In der
iranischen Hauptstadt Teheran ist
iranischen Angaben zufolge eine weitere Hochschule bombardiert worden. Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen sei ein
Gebäude der Scharif-Universität getroffen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bereits in den vergangenen Tagen waren iranische Hochschulen attackiert worden.
Die Scharif-Universität für Technologie gilt als
eine der renommiertesten Hochschulen im Iran. Eine ihrer Absolventinnen, die Mathematikerin und spätere
Stanford-Professorin Maryam Mirzakhani, wurde 2014 mit der Fields-Medaille ausgezeichnet.
Die
Universität bestätigte die nächtlichen Angriffe auf ihrem Telegram-Kanal. Dabei wurde das
Rechenzentrum zerstört. Es wurde demnach von Professoren, Studierenden und Start-ups für die Speicherung von Daten, Onlinedienste und Rechenleistung sowie Simulationen genutzt.
Die Auswirkungen derartiger Angriffe auf das kollektive Bewusstsein der iranischen Gesellschaft würden unterschätzt, schrieb Shoura Hashemi, Geschäftsführerin von
Amnesty International in Österreich, auf X. «Egal, wo die Menschen politisch stehen, links, rechts, Mitte, säkular, religiös, was auch immer,
ALLE sind schockiert über die Angriffe auf Unis, die noch dazu Zentren des Widerstands sind», schrieb sie.
Universitätspräsident Massud Tadschrischi verurteilte den Luftangriff scharf.
«Die Scharif-Universität ist eine wissenschaftliche Einrichtung, deren Aufgabe im Bereich der Kultur und Verbreitung von Wissen liegt», zitierte ihn die Staatsagentur. Todesopfer habe es nicht gegeben.
Irans Erstem
Vizepräsidenten Mohammed-Resa Aref zufolge kamen bei der Attacke
bunkerbrechende Bomben zum Einsatz. Dies sei ein
«Symbol für den Wahnsinn und die Unwissenheit» von US-Präsident Donald Trump. «Er versteht nicht, dass das Wissen Irans nicht im Beton liegt», zitierten ihn iranische Medien.
«Der eigentliche Schutzwall ist der Wille unserer Professoren.»
(sda/dpa)
