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Iran-Ticker: Ölpreis sackt deutlich ab +++ Weitere Angriffe auf Israel

Pro-government demonstrators chant slogans as they hold Iranian flags and a poster of the Supreme Leader Ayatollah Mojtaba Khamenei in a gathering after announcement of a two-week ceasefire in the war ...
Regimeanhänger feiern in Teheran die Waffenruhe mit den USA und Israel.Bild: keystone
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Trump: «Es wird viel Geld verdient werden» ++ Kritik an Netanjahu

03.04.2026, 08:5308.04.2026, 09:18
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9:05
Israels Oppositionsführer: «Netanjahu hat politisch versagt»
Israels Oppositionsführer hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nach der angekündigten Waffenruhe im Iran-Krieg vorgeworfen, gescheitert zu sein.

«Netanjahu hat politisch versagt, strategisch versagt und kein einziges der Ziele erreicht, die er sich selbst gesetzt hatte», schrieb Jair Lapid am Morgen auf der Plattform X. «In unserer gesamten Geschichte hat es noch nie eine solche politische Katastrophe gegeben.»


Weiter schrieb er: «Israel sass nicht einmal mit am Tisch, als Entscheidungen getroffen wurden, die den Kern unserer nationalen Sicherheit betreffen». Netanjahu sei arrogant und nachlässig gewesen und habe nicht strategisch geplant, warf Lapid Israels Regierungschef vor. Es werde Jahre dauern, «den politischen und strategischen Schaden zu beheben».

Als Ziel im Iran-Krieg hatte Netanjahu unter anderem die Zerschlagung des iranischen Raketen- und Atomprogramms genannt.

Laut jüngsten Meinungsumfragen könnte die Opposition bei der kommenden Parlamentswahl im Oktober knapp die absolute Mehrheit im Parlament gewinnen - ohne dabei auf arabische Parteien angewiesen zu sein. Das Spektrum der israelischen Oppositionsparteien reicht von rechts bis links und schliesst auch Repräsentanten der arabischen Minderheit ein. Lapids Partei Jesch Atid ist Umfragen zufolge allerdings nicht mehr die stärkste Kraft in der Opposition. (sda/dpa)
9:03
Starmer zu Waffenruhe: «Moment der Erleichterung»
Der britische Premierminister Keir Starmer spricht nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Strasse von Hormus von einem «Moment der Erleichterung». «Zusammen mit unseren Partnern müssen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um diese Waffenruhe zu unterstützen und aufrechtzuerhalten», schrieb Starmer in einem X-Beitrag. Die temporäre Waffenruhe müsse nun in ein «dauerhaftes Abkommen» übergehen.

Der britische Premier wird noch am Mittwoch in die Golfregion reisen, wie die Downing Street der Nachrichtenagentur PA zufolge ankündigte. Dort werde Starmer mit Staats- und Regierungschefs der Verbündeten in der Region über diplomatische Bemühungen zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe sprechen. Dabei soll es demnach auch um «konkrete Massnahmen» zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Strasse von Hormus gehen. (sda/dpa)


7:17
Schweizer Börse mit Kurssprung erwartet – Waffenruhe im Iran
Erleichterung an den Aktienmärkten weltweit: Der Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Entsprechend euphorisch sind die Reaktionen an den Börsen. Der SMI wird am Mittwochorgen beim Broker IG um 3,2 Prozent höher gestellt.


Die Märkte in Ostasien haben nach der angekündigten Waffenruhe bereits mit kräftigen Kursgewinnen reagiert. So kletterte der Nikkei in Japan um fast 5 Prozent, der südkoreanische Kospi rangierte zeitweise um rund 6 Prozent im Plus. Auch in Europa zeigt sich in allen vorbörslichen Indikationen die nun schlagartig zurückgekehrte Zuversicht. Der deutsche Dax wird um 4,7 Prozent höher erwartet, ähnlich sieht es in Frankreich oder Grossbritannien aus.

Bei den Währungen legte der Euro kräftig zu und übersprang in der Nacht klar über die Schwelle von 1,16 US-Dollar. Am Morgen wurden 1,1677 Dollar bezahlt. Der Dollar gab auch zum Franken leicht nach und kostete noch 0,7898 nach 0,7993 am Vorabend. Das Euro bewegte sich zur Schweizer Währung mit zuletzt 0,9224 Franken kaum .

Auch beim Ölpreis zeigt sich klare Entspannung, denn der Iran kündigte ebenfalls die Öffnung der Strasse von Hormus im Rahmen der Waffenruhe an. Entsprechend sackten die Preise ab. Für ein Fass der Sorte Brent (159 Liter) wurden am Morgen nur noch 94,67 Dollar bezahlt, die Sorte WTI brach auf 95,60 Dollar ein - das sind 13 bis 15 Prozent weniger als am Vortag.
7:15
Trump: Es wird viel Geld verdient werden
Donald Trump rechnet nach der Einigung mit dem Iran auf eine Waffenruhe und der Öffnung der Strasse von Hormus mit einem grossen wirtschaftlichen Gewinn. «Es wird viel Geld verdient werden», frohlockte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. «Ein grosser Tag für den Weltfrieden!», schrieb er. «Der Iran will es, er hat genug! Und alle anderen auch!» Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus helfen. «Es wird viele positive Massnahmen geben!»

Der Iran und die USA hatten sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von Trump auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Meerenge geeinigt. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb in einer Erklärung, der Schiffsverkehr werde dort wieder ermöglicht.

Nachdem die USA und Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen hatten, hatte Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht.

Der Iran könne jetzt mit dem Wiederaufbauprozess beginnen, schrieb Trump. Die USA würden vor Ort bleiben, um sicherzustellen, «dass alles gut geht». Er sei zuversichtlich. «Genau wie wir es in den USA erleben, könnte dies das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens sein!!!», schloss Trump seinen Jubel-Post.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif lud Delegationen der USA und des Irans für weitere Gespräche am Freitag in die Hauptstadt Islamabad ein, wo sie über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln sollen. (sda/dpa)


5:57
Libanon: Israel widerspricht Pakistans Premierminister
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hat nach der Verkündung der Waffenruhe erklärt, dass diese auch den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon einschliesse. Wenige Stunden nach dieser Äusserung dementierte das Büro von Benjamin Netanjahu diese Darstellung jedoch in einer Mitteilung. Die Waffenruhe schliesse Libanon nicht ein. (con)
5:42
Jubel über Waffenruhe von Regierungsanhängern in Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind nach Verkündung der Feuerpause zahlreiche Menschen auf die Strassen geströmt. Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich Regierungsanhänger mitten in der Nacht, wie der iranische Sender SNN TV berichtete. US-Präsident Donald Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt, sagte der Reporter des Senders, der den paramilitärischen Basidsch-Milizen nahesteht.

Regierungsanhänger jubelten über die kurz zuvor verkündete Waffenruhe mit den USA. Eine Frau sagte dem Sender: «Dass unsere Position in der Strasse von Hormus gefestigt wurde, bedeutet den Sieg Irans. Das ist unsere Vergeltung gegenüber jemandem, der behauptete, die grösste und fortschrittlichste Armee der Welt zu haben», sagte sie mit Blick auf Trump. (sda/dpa)

5:36
Australiens Premier: Waffenruhe ist «positive Nachricht»
Australiens Premierminister Anthony Albanese hat die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie die geplante Wiederöffnung der Strasse von Hormus begrüsst. Die Entwicklungen könnten zu einem dauerhaften Ende des Konflikts beitragen, der rund 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung beeinträchtigt und die Treibstoffpreise stark steigen liess.

«Das sind positive Nachrichten. Wir haben seit einiger Zeit zu einer Deeskalation aufgerufen», sagte Albanese dem Sender Sky News. «Wir sehen bereits erhebliche Auswirkungen eines Krieges, der auf der anderen Seite der Welt stattfindet – hier in Australien wie für Menschen weltweit.»

Hoffnung auf dauerhafte Deeskalation

Der Regierungschef fügte hinzu: «Das ist sehr positiv, und wir hoffen, dass es zu einer dauerhaften Deeskalation und einem Ende des Konflikts führt sowie zu einer Lösung, die es der Welt ermöglicht, wieder nach vorn zu schauen.»

Australien hatte zuletzt angesichts steigender Energiepreise vorübergehend die Kraftstoffsteuer halbiert und Benzin aus Notreserven freigegeben. Das Land gilt als besonders anfällig für globale Lieferstörungen, weil es einen Grossteil seines Treibstoffs importiert und nur über relativ geringe strategische Reserven verfügt. (sda/dpa)


Anthony Albanese.
3:25
Ölpreise brechen nach Waffenruhe-Ankündigung ein
Nach der Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg haben die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sackte rasant um rund 16 Prozent auf circa 92 US-Dollar (rund 79 Euro) – der niedrigste Wert seit Mitte März. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fiel der Preisrückgang mit Auslieferung im Mai ähnlich aus. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.


(sda/dpa/con)
2:38
Pentagon kündigt Pressekonferenz mit Hegseth an
Das Pentagon hat kurzfristig eine Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine am heutigen Mittwoch angekündigt. Die beiden wollen um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) vor die Presse treten. (sda/dpa)


Pete Hegseth und Dan Caine.
2:10
Weiter Angriffe auf Israel und Kuwait
Wie die New York Times berichtet, kam es seit der Verkündung der Waffenruhe zu mindestens zwei weiteren Angriffen auf Israel, wo der Luftalarm ausgelöst wurde. Auch Golfstaat Kuwait meldete, dass das Luftverteidigungssystem Raketen und Drohnen entdeckt und abgeschossen habe.
2:08
Iran: Verhandlungen wurden von Chamenei beaufsichtigt
Laut dem Nationalen Sicherheitsrat des Irans wurden die aktuellen Verhandlungen, bei denen neben Pakistan auch Saudi-Arabien und Ägypten als Vermittler fungierten, von Ayatollah Modtschtaba Chamenei beaufsichtigt und die Einigung ebenso von diesem abgesegnet. Ob das stimmt, ist unklar. Chamenei hat sich seit der Ernennung zum Nachfolger seines getöteten Vaters nicht öffentlich gezeigt, er soll verletzt sein. Zuletzt kursierten gar Berichte, wonach er nicht bei Bewusstsein sein soll.

Der Sicherheitsrat des Irans schrieb in einer Stellungnahme zudem, dass das Land beim Scheitern der Verhandlungen nicht zögern werde, die Kämpfe wieder aufzunehmen. «Unsere Finger liegen am Abzug, und wenn der Feind auch nur den kleinsten Fehler macht, werden wir mit aller Härte reagieren», so die Aussage. (con)
1:59
Pakistan: Waffenruhe zwischen USA und Iran ab sofort
Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschliesslich im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X.

Sharif lud Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts aushandeln sollen.

Beide Seiten hätten in den Gesprächen «bemerkenswerte Weisheit und Verständnis» bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt. Irans Nachbarland Pakistan hatte im Krieg zwischen Vertretern aus Washington und Teheran vermittelt. (sda/dpa)

1:31
Iranischer Aussenminister bestätigt Bedingungen
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat die von US-Präsident Donald Trump genannten Eckpunkte des Waffenstillstands bestätigt. In einer Stellungnahme gab Araghtschi an, dass man dem pakistanischen Vorschlag einer zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt habe und die Angriffe auf den Iran eingestellt würden. Der Iran werde ebenfalls auf «Defensivoperationen» verzichten. Zudem werde sein Land für zwei Wochen die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus gewährleisten. (con)
1:19
Iran stellt Einigung als grossen Sieg dar
Der Iran stellt die Einigung mit Trump ebenfalls als eigenen Triumph dar. Man habe die USA gezwungen, den eigenen 10-Punkte-Plan zu akzeptieren, war in einer Stellungnahme des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Landes zu lesen. (con)
0:58
Israel stimmt laut Bericht ebenfalls Waffenruhe zu
Israel hat laut CNN ebenfalls einer vorübergehenden Waffenruhe zugestimmt, wie der US-Nachrichtensender unter Berufung auf einen Beamten des Weissen Hauses berichtet.

Dieser sagte auch, dass die USA weiterhin Angriffe auf zivile Infrastruktur des Irans zu verüben bereit seien, sollte das Land die Strasse von Hormus nicht tatsächlich freigeben.

Israel habe sich zudem bereit erklärt, ebenfalls auf Bombardierungen zu verzichten, solange die aktuellen Verhandlungen laufen. (con)
0:54
Trump spricht von langfristigem Frieden
Nachdem er sich in den vergangenen zwei Tagen mehrfach mit eskalierender Rhetorik selbst übertraf, schlägt Donald Trump nun ganz andere Töne an. In seiner Stellungnahme zur zweiwöchigen Waffenruhe mit dem Iran spricht der US-Präsident von «weit fortgeschrittenen Verhandlungen zu einem endgültigen Abkommen über einen langfristigen Frieden» mit dem Iran.

Den 10-Punkte-Plan mit Bedingungen, den der Iran den USA kürzlich zugestellt hatte und den Trump zunächst öffentlich als ungenügend bezeichnete, nannte er nun eine «tragfähige Verhandlungsgrundlage». Die meisten Streitpunkte zwischen den USA und dem Iran seien geklärt. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll ein endgültiges Abkommen ausgearbeitet und abgeschlossen werden.

Der US-Präsident behauptete auch erneut, dass die militärischen Ziele im Iran «erreicht und übertroffen» seien. Zudem sei es ihm eine Ehre, zu verkünden, dass «das langjährige Problem im Nahen Osten kurz vor einer Lösung» stehe. (con)

0:43
Waffenstillstand für zwei Wochen vereinbart
Die Verhandlungen zur Abwendung einer grossen Eskalation im Iran-Krieg sind erfolgreich: US-Präsident Donald Trump hat in der Nacht auf Dienstag (Schweizer Zeit) erklärt, dass er einer zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt habe. Eine Bedingung sei, dass der Iran in dieser Zeit die Strasse von Hormus für Schiffe öffne. Der US-Präsident schrieb auf seiner Plattform Truth Social:

«Nach Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir aus Pakistan, in denen sie mich baten, die heute Abend geplante Zerstörungskraft gegen den Iran zurückzuhalten, und unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran der VOLLSTÄNDIGEN, SOFORTIGEN und SICHEREN ÖFFNUNG der Strasse von Hormus zustimmt, stimme ich zu, die Bombardierungen und Angriffe auf den Iran für zwei Wochen auszusetzen. Dies wird ein beidseitiger Waffenstillstand sein!»

(con)
0:28
Iranischer Botschafter in Pakistan bestätigt Fortschritte
Die totale Eskalation im Iran-Krieg könnte doch noch abgewendet werden: Der iranische Botschafter in Pakistan, welches als Vermittler agiert, bestätigt Berichte über Fortschritte in den Verhandlungen. Auf X schreibt Reza Amiri Moghadam, dass man gerade einen «Schritt vorwärts von einer kritischen, heiklen Phase» gemacht habe. (con)
22:25
Pakistan: Friedensverhandlung könnte bald zu Ergebnissen kommen
Die Friedensverhandlungen im Iran-Krieg machen nach Angaben des Vermittlers Pakistan Fortschritte. Die diplomatischen Bemühungen schritten «stetig, entschlossen und kraftvoll voran und könnten in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen führen», teilte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif auf X mit. Er bitte daher US-Präsident Donald Trump eindringlich darum, sein Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern.

Das Ultimatum, mit dem Trump den «Untergang einer ganzen Zivilisation androhte», soll nach Schweizer Zeit um 2.00 Uhr morgens in der Nacht zu Mittwoch auslaufen. Der Sender Fox News zitierte Trump mit den Worten, die USA befänden sich in «hitzigen Verhandlungen.»

An den Iran richtete der pakistanische Premierminister die Bitte, die Strasse von Hormus als Geste des guten Willens für zwei Wochen zu öffnen. Ausserdem forderte er einen Waffenstillstand. Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei zwischen Washington und Teheran.

Aus den USA hiess es: «Der Präsident wurde über den Vorschlag informiert, und es wird eine Antwort folgen», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, dem Portal «Axios». (sda/dpa)

21:35
Papst: Drohung gegen iranisches Volk «wirklich inakzeptabel»
Papst Leo XIV. hat angesichts des Iran-Kriegs jüngste Drohungen gegen das iranische Volk als inakzeptabel bezeichnet. «Wie wir alle wissen, gab es heute auch diese Drohung gegen das gesamte Volk des Irans, und das ist wirklich nicht akzeptabel», sagte das Oberhaupt von etwa 1,4 Milliarden Katholiken vor Journalisten vor seiner Residenz in Castel Gandolfo bei Rom.

Leo sagte, dies sei eine Frage des Völkerrechts, aber vielmehr auch eine moralische Frage. «Ich möchte alle einladen, wirklich im Herzen an die vielen Unschuldigen zu denken, an die vielen Kinder, viele ältere Menschen, völlig Unschuldige», sagte der Pontifex weiter. Sie seien alle Opfer des Krieges.

Leo - der erste US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri - nannte zwar den US-Präsidenten Donald Trump nicht beim Namen. Er dürfte sich jedoch auf dessen jüngste harsche Drohungen gegen den Iran bezogen haben. Trump schrieb wenige Stunden zuvor auf seiner Plattform Truth Social: «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren.»

Angesichts der militärischen Eskalation mahnte er in seinen Ausführungen vor Reportern erneut eine diplomatische Lösung des Konflikts an: «Kehren wir an den Verhandlungstisch zurück. Sprechen wir miteinander. Suchen wir auf friedliche Weise nach Lösungen.» Er fügte hinzu: «Wir sind ein Volk, das den Frieden liebt, und es gibt einen grossen Bedarf an Frieden in der Welt.» (sda/dpa)

21:05
USA melden iranischen Hackerangriff auf Infrastruktur
Hacker mit Verbindungen zum Iran führen laut der US-Behörde für IT-Sicherheit Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur der Vereinigten Staaten durch. Die Gruppen griffen gezielt Industrieanlagen an, die über das Internet erreichbar seien, teilte die zuständige Behörde CISA mit. Demnach sind unter anderem Regierungsbehörden sowie Anlagen der Wasserversorgung und des Energiesektors betroffen.

In der Folge würden auf Bedienoberflächen häufig falsche Daten angezeigt. Es komme zu Störungen und finanziellen Schäden. Nähere Angaben zum Ausmass waren zunächst nicht bekannt. (sda/dpa)
19:47
Iran droht mit Angriff auf israelische Gasfelder
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden droht mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin. Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt. Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst auf X: «3.30 Uhr Teheraner Zeit (2.00 MEZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!» (sda/dpa)
18:48
Iran: Internet-Blackout bis Kriegsende
Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani hat einen freien Zugang der Bevölkerung zum globalen Internet vorerst ausgeschlossen. Sie sagte im staatlichen Fernsehen Irib, die Regierung verfolge zwar das Ziel eines freien Internetzugangs, aber im Krieg gelten andere Überlegungen.

Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die 90 Millionen Iraner haben bis auf Ausnahmen seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

Als Folge der Sperre ist der Onlinehandel nahezu vollständig zusammengebrochen. Hunderttausende Unternehmen sind betroffen. Viele Händler sind auf soziale Netzwerke wie Instagram angewiesen, um Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. (sda/dpa)
18:34
Schweizer Aktien mit deutlichen Verlusten vor Trump-Ultimatum
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einer volatilen Sitzung klar im Minus geschlossen. Überschattet wurde das Marktgeschehen vom Ultimatum von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg, das er im Tagesverlauf mit weiteren drastischen Drohungen untermalte.

Der Schweizer Leitindex SMI schloss am Dienstag um 1,48 Prozent im Minus auf 12'790,35 Punkten, nachdem er am Vormittag noch auf ein Tageshoch von 13'067 Punkten geklettert war. Auch die anderen Börsenplätze zeigten sich tiefrot: So sank der deutsche Dax um 1,1 Prozent und der britische FTSE 100 gab um 0,8 Prozent nach. Die US-Börsen notierten am Abend ebenfalls klar im Minus.

Noch immer seien die Risiken des Nahost-Krieges für die globale Konjunktur, insbesondere im Hinblick auf steigende Energiepreise und Lieferkettenstörungen, nur zum Teil eingepreist, sagte ein Marktbeobachter. Negative Signale kamen am Nachmittag zusätzlich von schwachen US-Konjunkturdaten.

Für verstärkten Abwärtsdruck am Schweizer Markt sorgten nicht zuletzt die schwachen Pharmawerte Novartis (-2,8 Prozent) und Roche (-2,1 Prozent). Die schlechte Stimmung im Pharmasektor führten Händler auf die neuen Ankündigungen der US-Regierung zu neuen Pharma-Zöllen zurück. Besser hielten sich Versicherungswerte wie Swiss Life (-0,1 Prozent) oder Swiss Re, die unverändert schlossen. (awp/sda)
18:29
Iran: Millionen Menschen bereit zum Kriegsdienst
Rund 14,4 Millionen Iraner sollen sich nach Angaben von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf für einen freiwilligen Kriegsdienst registriert haben. Ghalibaf veröffentlichte die Zahl auf der Plattform X. Die Aktion trägt den Namen «Leben opfern». Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.



Laut dem staatlichen Sender Irib sollen die Freiwilligen im Konflikt mit den USA und Israel zusätzlich zu Revolutionsgarden und Armee eingesetzt werden. Zudem seien Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.

Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte Aufnahmen von einer Menschenkette auf der Sefid-Brücke in der Stadt Ahwas im Südwesten, die Ziel von Angriffen werden könnte.

Zu den Registrierten sollen Irib zufolge auch Präsident Massud Peseschkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören. Auch der derzeit einflussreiche Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat sich registrieren lassen.

Insbesondere nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump sei die hohe Zahl der Freiwilligen ein Zeichen nationaler Einheit und Verteidigungsbereitschaft, so der Irib-Bericht. Trump verlangt vom Iran, die Blockade der für den globalen Energiehandel wichtigen Strasse von Hormus aufzuheben. Andernfalls droht Trump mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken. (sda/dpa)
18:28
Russland und China stimmen gegen UN-Resolution zur Strasse von Hormus
Ein Resolutionsentwurf zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus ist im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Zwar stimmten nach Angaben aus dem Rat 11 Mitglieder für den von Bahrain eingebrachten Text, doch verhinderten Russland und China mit ihren Gegenstimmen als Vetomächte die Annahme. Zwei weitere Mitglieder enthielten sich.

In dem Entwurf wurden betroffene Staaten dazu aufgefordert, ihre defensiven Massnahmen zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, wie es von Diplomaten hiess. Zudem sollte der Iran seine Angriffe auf Handels- und Frachtschiffe einstellen.

Um den Resolutionstext war tagelang im Hintergrund gerungen worden. In einer vorangegangenen Version des Dokuments wurde etwa explizit auf Kapitel 7 der Charta der Vereinten Nationen verwiesen, das dem Sicherheitsrat die Befugnis einräumt, Massnahmen von Sanktionen bis zu militärischer Gewalt zu ergreifen. Dagegen hätten sich etwa die Vertreter Russlands und Chinas gewehrt, hiess es. Bahrain zeigte sich nach der Abstimmung enttäuscht. Der Sicherheitsrat habe es versäumt, «seiner Verantwortung gerecht zu werden» angesichts eines «illegalen Verhaltens, das entschlossenes Handeln erfordert». Bahrain warnte zudem, Untätigkeit werde «die Glaubwürdigkeit des Sicherheitsrats untergraben» und weitere Verstösse begünstigen.

Der US-Vertreter warf Iran vor, die Weltwirtschaft «mit vorgehaltener Waffe» als Geisel zu halten. «Nun, Kolleginnen und Kollegen, das könnte Irans letzter Akt sein. Wir werden sehen.» (sda/dpa)
17:18
Medien: Iran hat Verhandlungen mit den USA abgebrochen
Nach den heftigen Drohungen von Präsident Donald Trump hat der Iran Medienberichten zufolge den Kontakt mit der US-Seite abgebrochen. Der Iran habe seine «direkte Kommunikation» mit den USA unterbrochen, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Beamte im Nahen Osten. Der Schritt verkompliziere die Bemühungen um eine Einigung, Gespräche über Vermittler liefen aber weiter.

Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf hochrangige iranische Beamte, Teheran habe seine «Verhandlungsbemühungen mit den USA» eingestellt.

Kontakte über Vermittler sollen weiterlaufen

Eine iranische Regierungssprecherin teilte mit, dass es über die Vermittlerstaaten weiterhin einen Austausch gebe, der jedoch bislang zu keinem Durchbruch geführt habe. «Die Sprache der Herabwürdigung und Beleidigung blockiert derzeit den Weg zu jeder Verständigung und einer möglichen Einigung», sagte sie im Staatsfernsehen Irib. (sda/dpa)
16:36
Vance: Alle halten sich an die Frist
US-Vizepräsident JD Vance hob hervor, dass die Angriffe keinem Abrücken von dem Ultimatum darstellten, dass US-Präsident Donald Trump Teheran gesetzt hatte. Trumps Frist werde von den USA und allen anderen eingehalten, betonte Vance. Die USA würden keine Energieanlagen oder Infrastruktur angreifen, bis der Iran einen für die USA akzeptablen Vorschlag für einen Ausweg aus der militärischen Eskalation mache - oder das unterlasse. Der Iran habe bis Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit Zeit. Er denke daher nicht, dass die berichteten Angriffe auf der Insel Charg eine Änderung der Strategie Trumps bedeuteten. (sda/dpa)

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region. Der Krieg dauert an.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Gespräche zwischen Iran und den USA brachten bisher keine Lösung, beide Seiten liegen weit auseinander.
  • Die USA verfolgen unterschiedliche Kriegsziele – von Zerstörung des Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel – und schliessen auch den Einsatz von Bodentruppen nicht aus.
  • Im Fokus steht die Strasse von Hormus: Iran hat den wichtigen Seeweg teilweise blockiert, was den Ölpreis stark steigen liess und den Welthandel belastet.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
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669 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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IEA-Chef warnt wegen Iran-Krieg vor «schwarzem April» bei Ölversorgung
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat angesichts des Iran-Kriegs und der weitgehend blockierten Strasse von Hormus vor einer Zuspitzung der Probleme bei der Ölversorgung gewarnt. «Man muss sich bewusst sein, dass der März zwar sehr schwierig war, der April aber noch viel schlimmer werden wird», sagte Birol in Paris der Zeitung «Le Figaro». Denn die Golfstaaten förderten nur noch etwas mehr als die Hälfte der vor dem Krieg geförderten Ölmenge, und Erdgas werde gar nicht mehr exportiert.
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