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Iran-Ticker: US-Delegation um JD Vance zu Gesprächen mit Iran gelandet

President Donald Trump speaks with reporters in the James Brady Press Briefing Room at the White House, Monday, April 6, 2026, in Washington. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
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Verkündete am Dienstagabend eine Waffenruhe: Donald Trump.Bild: keystone
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JD Vance zu Gesprächen mit Iran gelandet + UN-Chef: USA und Iran sollen Chance nutzen

09.04.2026, 13:0111.04.2026, 08:37
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10:34
Israel und Hisbollah beschiessen sich weiter gegenseitig
Das israelische Militär und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon beschiessen sich weiter gegenseitig. Im Libanon meldete die staatliche Nachrichtenagentur israelische Luftangriffe am frühen Morgen in der Region um Nabatija im Süden des Landes. Drei Menschen seien getötet worden, als ein Wohngebäude durch einen Angriff zerstört wurde. Auch in anderen Teilen des Südens kam es demnach weiter zu Angriffen. Ein israelischer Armeesprecher sagte, man prüfe die Berichte.

Israels Militär gab an, weiterhin Angriffe der Hisbollah zu vereiteln. Die israelische Armee veröffentlichte Videos von Angriffen auf Raketenabschussrampen der Hisbollah, die zerstört worden seien, sowie von Hisbollah-Kämpfern, die nach dem Abschuss von Raketen auf Israel beschossen worden seien. Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut Angriffe auf israelische Stellungen für sich.

Die Intensität der gegenseitigen Angriffe hat zuletzt nachgelassen. Vorausgegangen war dem eine grossangelegte Angriffswelle des israelischen Militärs im Libanon. Dabei wurden nach Behördenangaben mehr als 300 Menschen binnen weniger Minuten getötet. US-Präsident Donald Trump soll Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu daraufhin dazu gedrängt haben, die Angriffe zu reduzieren.

Das US-Aussenministerium wird in der kommenden Woche Gespräche zwischen dem Libanon und Israel ausrichten. Ziel sei die Verkündung einer Waffenruhe und der Beginn formeller Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter Vermittlung der USA, hiess es aus Beirut. Laut einem Bericht des US-Nachrichtenportals «Axios» ist Israel zwar zu Gesprächen mit dem Libanon bereit, nicht aber zu Verhandlungen über eine Feuerpause gegenüber der Hisbollah. (sda/dpa)
8:33
US-Delegation um JD Vance zu Gesprächen mit Iran gelandet
Die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance ist zu den Gesprächen über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg in Pakistan angekommen. Sie sei auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Islamabad gelandet und werde zum Hotel eskortiert, hiess es aus pakistanischen Sicherheitskreisen.



Pakistanischen Diplomatenkreisen zufolge sollen die Gespräche am Nachmittag Ortszeit (drei Stunden vor MESZ) beginnen. Zunächst treffen die Delegationen demnach separat auf die pakistanischen Vermittler, Premier Shehbaz Sharif und den obersten Militär, Feldmarschall Asim Munir. Anschliessend solle es direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und dem Team aus Teheran geben.

Die iranische Delegation war bereits zuvor in Islamabad eingetroffen und wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt. (sda/dpa)
4:25
Iraner seit 1000 Stunden vom Internet abgeschnitten
Die Iraner sind inzwischen seit 1000 Stunden vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Das teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks in der Nacht auf der Plattform X mit. Es handelt sich demnach um die bislang längste landesweite Internetsperre weltweit.

Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen.

Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X - also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind. (sda/dpa)
2:54
UN-Chef vor Gesprächen: USA und Iran sollten Chance nutzen
Kurz vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat UN-Generalsekretär António Guterres beide Kriegsparteien aufgefordert, sich ernsthaft um eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bemühen. Sie müssten die Gespräche in Pakistan als Chance nutzen, «um sich in gutem Glauben um eine dauerhafte und umfassende Einigung zu bemühen, mit dem Ziel, die Lage zu deeskalieren und eine Rückkehr zu Feindseligkeiten zu verhindern», sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric.

Die Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sollen heute beginnen. Die US-Delegation wird von Vizepräsident JD Vance angeführt. (sda/dpa)

1:07
Ringen um Waffenruhe im Libanon: Botschafter knüpfen ersten Kontakt
Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den israelischen Streitkräften und der Hisbollah-Miliz im Libanon haben die Botschafter beider Länder in den USA erste Kontakte zur Vorbereitung möglicher Gespräche über eine Waffenruhe geknüpft. Die libanesische Botschafterin in Washington und der israelische Botschafter loteten in einem Telefonat die Chancen für Verhandlungen aus, wie das Präsidialamt in Beirut mitteilte. Auch der US-Botschafter im Libanon war zugeschaltet.

Demnach wurde ein erstes Treffen am kommenden Dienstag im US-Aussenministerium vereinbart. Ziel sei die Verkündung einer Waffenruhe und der Beginn formeller Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter Vermittlung der USA, hiess es aus Beirut weiter. Das US-Aussenministerium bestätigte lediglich Verhandlungen über eine Waffenruhe in der kommenden Woche.

Laut einem Bericht des US-Nachrichtenportals Axios ist Israel zwar zu Gesprächen über einen Waffenstillstand mit dem Libanon bereit, nicht aber zu Verhandlungen über eine Feuerpause gegenüber der proiranischen Hisbollah.

Die Waffenruhe im Libanon ist ein Knackpunkt in den für heute geplanten Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Der Iran hat seine Teilnahme an den Verhandlungen an ein Ende der israelischen Angriffe auf die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon geknüpft. (sda/dpa)
22:48
Libanon drängt auf Waffenruhe im Konflikt mit Israel
Der libanesische Innenminister Ahmad Hajjar hat eine Waffenruhe als oberstes Ziel seines Landes bezeichnet. Man sei bereit, «alles zu tun», um Sicherheit und Stabilität zu erreichen.

Die Regierung setze dabei auf diplomatische Lösungen. Direkte Gespräche mit Israel seien jedoch nur bei bestehender Waffenruhe denkbar.

Für Dienstag sind unter Vermittlung der USA Gespräche zwischen beiden Seiten in Washington geplant. (mke)
22:40
Israel und Libanon planen für Dienstag Gespräche in Washington
Israel und Libanon wollen am Dienstag in Washington Gespräche über eine Waffenruhe im Konflikt mit der Hisbollah aufnehmen. Das teilte das Büro des libanesischen Präsidenten mit.

Die USA übernehmen die Vermittlung. Ziel ist eine Vereinbarung über eine Waffenruhe und der Start direkter Verhandlungen. (mke)
22:12
Pakistan spricht von «entscheidendem Moment» für Iran-Gespräche
Die Gespräche zwischen den USA und Iran in Islamabad könnten laut Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif ein «make or break»-Moment für den Konflikt sein.

Beide Delegationen werden am Samstag erwartet. Sharif bezeichnete das Treffen als wichtigen Schritt – auch für die gesamte muslimische Welt. (mke)

22:05
Iranische Delegation für Gespräche in Pakistan eingetroffen
Die iranische Verhandlungsdelegation ist laut Staatsmedien in Islamabad eingetroffen. Angeführt wird sie von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf.

Zur Delegation gehören unter anderem Aussenminister Abbas Araghchi sowie weitere hochrangige Vertreter aus Politik und Zentralbank. Die Gespräche mit den USA sollen am Wochenende stattfinden. (mke)
22:04
Vance auf dem Weg zu Iran-Gesprächen – Zwischenstopp in Paris
Das Flugzeug von US-Vizepräsident JD Vance ist auf dem Weg zu Verhandlungen in Pakistan planmässig in Paris gelandet. Der Zwischenstopp diente dem Auftanken.

Vance war rund acht Stunden unterwegs und zeigte sich vor Abflug optimistisch mit Blick auf die Gespräche mit Iran. (mke)

21:47
UK organisiert Treffen von 41 Staaten zur Öffnung der Hormus-Strasse
Grossbritannien will kommende Woche ein Treffen mit Vertretern von 41 Ländern leiten, um Lösungen für die Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu finden.

Ziel sei es, internationale Bemühungen besser zu koordinieren und einen Mechanismus für sicheren Schiffsverkehr zu schaffen, heisst es aus Regierungskreisen. (mke)
21:26
Iranische Regierungsflugzeuge auf dem Weg nach Islamabad
Zwei Flugzeuge mit Verbindungen zur iranischen Regierung sind laut Flugdaten auf dem Weg nach Islamabad. Dort sollen am Wochenende Gespräche zwischen den USA und Iran stattfinden.

Die Maschinen starteten nicht in Teheran, sondern in einer anderen Stadt – wohl wegen der jüngsten Angriffe auf den Hauptstadt-Flughafen. Eine offizielle Bestätigung der Ankunft gibt es bisher nicht. (mke)

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA geben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe, die auch die Öffnung der Strasse von Hormus beinhaltet. Die Waffenruhe ist bisher höchst fragil, insbesondere da es unterschiedliche Ansichten bezüglich des Einbezugs von Libanon in die Waffenruhe gibt.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

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716 Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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