien bei den israelisch-amerikanischen Attacken verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die Bombardierungen trafen Wohngebiete, wie der Vizegouverneur in Albors erklärte. Rettungskräfte seien rund um die Uhr im Einsatz. (sda/dpa)
12:39
Explosionen auf Insel Charg gemeldet
Der Iran hat neue Explosionen auf der Insel Charg im Persischen Golf gemeldet. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde angegriffen.

Dort hatte das US-Militär bereits Mitte März Luftangriffe ausgeführt. Details zu den möglichen Zielen waren zunächst nicht bekannt.

Im Persischen Golf südlich des iranischen Festlands liegen mehrere Inseln von strategischer Bedeutung für die Führung in Teheran. Sie spielen auch wirtschaftlich eine wichtige Rolle. Die iranische Insel Charg etwa ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Ein grosser Teil der Ölproduktion wird von dort verschifft. Im Iran-Irak-Krieg (1980–1988) war Charg wegen seiner strategischen Bedeutung wiederholt Ziel von Angriffen. (sda/dpa)


10:47
Flughafen im Westen Irans Ziel von Angriffen
Im Westen Irans ist ein Flughafen Ziel von Luftangriffen geworden. In der Stadt Chorramabad sei der Flughafen bombardiert worden.

Das berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Lorestan. Bei dem Angriff gab es seinen Worten zufolge keine Todesopfer. Das Ausmass der Schäden blieb unklar. Seit mehr als fünf Wochen führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran. (sda/dpa)
10:29
Saudi-Arabien wehrt erneut Angriffe ab
Saudi-Arabien hat erneut Angriffe aus dem Iran abgewehrt. In den letzten Stunden seien 18 Drohnen abgeschossen worden. Das teilte das Verteidigungsministerium am Morgen (Ortszeit) mit. Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

Die King Fahd Brücke, eine wichtige Verbindung zwischen Saudi-Arabien und Bahrain, war offiziellen Angaben zufolge wegen Angriffsdrohungen stundenlang geschlossen, wurde am Morgen aber wieder geöffnet. (sda/dpa)
9:55
Bericht: Drei Kinder bei Luftangriff nahe Teheran getötet
Bei einem Luftangriff nahe der iranischen Hauptstadt Teheran sind einem Bericht zufolge drei Kinder ums Leben gekommen. Bei der Attacke am frühen Morgen sei ein Wohnhaus in der Pendlerstadt Pardis getroffen worden.

Das berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Mehr. Insgesamt seien aus den Trümmern bislang sechs Leichen geborgen worden. Seit mehr als fünf Wochen nun führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran.

Augenzeugen in Teheran berichteten ebenfalls von schweren Bombardierungen in der vergangenen Nacht. In Pardis östlich der Millionenmetropole wurden in den vergangenen 15 Jahren riesige Neubausiedlungen für Teherans wachsende Bevölkerung errichtet. Viele Menschen in der Mittelschicht erwarben dort in den Hochhäusern Eigentum, oft in der Hoffnung auf erschwinglichen Wohnraum und einen sozialen Aufstieg am Rand der Hauptstadt.

Nutzer in den sozialen Medien berichteten über mehrere Raketeneinschläge in Pardis, davon mutmasslich auch mit bunkerbrechenden Bomben. «Fenster und Häuser haben gezittert», zitierte der bekannte Netzaktivist Vahid auf seinem Telegram-Kanal einen Bewohner aus der Stadt. (sda/dpa)
9:10
Iran greift Grossraum Tel Aviv erneut mit Streumunition an
Bei einem neuen Raketenangriff auf den Grossraum Tel Aviv hat der Iran nach israelischen Militärangaben erneut international geächtete Streumunition eingesetzt. Am Morgen heulten auch im Stadtzentrum der Küstenmetropole die Warnsirenen, die Bürger liefen in Schutzräume. Es waren dumpfe Explosionen zu hören.

Der israelische TV-Sender berichtete, es habe etwa zehn Einschlagsorte gegeben. Dabei sei Sachschaden an Gebäuden und Fahrzeugen verursacht worden. Berichte zu Verletzten gab es zunächst nicht. Auch die Hafenstadt Eilat an der Südspitze Israels wurde nach Medienberichten mit Streumunition angegriffen.

Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über einem grossen Gebiet. Die kleinen Geschosse können von der israelischen Luftabwehr kaum abgefangen werden.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte die iranischen Angriffe mit Streumunition auf israelische Bevölkerungszentren zuletzt verurteilt. Diese könnten auch Kriegsverbrechen darstellen, hiess es in dem Bericht. (sda/dpa)
8:50
UN-Chef warnt vor Angriffen auf Irans zivile Infrastruktur
UN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und Israel aufgefordert, Irans Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur nicht anzugreifen. Solche Angriffe würden gegen internationales Recht verstossen, sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York. «Selbst, wenn bestimmte zivile Infrastruktur als militärisches Ziel eingestuft werden könnte, würde das humanitäre Völkerrecht Angriffe darauf dennoch verbieten», wenn «übermässige» Schäden für Zivilisten zu erwarten seien. Es sei «höchste Zeit, dass die Parteien diesen Konflikt beenden», sagte Guterres laut dem Sprecher. (sda/dpa)

8:13
Angriffe auf Schienennetz? Israel warnt Iraner
Das israelische Militär hat die Bevölkerung im Iran davor gewarnt, mit dem Zug zu reisen oder sich in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. Wer sich dort aufhalte, gefährde sein Leben, hiess es in einem auf Farsi formulierten Post auf der Plattform X. Die Warnung gelte ab sofort bis 21.00 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ).

Hintergrund sind die Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Angriffen auf Infrastruktur, die auch zivil genutzt wird oder zivilen Nutzen hat. Er hat dem Iran ein Ultimatum gestellt, die für den Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus zu öffnen, das kommende Nacht ausläuft. Derzeit ist keine Einigung in Sicht.

Israel und die USA führen seit dem 28. Februar gemeinsam Krieg gegen den Iran. Der Iran reagiert mit ständigen Raketenangriffen auf Israel sowie zahlreiche andere Länder der Region. (sda/dpa)
3:25
Pentagon sagt kurzfristig Pressekonferenz ab
Das Pentagon hat kurzfristig eine für Dienstag anberaumte Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine abgesagt. Aus einer Mitteilung an Pressevertreter ging nicht hervor, warum die Einladung für die um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) angekündigte Veranstaltung zurückgezogen wurde.

Nach deutscher Zeit läuft in der Nacht zum Mittwoch um 2.00 Uhr die Frist von US-Präsident Donald Trump für den Iran zur Öffnung der Strasse von Hormus ab. Der Republikaner hatte erst am Montag gedroht, nach Ende der Frist binnen weniger Stunden dann alle Brücken und Kraftwerke in dem Land zerstören zu wollen. Trump sagte zugleich, man wolle nicht, dass das passiert.

Die Meerenge ist für den globalen Öl- und Gashandel von enormer Bedeutung. Wegen des Krieges ist die Strasse von Hormus aber faktisch fast vollständig blockiert, das hat dramatische Folgen für die Ölpreise. (sda/dpa)

20:33
«Habe Putin oft gesagt: NATO ist ein Papiertiger»
Der US-Präsident hält weiter an seiner Meinung fest, dass die NATO ein «Papiertiger» sei. Dieses Faktum habe er auch oft dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mitgeteilt. Es habe sich auch im Verlauf des Iran-Krieges gezeigt: «Ich bin hingegangen und habe nett gefragt, ob jemand helfen möchte, und niemand wollte helfen.»

Auch nicht-NATO-Staaten hätten die Hilfe verweigert, so etwa Südkorea und Australien.
20:28
«Wir sollten Gebühren für die Durchfahrt bei Hormus erheben»
Ein Journalist fragt Trump, was er von der Idee halte, dass der Iran Gebühren für die Durchfahrt der Strasse von Hormus erheben könne. Trump: «Das sollte wir eigentlich tun. Es wäre mir lieber, wenn wir die Gebühren erheben.» Schliesslich hätten die USA diesen Krieg gewonnen, darum sollten die Vereinigten Staaten als Sieger auch die Früchte des Sieges geniessen können.
20:16
«Sie haben bis morgen um 11 Uhr Zeit»
Zu seinem Ultimatum gefragt, sagt Trump: «Ich habe ihnen bis morgen um 11 Uhr Zeit gegeben. Sie haben bis 11 Uhr Zeit. Dann nehme ich ihre Brücken, ihre Kraftwerke ... Steinzeit.» Nach Schweizer Zeit läuft die Frist um 2 Uhr in der Nach auf Mittwoch ab.
20:13
Keine Infos zu Waffenstillstand und Hormus
Auf eine Frage bezüglich eines Waffenstillstandes mit dem iranischen Regime will Präsident Trump keine Auskunft geben. Er könne jedoch sagen: «Wir haben gesprächsbereite Personen auf der anderen Seite. Sie würden gerne einen Deal machen.»

Auch zur immer noch geschlossenen Strasse von Hormus gibt es keine neuen Informationen.
20:11
«Israel wäre vernichtet worden»
Der israelische Staat wäre mittlerweile «total vernichtet» worden, hätte er Obamas «schrecklichen» Deal nicht auf legale Weise beendet, so Trump. Man hätte ja gesehen, wie viele Raketen der Iran auf Israel – und auf umliegende arabische Länder – geschickt habe.
19:59
Trump: Iraner sind bereit, zu leiden
Laut Präsident Trump sei das iranische Volk dazu bereit, zu leiden: «Sie sagen bitte, bitte bombardieren sie weiter.» Eine Journalistin hatte gefragt, weshalb er damit gedroht habe, die iranische (zivile) Infrastruktur zu zerstören.

Die Iraner seien ein grossartiges Volk, aber sie hätten eine sehr schlimme Zeit hinter sich. Damit spielt der Präsident auf die iranischen Proteste anfangs Jahr an, bei dem tausende Demonstranten vom Regime getötet wurden.
19:45
Airforce-General: Flugzeug bei Rettungsaktion abgeschossen
Jetzt spricht auch General John Caine von der US Airforce. Auch er beschreibt die Rettungsaktion, allerdings von einem «militärischeren» Standpunkt als der Präsident. Man sei mit mehreren Schwadrons von Helikoptern und Flugzeugen gleichzeitig in den iranischen Luftraum eingedrungen. Dabei sei eine A-10 «Warthog» abgeschossen worden. Wenn man dieses Flugzeug kenne, wisse man aber: «Die A-10 hat nur eine Mission – sie soll das Feuer für die eigentlichen Rettungsflugzeuge auf sich ziehen.»

Die beiden Besatzungsmitglieder der abgeschossenen F-15 hätten nur so lange durchhalten können, weil sie wussten, dass sie sich auf die amerikanischen Kräfte verlassen konnten, um sie zu retten: «Wir lassen niemanden zurück.» Dies widerspiegelt, dass für US-Truppen der Grundsatz gelte, dass der Mensch wichtiger sei, als die Hardware. Seine Rede beendet der General mit einem Gruss an den geretteten Offizier: «Gute Arbeit, willkommen zu Hause.»
19:39
«Nicht ohne Trump möglich»
Minister Hegseth bekräftigte, dass die Rettungsmission ohne den «eisernen Willen» und die schnelle Entscheidungskraft des Präsidenten nicht möglich gewesen wäre. Er habe das Militär mit «endloser» Stärke unterstützt, wie es noch nie ein Präsident getan habe. Sein Slogen «Frieden durch Stärke» sei eben nicht nur ein Slogan, sonder der Weg, wie Trump tatsächlich sei.

Nun habe der Iran eine Wahl, und er müsse sich rasch entscheiden. Man könne ja Soleimani, Khamenei, oder Maduro fragen.
  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region. Der Krieg dauert an.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Gespräche zwischen Iran und den USA brachten bisher keine Lösung, beide Seiten liegen weit auseinander.
  • Die USA verfolgen unterschiedliche Kriegsziele – von Zerstörung des Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel – und schliessen auch den Einsatz von Bodentruppen nicht aus.
  • Im Fokus steht die Strasse von Hormus: Iran hat den wichtigen Seeweg teilweise blockiert, was den Ölpreis stark steigen liess und den Welthandel belastet.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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669 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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Die US-Regierung – zwischen Willkür, Krieg und Wahnsinn
Der US-Präsident droht dem Iran mit den schärfsten Konsequenzen – und sein engstes Umfeld beweist, dass die Stimme der Vernunft im Weissen Haus längst verstummt ist.
Heute Nacht um 2.00 Uhr läuft Donald Trumps Frist ab. Sollte der Iran bis zu diesem Zeitpunkt die Strasse von Hormus nicht freigeben, will er das Land «zurück in die Steinzeit» bomben. Im letzten Post auf seiner Plattform Truth Social schrieb er gar: «Heute Nacht wird eine ganze Zivilisation untergehen, um nie wieder zurückzukehren. Ich möchte nicht, dass das geschieht, aber es wird wohl so kommen.»
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