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USA-Iran-Krieg: IAEA-Chef: Noch ein Stück Arbeit bis zu finalem Iran-Pakt

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JD Vance: «60-Tage-Verhandlungsfrist hat begonnen»

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
18.06.2026, 02:1618.06.2026, 18:43
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18:58
Wann reist Vance in die Schweiz?
US-Vizepräsident JD Vance lässt den genauen Zeitpunkt für seine Reise in die Schweiz für Gespräche mit dem Iran offen. Der Republikaner sagte in Washington: «Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiss nicht genau wann.» Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten. Das sei immer noch der Plan. «Aber das könnte sich ändern», schränkte Vance ein. Eigentlich war vorgesehen, dass die Gespräche an diesem Freitag stattfinden.

In dem von den USA und dem Iran unterzeichneten Rahmenabkommen wurde unter anderem eine Beendigung der Kampfhandlungen sowie die Öffnung der Strasse von Hormus vereinbart. Weitere Verhandlungen über strittige Punkte, etwa das iranische Atomprogramm, sollen in einem Zeitraum von 60 Tagen folgen. (sda/dpa)
18:40
Vance sagt: 60-Tage-Frist hat begonnen
Nach der Verkündung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung der Kämpfe hat US-Vizepräsident JD Vance den offiziellen Beginn der nächsten Verhandlungsphase verkündet. Die im Abkommen vorgesehene Frist von 60 Tagen habe «heute offiziell begonnen», sagte Vance am Donnerstag vor Journalisten im Weissen Haus.

In diesem Zeitraum sollen besonders strittige und bisher ungelöste Fragen ausgehandelt werden, die zunächst offengelassen wurden. Dazu gehören zentrale Fragen zum iranischen Atomprogramm und der Umgang mit den Beständen hoch angereicherten Urans. Die 60-Tage-Frist ist, wenn beide Seiten zustimmen, verlängerbar.

Das Rahmenabkommen trat nach Angaben des Vermittlerstaats Pakistan in der Nacht zum Donnerstag (Schweizer Zeit) nach erfolgter Unterzeichnung mit «sofortiger Wirkung» in Kraft. Vance sagte, es sei zwar bereits elektronisch unterzeichnet worden, wegen der Zeitverschiebung könne dies technisch gesehen erst am Donnerstag iranischer Zeit erfolgt sein. «Wir werden die 60-Tage-Uhr heute starten», sagte er. (sda/dpa)

13:28
IAEA-Chef: «Noch ein Stück Arbeit» bis zu finalem Iran-Pakt
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) nimmt nach Angaben ihres Chefs Rafael Grossi an den Verhandlungen über ein endgültiges US-Iran-Abkommen teil. Wie Grossi in Genf erklärte, müsse nun unter anderem geklärt werden, welche Anlagen im Iran die UN-Atomexperten seiner Behörde besuchen und inspizieren werden. «Es ist noch ein Stück Arbeit», sagte Grossi in einer Pressekonferenz in der Schweiz, wo nach der bereits erfolgten Unterzeichnung des Rahmenabkommens noch am Freitag weitere Gespräche beginnen könnten.

Nun sei die Zeit gekommen, um mit Vertretern der Vereinigten Staaten und des Irans konkrete weitere Schritte zu formulieren. Über Details wollte er sich vor Beginn dieser technischen Verhandlungen nicht äussern.

Die Vereinigten Staaten und der Iran haben nach wochenlangen Verhandlungen ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnet. Die Islamische Republik wiederholt darin ihre offizielle Position, niemals Atomwaffen zu produzieren. Die Verdünnung des hochangereicherten und beinahe atomwaffentauglichen Urans im Iran unter Aufsicht der IAEA wird als in dem Papier als Mindestmassnahme genannt.

Während der Ausarbeitung einer endgültigen Vereinbarung werde der Iran keine Veränderungen an seinem Atomprogramm vornehmen, heisst es in dem Rahmenabkommen. Ob die IAEA schon während der Verhandlungsphase vor Ort überprüfen wird, ob Teheran den Status quo beibehält und etwa keine kriegsbeschädigten Atomanlagen wieder aufbaut - auch dazu machte Grossi keine Angaben. «Ich will den Gesprächen nicht vorgreifen», sagte der argentinische Diplomat, der sich aktuell um den Posten des UN-Generalsekretärs bewirbt. (sda/dpa)

9:12
Bürgenstock-Treffen gemäss EDA weiterhin geplant
Die USA und der Iran haben ihr Abkommen bereits unterzeichnet. Dennoch soll das geplante Treffen auf dem Bürgenstock stattfinden, wie das EDA gegenüber den Zeitungen von CH Media sagt. «Gemäss aktuellem Stand ist nach wie vor vorgesehen, dass sich morgen die USA und der Iran sowie die Mediatoren Pakistan und Katar und andere involvierte Länder auf dem Bürgenstock zu ersten Verhandlungen über die Umsetzung des Abkommens treffen», so das EDA. Weitere Details gibt es bislang nicht.

2:19
Iran öffnet Strasse von Hormus
Teheran wird die Strasse von Hormus «unverzüglich wieder öffnen», und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben. Das gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Plattform X bekannt.
2:13
Vermittler Pakistan: Abkommen USA-Iran tritt sofort in Kraft
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran tritt laut dem Vermittlerstaat Pakistan nach erfolgter Unterzeichnung mit «sofortiger Wirkung» in Kraft.
1:17
Iran: Rahmenabkommen mit USA basiert auf «Diplomatie der Stärke»
Der iranische Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf hat die aktuelle Strategie Teherans gegenüber den USA als «Diplomatie der Stärke» bezeichnet – die laufenden Gespräche unterschieden sich grundlegend von den Verhandlungen 2015 in Wien. «Der entscheidende Unterschied liegt heute darin, dass die militärischen Erfolge des Landes uns aus einer Position der Stärke in die Verhandlungen gehen lassen», sagte Ghalibaf dem Staatssender Irib.

Nach jahrelangen harten Verhandlungen hatten sich die UN-Vetomächte, Deutschland und der Iran am 14. Juli 2015 in Wien auf ein Abkommen geeinigt, das Teheran vom Aufbau einer Atomstreitmacht abbringen sollte.

Der damalige oberste geistliche Führer des Landes Ali Chamenei hatte sich für eine «heroische Flexibilität» bei den Verhandlungen ausgesprochen, die Hardliner des Landes kritisierten das Abkommen als Kompromiss. US-Präsident Donald Trump hatte das Atom-Abkommen 2018 während seiner ersten Amtszeit einseitig aufgekündigt und scharfe Sanktionen verhängt, die den Iran seitdem in eine Wirtschaftskrise stürzten.

Gespräche als «Form des Widerstands»
Für «leere Rhetorik», Nachgiebigkeit oder Kompromisse gebe es diesmal keinen Raum, sagte Ghalibaf. Die Gespräche seien vielmehr «eine Form des Widerstands» nach den militärischen Siegen, die sowohl Gegner als auch Verbündete des Irans anerkannt hätten. (sda/dpa/con)


Mohammed Bagher Ghalibaf.
0:50
Keine Unterzeichnung in der Schweiz
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Kriegs ist nach Angaben aus Teheran von den Präsidenten beider Länder digital unterzeichnet worden. Das sagte der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghaei, Staatsmedien zufolge. Der Text sei fertiggestellt und das Abkommen damit offiziell in Kraft getreten. Es werde keine Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz geben.

Ein US-Beamter bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian das Abkommen unterzeichnet hätten. Auf welchem Weg blieb dabei unklar. «Axios»-Reporter Barak Ravid schrieb unter Berufung auf zwei US-Beamte ebenfalls auf der Plattform X, dass die Rahmenvereinbarung damit in Kraft sei. (sda/con)
0:25
Keller-Sutter zu Nahost-Deal: Schweiz geeignete Gastgeberin
Bundesrätin Karin Keller-Sutter sieht die Schweiz als geeignete Gastgeberin für die Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. Da die Schweiz nicht machtpolitisch agiere und keine versteckte Agenda habe, sei sie für solche Gelegenheiten geeignet.

«Dass die Schweiz Austragungsort sein kann, ist sicherlich nicht schlecht», sagte Keller-Sutter im Rundschau-Talk von SRF am Mittwoch. Die Schweiz habe seit vielen Jahren ein Schutzmachtmandat, was bedeutet, dass der Informationsaustausch zwischen den USA und dem Iran über die Schweiz läuft. Möglicherweise sei es in Zukunft möglich, weiterhin eine Rolle zu spielen und sich einzubringen.

Optimistisch, dass der Krieg bald vorbei sei, ist Keller-Sutter allerdings noch nicht. «Ich glaube, dass die Lage relativ verletzlich bleibt im Nahen Osten», sagte die Finanzministerin. Sie hoffe aber darauf, dass es schnell vorbei sei. Es sei auch eine Frage der Energieversorgung in der Schweiz und der Weltwirtschaft. «Der Krieg hat grossen Schaden angerichtet», so die 62-Jährige.

Für Freitag ist auf dem Bürgenstock im Kanton Nidwalden eine Zeremonie zur Unterzeichnung der Absichtserklärung geplant. Daran werden der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und der US-Vizepräsident JD Vance teilnehmen. Gemäss Angaben des US-Vizepräsidenten könnte auch US-Präsident Donald Trump anwesend sein. (sda)

1:12
Netanjahu: Israel vor Gefahr atomarer Auslöschung gerettet
Die Kriege gegen den Iran haben nach Darstellung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eine unmittelbar drohende Bewaffnung Teherans mit Nuklearwaffen verhindert. «Wir haben den Staat Israel vor der Bedrohung einer atomaren Auslöschung gerettet», sagte Netanjahu. Der Iran sei vor dem Krieg im Juni vergangenen Jahres in Richtung einer atomaren Aufrüstung «galoppiert».

Ohne die massiven Angriffe gemeinsam mit den USA «hätte der Iran schon Atombomben», sagte der israelische Regierungschef. Millionen von Israelis hätten sich in einem solchen Fall in tödlicher Gefahr befunden. Diese Bedrohung sei «um Jahre» aufgeschoben worden. Teheran hat immer wieder betont, keine Atomwaffen anzustreben, sein Nuklearprogramm diene nur zivilen Zwecken.

Netanjahu bekräftigte, er werde eine nukleare Aufrüstung Teherans niemals dulden. «Mit Abkommen oder ohne Abkommen – der Iran wird keine Atomwaffen haben», sagte er. «Solange ich Israels Ministerpräsident bin, wird dies nicht geschehen.» Der Kampf gegen den Iran und seine Verbündeten in der Region sei nicht abgeschlossen, erklärte er. Israels Armee werde in «Sicherheitszonen» im Gazastreifen, im Südlibanon und in Syrien bleiben, «solange wie nötig».

Netanjahu mit Trump «nicht immer einer Meinung»
Zu Berichten über Streit mit US-Präsident Donald Trump sagte Netanjahu, dass beide nicht immer einer Meinung seien. «Ich bin für Israels sicherheitspolitische Interessen verantwortlich», sagte er.

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges verständigt. Die Unterzeichnung ist für Freitag in der Schweiz geplant. Das Abkommen sieht unter anderem eine Verlängerung der Waffenruhe und die Wiederöffnung der Strasse von Hormus vor. Über den genauen Inhalt der Vereinbarung, die nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance bereits digital unterzeichnet wurde, ist aber vieles bislang nicht bekannt. «Wir wissen noch nicht, wie das Abkommen aussehen wird», sagte Netanjahu.

In Israel wurde die Einigung vor allem von der Opposition als Misserfolg und Kapitulation gegenüber dem Iran kritisiert. (sda/dpa)

1:10
Somaliland eröffnet Botschaft in Jerusalem
Somaliland hat ein halbes Jahr nach der Anerkennung durch Israel eine Botschaft in Jerusalem eröffnet. Bei der Einweihungszeremonie sprach der Präsident der Region in Ostafrika, Abdirahman Mohamed Abdullahi, von einer grossen Ehre. Es sei für ihn ein besonderer Moment, die weltweit erste diplomatische Vertretung Somalilands zu eröffnen.

Somaliland hatte 1991 seine Unabhängigkeit von Somalia erklärt, war jedoch lange Zeit international nicht anerkannt. Erst im Dezember vergangenen Jahres erkannte Israel die mehrheitlich muslimische Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat an. Mehrere Länder der Region verurteilten diesen Schritt. Die Regierung in Mogadischu lehnt die Anerkennung Somalilands durch Israel weiterhin entschieden ab.

Der Status Jerusalems ist völkerrechtlich umstritten. Israel betrachtet die gesamte Stadt als seine «ewige Hauptstadt», während die Palästinenser Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen palästinensischen Staates beanspruchen. Nach Angaben des israelischen Aussenministeriums handelt es sich um die achte diplomatische Vertretung, die in Jerusalem eröffnet wurde. (sda/dpa)
16:42
Von der Leyen: Kein einfaches Ende der Iran-Sanktionen
Die EU wird nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nicht ohne konkrete Gegenleistungen Sanktionen gegen den Iran lockern.

«Das Grundprinzip von Sanktionen ist, dass wir echte Veränderungen vor Ort sehen müssen, bevor wir über ihre Aufhebung nachdenken können», sagte sie kurz vor dem Beginn des G7-Treffens führender westlicher Demokratien in Évian-les-Bains in Frankreich.



Von der Leyen antwortete mit den Äusserungen auf die Frage, wie sie nach der Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Ende des Iran-Kriegs zu möglichen Sanktionsaufhebungen steht. Sie ergänzte, Sanktionen würden verhängt, um Verhaltensänderungen herbeizuführen. Wenn sich das Verhalten glaubwürdig und nachhaltig ändere, könnten sie aufgehoben werden. Umgekehrt gelte jedoch ebenfalls: «Solange es keine Verhaltensänderung gibt, können Sanktionen nicht aufgehoben werden.»

Von der Leyen erklärte dazu allerdings, dass die EU wegen Menschenrechtsverletzungen und wegen der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen Sanktionen gegen den Iran verhängt habe. Demnach könnten Wirtschaftssanktionen wegen iranischer Nuklearaktivitäten unabhängig von den Sanktionen wegen Menschenrechtsverletzungen aufgehoben werden.

Zu den Sanktionen, die der Iran seit Jahren gelockert sehen will, gehören diejenigen, die einen Verkauf von Rohöl, Ölprodukten und Erdgas in die EU unmöglich machen. Zudem sind aber auch zahlreiche andere Handelsbereiche sowie zahlreiche iranische Banken und der Verkehrssektor von weitreichenden Sanktionen betroffen. Sie wurden über einen Beschluss der Vereinten Nationen eingeführt, um den Bau einer iranischen Atombombe zu verhindern.

Hinzu kommen noch zahlreiche EU-Strafmassnahmen gegen iranische Organisationen und Personen, die Russlands Krieg gegen die Ukraine unterstützen und an schweren Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind. Sie wurden zuletzt immer wieder verschärft.

Grundsätzlich begrüssten von der Leyen und auch EU-Ratspräsident António Costa die Einigung der USA und des Irans auf ein Rahmenabkommen. Costa sagte, er hoffe, dass es den kostspieligen Krieg beende und die vollständige Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Strasse von Hormus ermöglichen werde. (sda/dpa)
16:14
Vance: Sprechen jetzt direkt mit dem Iran
Wenige Tage vor der erwarteten Unterzeichnung eines Rahmenabkommens mit dem Iran hat US-Vizepräsident JD Vance den direkten Draht zu Teheran betont.

«Wir sprechen jetzt direkt mit dem iranischen System. Wir haben dort einige gute Beziehungen, daher werden diese Verhandlungen erfolgreich sein», sagte er im Gespräch mit dem US-Sender CNBC. Washington und Teheran seien nicht mehr auf die Vermittlung durch Dritte angewiesen. In der Vergangenheit hatten etwa Pakistan und der Oman vermittelt.



Zum ersten Mal seit 1979 trafen im April hochrangige Vertreter aus dem Iran und den USA in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu Gesprächen direkt aufeinander. Die Länder unterhalten eigentlich keine diplomatischen Beziehungen miteinander.

Vance betonte weiter, dass die USA mittlerweile sowohl mit politischen als auch militärischen Vertretern des Iran zu tun hätten. «Wir gehen davon aus, dass bei den Verhandlungen am Freitag ein breites Spektrum an Vertretern anwesend sein wird», sagte er weiter. Vance behauptete, dass die USA «alle Karten» in der Hand hielten: «Wir müssen den Iranern nichts geben, wenn sie nicht die langfristigen Zusagen machen, die wir in Bezug auf das Atomprogramm erwarten.» (sda/dpa)
16:11
Trump: Schiffe bewegen sich aus Strasse von Hormus heraus
Nach der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu einem Rahmenabkommen im Krieg gibt es in der Strasse von Hormus nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits Bewegung.

Auf der Plattform Truth Social schrieb der Republikaner: «Schiffe, viele mit Öl beladen, beginnen, sich aus der Strasse von Hormus herauszubewegen.» Sie würden eine südliche Route nehmen, die «völlig sicher» sei. Es gebe weitere solche Bereiche in der Meerenge.

Trump hatte zunächst betont, dass die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden solle. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, hatte er auf Truth Social mitgeteilt. (sda/dpa)
15:44
Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon
Die Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen erstreckt sich nach Angaben der Hisbollah auch auf den Libanon.

Das geht aus einer Mitteilung der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz hervor. Die Verhandlungsführung der iranischen Seite wird darin überschwänglich gelobt.

Gleichzeitig heisst es, man halte fest an dem «legitimen und unveräusserlichen Recht des Libanon, sein Land, seine Menschen und Souveränität zu verteidigen, bis ein vollständiger Abzug erreicht ist und die Gefangenen zurückgekehrt sind».

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte allerdings angekündigt, die israelischen Truppen würden sich vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen. Über der libanesischen Hauptstadt Beirut kreisten am Montag erneut mutmasslich israelische Drohnen.

Mit Spannung wird erwartet, ob die USA und der Iran ihre Verbündeten zum Einhalten einer Waffenruhe bringen können. (sda/dpa)
14:42
Berichte: Teheran erwägt Gebühren für Schiffe nach 60 Tagen
Der Iran könnte Medienberichten zufolge im Rahmen eines möglichen Abkommens mit den USA nach einer Übergangsfrist Gebühren für die Durchfahrt der Strasse von Hormus verlangen. Nach einer 60-Tage-Frist, während der kostenlose Durchfahrten möglich seien, sehe der Iran vor, Gebühren zu erheben, hiess es unter anderem in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Medienberichte liessen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Der Iran hatte jedoch in der Vergangenheit mit dem Oman über einen Mechanismus zur Durchfahrt gesprochen und eine neue Behörde zur Regelung des Verkehrs dort eingerichtet.

Entsprechende Gebühren würden gegen internationales Seerecht verstossen. Die Berichte in iranischen Medien könnten auch zur Besänftigung der Hardliner-Fraktionen in der iranischen Politik gedacht sein. Diese hatten zuletzt gegen einen Verhandlungsfrieden protestiert. Zudem erlaubt dieser neuerliche Aspekt dem Iran, den Druck in weiteren Verhandlungen aufrecht zu halten. (sda/dpa)
14:24
Libanons Präsident: Iran-Abkommen muss Gewaltspirale beenden
Libanons Präsident Joseph Aoun zufolge enthält die Absichtserklärung über einen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran auch Passagen zu seinem Land. Die Menschen im Libanon erwarteten, dass diese Vereinbarungen in konkrete Schritte umgewandelt würden, um die Gewaltspirale zu beenden, mahnte der Staatschef in einem Statement.

In der bislang nicht öffentlich gemachten Absichtserklärung, die Teheran und Washington über Nacht angekündigt hatten, werde anerkannt, «dass die Stabilität und Sicherheit des Libanon einen untrennbaren Bestandteil jedes ernsthaften Bemühens darstellen, um die Stabilität in der Region zu festigen», schrieb Aoun.

Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon liefern sich seit einigen Monaten trotz einer Waffenruhe wieder Gefechte. Die israelische Armee ist tief auf libanesisches Gebiet eingedrungen und hat dort sowie in den südlichen Vororten Beiruts teils schwere Zerstörung angerichtet. Im Süden des Libanon mussten viele Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die Hisbollah schiesst immer wieder Raketen auf den Norden Israels. (sda/dpa)

11:35
Israels Verteidigungsminister: Bleiben im Südlibanon
Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen. Katz reagierte damit auf eine Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die am Freitag in Genf unterzeichnet werden soll. Israel rechnet damit, dass eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran auch mit einem Ende der Kämpfe gegen die libanesische Hisbollah-Miliz verknüpft wird.

Katz erklärte weiter, er sei sich mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einig, dass die israelische Armee ohne zeitliche Begrenzung in den «Sicherheitszonen» im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen verbleibe, um von dort aus die Grenze und die israelischen Gemeinden zu schützen.

Katz bezeichnete die «Sicherheitszonen» als die «grössten Errungenschaften» der Armee in diesem Krieg. Israel lehne einen Rückzug aus dem Libanon ab, trotz aller bestehenden und noch kommenden Druckversuche.

Katz warnte zudem, dass Israel mit «voller Wucht» zurückschlagen werde, sollte der Iran das Land wegen «der Ereignisse im Libanon» angreifen. (sda/dpa)

10:51
Stadt im Südlibanon: «Unter keinen Umständen» zurückkehren
Trotz des zwischen den USA und dem Iran verkündeten Rahmenabkommens besteht im Libanon weiter Sorge vor neuen israelischen Angriffen.

Die Stadt Nabatija rief Anwohner heute auf, wegen anhaltender Gefahr «unter keinen Umständen» in ihre Häuser zurückzukehren. «Wir verstehen das Ausmass Ihres Leidens vollkommen und sind zutiefst dankbar für Ihre Geduld und Ausdauer», hiess es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Israel setzte die Angriffe im Süden des Landes laut Augenzeugen und Berichten der Staatsagentur NNA auch nach Verkündung des vorläufigen Abkommens zwischen den USA und dem Iran fort. Von Israel gab es dazu zunächst keine Bestätigung. In der Gegend um Nabatija kommt es seit Wochen zu Kämpfen zwischen Israels Armee und der Hisbollah.

Autos beladen mit Matratzen

Menschen, die vor Angriffen im Süden in den Raum der Hauptstadt Beirut im Norden geflohen waren, machen sich trotz der anhaltenden Gefahr teils auf den Weg in ihre Heimat. Auf Schnellstrassen in südlicher Richtung waren laut Augenzeugen Autos zu sehen, die Matratzen und Gepäck geladen hatten.



Sicherheitskreise berichteten, dass die staatliche Armee einige Strassen blockierte, um die Bevölkerung aus Gebieten fernzuhalten, in denen neue Angriffe drohen könnten. (sda/dpa)
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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Modschtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. Seither scheiterten Verhandlungen, es kam kurzzeitig auch wieder zu Angriffen. Am 15. Juni 2026 kündigten die Parteien dann die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens an. Dieses soll in Kürze in Genf unterschrieben werden.
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