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Iran-Ticker: Explosionen am Persischen Golf

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Explosionen am Persischen Golf +++ Iran: US-Verhandlungsvorschlag wird weiter geprüft

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
04.05.2026, 06:1107.05.2026, 21:13
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21:10
Iranische Medien melden Explosionen am Persischen Golf
Inmitten militärischer Spannungen mit den USA haben iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas an der Südküste seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die genaue Ursache dafür sei jedoch unklar.

Auch in den sozialen Medien meldeten Bewohner aus den Küstengebieten Explosionen. Auf der Insel Gheschm etwa seien Explosionsgeräusche und Lichter über dem Meer beobachtet worden, berichtete der bekannte Netzaktivist Vahid unter Berufung auf lokale Einwohner. (sda/dpa)
20:30
Iran: US-Verhandlungsvorschlag wird weiter geprüft
Irans Regierung prüft nach eigenen Angaben weiter einen Verhandlungsvorschlag aus den USA. Teheran habe Washington noch nicht geantwortet, sagte Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Sobald die Beratungen abgeschlossen seien, werde das Ergebnis über Pakistan als Vermittler an die USA kommuniziert.

Derzeit wartet das Weisse Haus auf eine Reaktion Irans auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten. Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Strasse von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Atomverhandlungen geschaffen werden.

US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung erreicht werden könnte. Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran «in Grund und Boden zu bombardieren», sagte er in einem Interview. (sda/dpa)
21:34
Trump: Iran hat Verzicht auf Atomwaffen zugesagt
Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump zugesichert, keine Atomwaffen zu besitzen. «Iran darf keine Atomwaffe haben (...) und sie haben dem zugestimmt», sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten zugestimmt – welche das sein sollen, liess der Republikaner offen.

Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai hatte zuvor Berichte als überzogen zurückgewiesen, wonach beide Kriegsparteien kurz vor einem Abschluss eines Abkommens stünden. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft und die Antwort an den Vermittler Pakistan übermittelt, sagte er der iranischen Nachrichtenagentur Isna. (sda/dpa)
21:14
Trump sieht Iran-Deal kurz bevorstehen
US-Präsident Donald Trump sieht die USA nach eigenen Worten kurz vor einer Einigung mit dem Iran zur Beendigung des Konflikts. Man sei «sehr nah dran», sagte Trump dem US-Sender PBS laut Transkript eines Telefoninterviews. Eine Einigung könne möglicherweise noch vor seiner für kommende Woche geplanten China-Reise zustande kommen. Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran «in Grund und Boden zu bombardieren», sagte Trump.

Trump bestätigte in dem Interview auch mehrere Punkte einer möglichen Vereinbarung, über die zuvor bereits übereinstimmend das «Wall Street Journal», der Sender CNN und das Nachrichtenportal «Axios» berichtet hatten. Dieses sieht demnach vor, dass der Iran sein hochangereichertes Uran an die USA übergeben soll. Auf die Frage, ob das Material möglicherweise in die USA gebracht werden solle, antwortete Trump: «Nein, nicht vielleicht. Es geht in die Vereinigten Staaten.»

Zudem bestätigte Trump, dass Iran im Rahmen der Vereinbarung zusichern solle, keine unterirdischen Nuklearanlagen zu betreiben. Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf einen iranischen Vertreter, dass ein langjähriges Moratorium für iranische Urananreicherung vorgesehen sei. Danach dürfte der Iran laut einem Vorschlag möglicherweise Uran wieder bis auf 3,67 Prozent Reinheit anreichern. Laut Trump hingegen ist Letzteres nicht Teil der Vereinbarung. (sda/dpa)
19:46
US-Militär: Haben Tanker unter iranischer Flagge angegriffen
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen unter iranischer Flagge fahrenden, unbeladenen Öltanker angegriffen und ausser Gefecht gesetzt. Von einem US-Kampfflugzeug seien am Morgen (Ortszeit Washington) mehrere Schüsse auf das Schiff abgefeuert worden, nachdem es Warnungen der USA, dass es die US-Seeblockade verletze, ignoriert habe, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.



Der Tanker habe internationale Gewässer passiert und sich in Richtung eines iranischen Hafens am Golf von Oman bewegt, hiess es. «Die US-Blockade gegen Schiffe, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen, bleibt in vollem Umfang in Kraft», betonte das US-Militär. (sda/dpa)
19:43
Israel greift erstmals seit Waffenruhe in Beiruter Vorort an
Erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor drei Wochen hat die israelische Luftwaffe wieder in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Ziel sei ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libansischen Hisbollah-Miliz gewesen, hiess es in einer Mitteilung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. Man habe ihn dabei «eliminieren» wollen.

Anwohner in Beirut berichteten von lauten Explosionen. Auf den Strassen in den Vororten und darüber hinaus brach Augenzeugen zufolge Panik aus. Viele Autos warteten am Strassenrand, anstatt ihren Weg fortzusetzen. Bewohner aus den südlichen Vororten flohen. «Als wir die Explosionen gehört haben, sind wir die Treppen hinuntergerannt und geflohen», sagte ein Anwohner der Deutschen Presse-Agentur.



«Die Radwan-Kämpfer unter seiner Führung waren verantwortlich für Beschuss israelischer Ortschaften und Angriffe auf israelische Soldaten», hiess es weiter in der Mitteilung. «Kein Terrorist geniesst Immunität – die lange Hand Israels wird jeden Feind und Mörder erreichen.» Ziel sei es, die Sicherheit der Einwohner Nordisraels zu gewährleisten.

Obwohl offiziell eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel gilt, kommt es weiterhin täglich zu gegenseitigen Angriffen. Seit Anfang März hatte sich der Konflikt im Zuge der regionalen Eskalation erneut deutlich verschärft, nachdem Raketen aus dem Libanon abgefeuert worden waren. Israel reagierte darauf mit Luftangriffen und Bodeneinsätzen im Südlibanon, begleitet von schweren Gefechten im Grenzgebiet. (sda/dpa)
19:42
Netanjahu: Ziel bleibt Entfernung von Irans Uranvorräten
Vor dem Hintergrund von Berichten über eine mögliche Einigung zwischen den USA und dem Iran hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont, oberstes Ziel bleibe die vollständige Entfernung des hoch angereicherten Urans aus dem Iran sowie der Abbau seiner Anreicherungskapazitäten. Dabei handele es sich um ein gemeinsames Ziel Israels und der USA, sagte Netanjahu zum Auftakt einer Sitzung des sogenannten Sicherheitskabinetts.

«Präsident (Donald) Trump ist der Ansicht, dass er dies auf die eine oder andere Weise erreichen kann», sagte Netanjahu ferner. Israel sei jedoch gleichzeitig «auf jedes Szenario vorbereitet», und dies sei auch seine Anweisung an die israelische Armee. «Israel ist stärker denn je, Iran und seine Stellvertreter sind schwächer denn je», bekräftigte der Regierungschef.

Gleichzeitig dementierte er Medienberichte, denen zufolge Israel von der möglicherweise bevorstehenden Einigung der USA mit dem Iran überrascht worden sei. «Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Freunden in den Vereinigten Staaten». Er selbst spreche «fast täglich» mit Trump. (sda/dpa)

16:06
Iran prüft US-Verhandlungsvorschlag
Inmitten neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump prüft der Iran einen neuen US-Verhandlungsvorschlag.

Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte der iranischen Nachrichtenagentur Isna, nach Prüfung des Vorschlages werde der Iran seine Position dazu an den Vermittlerstaat Pakistan übermitteln. Über Inhalte des Vorschlages machte Baghai demnach keine Angaben.



Indes wies Baghai einen US-Medienbericht der Nachrichtenwebseite «Axios» über einen möglicherweise bevorstehendes Abkommen zwischen den Kriegsparteien als überzogen zurück. «Axios» hatte unter Berufung auf US-Quellen berichtet, ein einseitiges Dokument zur kurzfristigen Beilegung des Krieges sei kurz vor dem gemeinsamen Abschluss. (sda/dpa)
14:42
Trump lockt mit Kriegsende
US-Präsident Donald Trump hat ein mögliches Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt, Teheran aber auch mit heftigen Angriffen gedroht.

«Angenommen, der Iran erklärt sich bereit, das Vereinbarte zu erfüllen – was vielleicht eine gewagte Annahme ist –, dann wird die bereits legendäre Epic Fury ein Ende finden, und die äusserst wirksame Blockade wird es ermöglichen, dass die Strasse von Hormus FÜR ALLE OFFEN ist, einschliesslich des Irans»
, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Die US-Regierung hatte ihrem Anfang Februar gemeinsam mit Israel begonnenen Krieg gegen den Iran den Namen «Gewaltiger Zorn» («Epic Fury») gegeben.

Falls Teheran sich nicht auf eine Vereinbarung einlasse, «beginnen die Bombardements, und diese werden leider ein weitaus grösseres Ausmass und eine weitaus grössere Intensität haben als zuvor», drohte Trump. (sda/dpa)
7:38
Irans Aussenminister trifft Amtskollegen in China
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat inmitten der Spannungen mit den USA seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi getroffen. Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, tauschten sie sich in der Hauptstadt Peking aus. Staatliche iranische Medien bestätigten die Zusammenkunft.

Worüber die Minister sprachen, wurde zunächst nicht bekannt. Der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg, in dem aktuell eine Waffenruhe gilt, dürfte jedoch ein zentrales Thema gewesen sein. China und der Iran sind wirtschaftlich enge Partner, das Land gilt unter anderem als der grösste Abnehmer iranischen Öls. Peking hat das Vorgehen der USA gegen den Iran bereits mehrfach kritisiert.

Wang und Araghtschi trafen sich gut eine Woche vor einer geplanten China-Reise von US-Präsident Donald Trump. Washington hat den Besuch angekündigt, Peking bestätigte die Visite bislang nicht. (sda/dpa)
6:54
Iran kündigt Mechanismus für Transit durch Strasse von Hormus an
Der Iran will sich mit Hilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens die Kontrolle über die von ihm blockierte Strasse von Hormus sichern. Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren sollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer iranischen Behörde (Persian Gulf Strait Authority) und müssten den Vorgaben folgen, berichtete der staatliche Sender Press TV.

Unklar blieb zunächst, wie die Regeln aussehen und wie der Iran auf Verstösse reagieren könnte. Laut Press TV ist der Mechanismus in der Strasse von Hormus bereits in Betrieb.

Die iranischen Revolutionsgarden – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – hatten am Dienstag Schiffe davor gewarnt, die Meerenge über nicht genehmigte Routen zu passieren, sonst werde eine «entschlossene Reaktion» darauf folgen. Die einzige sichere Route sei die vom Iran zuvor angekündigte, berichtete die von den Revolutionsgarden als Sprachrohr genutzte Nachrichtenagentur Fars.

Die Persian Gulf Strait Authority wurde vom Iran eingerichtet, um den Schiffsverkehr in der Meerenge zu überwachen und zu regeln. Die für die Weltwirtschaft und insbesondere den Transport von Rohöl und Flüssiggas bedeutende Strasse von Hormus ist für Handelsschiffe derzeit weitestgehend blockiert. (sda/dpa)

1:20
Hormus: Trump will Einsatz für Blockade-Aufhebung aussetzen
US-Präsident Donald Trump will seine Initiative für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus «für kurze Zeit» aussetzen. Während des Stopps von «Projekt Freiheit» solle geprüft werden, ob ein Abkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Die US-Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, bleibe hingegen in vollem Umfang in Kraft. (sda/dpa)
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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt weiterhin. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin blockiert.
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