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Die Amtseinführung von Joe Biden

Liveticker

Biden im intensiven Austausch +++ Trump wollte Wahlergebnis vor Oberstes Gericht ziehen

Unter Führung des Demokraten Joe Biden meldet sich die Weltmacht Amerika zurück: Alle News über die ersten Tage des neuen US-Präsidenten hier live.



Liveticker: USA-Ticker 23.01.2020

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Team watson
21:49
US-Präsident Biden spricht mit französischem Staatschef Macron
Der neue US-Präsident Joe Biden hat bei einem Gespräch mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron für eine Stärkung der bilateralen Beziehungen geworben. Das Weisse Haus teilte am Sonntag mit, Biden wolle das transatlantische Verhältnis stärken, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und dem Verteidigungsbündnis Nato. Die USA und Frankreich seien sich zudem einig, bei Themen der Aussenpolitik, «darunter China, der Nahe Osten, Russland und die Sahelzone», zusammenzuarbeiten, hiess es.

Am Samstag hatte Biden mit dem britischen Premierminister Boris Johnson telefoniert. Zuvor hatte er bereits mit seinen Kollegen in Kanada und Mexiko gesprochen, den Nachbarländern der USA. Biden ist seit Mittwoch US-Präsident. (sda/dpa)
19:57
Biden geht an erstem Sonntag als Präsident in die Kirche
Donald Trump verbrachte seine Wochenenden als Präsident meist auf dem Golfplatz, sein Nachfolger Joe Biden ist am ersten Sonntag im Weissen Haus wie gewohnt in die Kirche gegangen. Die Autokolonne des Präsidenten quetschte sich durch die schmalen Strassen des Viertels Georgetown zur katholischen Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit. Sie hatte Biden auch schon oft in seiner Zeit als Vize von Präsident Barack Obama besucht.

Biden, der zweite Katholik im Weissen Haus nach John F Kennedy, betont stets, dass der Glaube ihm dabei geholfen habe, persönliche Tragödien wie den Tod seiner ersten Frau und deren Tochter bei einem Autounfall sowie den Verlust seines Sohnes Beau nach einer Krebserkrankung durchzustehen.

Auf dem Rückweg machte die Präsidentenkolonne für zehn Minuten halt, damit Bidens Sohn Hunter bestellte Bagel abholen konnte, wie den Präsidenten begleitende Journalisten berichteten. Das Café um die Ecke von der Kirche freute sich bei Twitter, dass das Weisse Haus wieder Bewohner habe, die schätzten, was Washington zu bieten habe – «angefangen mit Sesam-Bagels». (sda/dpa)
epa08962929 US President Joe Biden, waves as he leaves the Holy Trinity Catholic Church in the Georgetown neighborhood of Washington, DC, USA, 24 January 2021.  EPA/Oliver Contreras / POOL
16:07
Medien: Trump wollte auch über Justizministerium Wahlergebnis kippen
Auch nach dem Ende der Amtszeit von Donald Trump werden noch neue Details dazu bekannt, wie er das Ergebnis seiner verlorenen Präsidentenwahl kippen wollte. Trump habe in den letzten Wochen im Weissen Haus auch erwogen, mit einem neuen amtierenden Justizminister vor das Oberste Gericht der USA zu ziehen, berichteten am Wochenende die «New York Times», die «Washington Post» und das «Wall Street Journal».

Die Überlegungen seien allerdings am Widerstand der Beamten im Justizministerium gescheitert, die zum Teil mit Rücktritten gedroht hätten, hiess es unter Berufung auf informierte Personen. Trump habe unter anderem gewollt, dass die US-Regierung einen oder mehrere Bundesstaaten verklagt, sagte ein ehemaliger Mitarbeiter dem «Wall Street Journal». Er hatte sich im Herbst beeilt, einen freien Sitz am Obersten Gericht mit seiner Kandidatin Amy Coney zu besetzen – unter Hinweis auf mögliche Verfahren rund um die Wahl. Die Richter liessen jedoch Trumps Anwälte mehrfach abblitzen.

Justizminister William Barr war im Dezember zurückgetreten. Trump war unzufrieden mit seinem langjährigen Weggefährten, weil dieser öffentlich erklärte, dass das Justizministerium keine Hinweise auf grossangelegten Wahlbetrug gefunden habe. Trump hatte ohne Belege behauptet, dass er nur durch Wahlfälschung gegen den neuen Präsidenten Joe Biden verloren habe. Auch Jeffrey Rosen, der als amtierender Justizminister folgte, hielt dem Druck von Trump stand. (sda/dpa)
epa08951693 US President Donald J. Trump speaks to media as he exits the White House for the last time before boarding Marine One on the South Lawn, on the morning of Joe Biden's Presidential inauguration, in Washington, DC, USA, 20 January 2021. Joe Biden won the 03 November 2020 election to become the 46th President of the United States of America.  EPA/AL DRAGO / POOL
6:13
Amtsenthebungsverfahren gegen Trump beginnt in zweiter Februarwoche
Das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump soll in der zweiten Februarwoche beginnen. Das kündigte der demokratische Mehrheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, am Freitag (Ortszeit) an. Trumps Amtszeit ist zwar diese Woche abgelaufen – aber das Verfahren könnte eine lebenslange Ämtersperre für ihn bringen.

Die Demokraten wollen Trump wegen des Angriffs seiner Anhänger auf das US-Kapitol am 6. Januar zur Verantwortung ziehen und werfen ihm «Anstiftung zum Aufruhr» vor. Trump musste sich schon einmal einem Amtsenthebungsverfahren stellen, das mit einem Freispruch endete.

Am Montag soll der US-Senat, in dem das Verfahren verhandelt wird, die Anklageschrift vom Repräsentantenhaus erhalten. Im Anschluss sollen die sogenannten Impeachment-Manager, die das Repräsentantenhaus als Ankläger in dem Verfahren vertreten, die Anklage im Senat verlesen.
22:13
Biden schert sich nicht um Farbe von Präsidenten-Jet
Die Sprecherin des neuen Präsidenten Joe Biden hat eine Frage nach dem Anstrich seines nächsten Flugzeugs genutzt, um den Kontrast zu seinem Vorgänger Donald Trump zu unterstreichen. «Ich kann bestätigen, dass der Präsident keinen Augenblick über das Farbschema der Air Force One nachgedacht hat», sagte Jen Psaki am Freitag im Weissen Haus. Sie war am Vortag gefragt worden, ob Biden den von Trump oft beworbenen neuen Anstrich der bestellten neuen Boeing 747 ändern wolle.
epa08953525 The presidential Air Force One plane enters the West Palm Beach airport with Donald Trump, in southeast Florida, USA, 20 January 2021. US president Donald Trump arrived to Palm Beach (southeastern Florida), before Joe Biden's inauguration in Washington, aboard the Air Force One plane from Andrews Air Force Base, in Maryland, just outside Washington.  EPA/GIORGIO VIERA
Die US-Präsidentenflugzeuge fliegen seit der Amtszeit von John F. Kennedy Anfang der 60 Jahre in den Farben Hellblau und Weiss, die Unterseite der aktuellen Maschine ist zudem türkis. Trump entschied dagegen, dass das neue Flugzeug Weiss, Rot und Blau in den Farben der US-Nationalfahne sein soll. Es war eins seiner Paradeprojekte, in vielen Fotos aus dem Weissen Haus war prominent ein grosses Modell des Flugzeugs im neuen Farbschema zu sehen. (sda/dpa)
21:41
Kekse von First Lady für Nationalgarde nach Schlaf im Parkhaus
Am US-Kapitol stationierte Nationalgardisten haben am Freitag Schokokekse von Präsidentengattin Jill Biden bekommen, nachdem einige von ihnen die Nacht in einem Parkhaus schlafen mussten. Zuvor hatten Fotos von Mitgliedern der Nationalgarde, die dicht gedrängt auf dem Parkhaus-Boden sassen, für Empörung gesorgt.
Rund 25'000 Nationalgardisten aus verschiedenen Bundesstaaten waren in die US-Hauptstadt beordert worden, um die Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden am Mittwoch abzusichern.
epa08958585 Members of the National Guard rest in the Capitol Visitor Center on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 22 January 2021. Hundreds of National Guard troops were allowed to return to the Capitol to rest after being forced by Capitol Police to rest in a parking garage, 21 January. Thousands of members of the National Guard have been posted in the United States capital to secure the peaceful transfer of power at Joe Biden's inauguration as the 46th US President.  EPA/MICHAEL REYNOLDS
Am Donnerstag wurden einige von ihnen dann für ihre Pause aus dem Kapitol in das Parkhaus eines benachbarten Regierungsgebäudes rausgeschickt. Am Freitag waren sie nach der Kritik wieder zurück im Parlament. In Fernsehbildern war zu sehen, wie sie in den Gängen des Kapitols sassen. Jill Biden traf die Nationalgardisten draussen vor dem Gebäude. Sie versicherte: «Die Nationalgarde wird immer einen besonderen Platz in den Herzen aller Bidens einnehmen.» Bidens 2015 an Krebs verstorbener Sohn Beau war auch ein Mitglied der Nationalgarde. (sda/dpa)
18:05
US-Senat bestätigt Lloyd Austin als Verteidigungsminister
Der US-Senat hat den ehemaligen General Lloyd Austin als Verteidigungsminister im Kabinett des neuen US-Präsidenten Joe Biden bestätigt. Der 67-Jährige ist der erste Kandidat für einen Ministerposten, der von der Parlamentskammer grünes Licht bekam. Der Senat bestätigte ihn am Freitag mit breiter Zustimmung auch der republikanischen Mitglieder. Für ihn stimmten 92 Senatoren, gegen ihn nur zwei.
epa08950383 Retired General Lloyd Austin testifies before the Senate Armed Services Committee during his conformation hearing to be the next Secretary of Defense in the Dirksen Senate Office Building in Washington, DC, USA, 19 January 2021.  EPA/JIM LO SCALZO
Dabei war die Nominierung Austins mit einer zusätzlichen Hürde verbunden: Weil seine aktive Zeit im Militär als Vier-Sterne-General noch nicht lange genug zurückliegt, brauchte er eine Ausnahmegenehmigung durch den Kongress.Austin ist der erste Schwarze an der Spitze des Pentagons. Biden hatte versprochen, ein Kabinett zu bilden, das die Vielfalt der USA widerspiegelt.

Austin betrachtet China als besonders grosse Herausforderung für sein Ministerium. Als Verteidigungsminister will er die Beziehungen zu internationalen Partnern stärken und konsequent gegen Probleme wie Extremismus und Rassismus innerhalb des US-Militärs vorgehen. (sda/dpa)
16:28
Pelosi wird Impeachment-Verfahren am Montag an den Senat weiterreichen
Der US-Senat soll am Montag die Anklageschrift im Verfahren gegen Donald Trump wegen «Anstiftung zum Aufruhr» erhalten. Das kündigte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, am Freitag an.

Die Übermittlung der konkreten Anklagepunkte ist der nächste Schritt im Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten. Trumps Amtszeit ist zwar diese Woche abgelaufen - aber das Verfahren könnte eine lebenslange Ämtersperre für Trump bringen.

Die Republikaner im US-Senat wollten den Beginn der Verhandlungen im Amtsenthebungsverfahren bis etwa Mitte Februar hinauszögern. Ihr Minderheitsführer Mitch McConnell schlug vor, das Repräsentantenhaus solle seine Anklage gegen Trump wegen «Anstiftung zum Aufruhr» erst am 28. Januar formell dem Senat übermitteln. Dann hätten beide Parteien gut zwei Wochen, bis zum 13. Februar, um ihre jeweiligen Schriftstücke einzureichen, wie McConnell erklärte. Danach könnte die eigentliche Verhandlung im Senat beginnen, die einem Prozess vor Gericht ähnelt.

Demokraten und Republikaner halten jeweils 50 Sitze im Senat. Bei einem Patt kann Vizepräsidentin Kamala Harris die entscheidende Stimme für die Demokraten einbringen. Im Amtsenthebungsverfahren ist eine Zweidrittel-Mehrheit notwendig. Bislang ist unklar, ob genug Republikaner für eine Verurteilung Trumps stimmen würden. (sda/dpa)
22:54
Biden: Schwelle von 500'000 Corona-Toten wohl im Februar erreicht
Der neue US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner auf eine weitere Verschlimmerung der Corona-Lage im Land eingestimmt. Wahrscheinlich werde die Zahl der Corona-Toten im Februar eine halbe Million erreichen, sagte Biden am Donnerstag im Weissen Haus. «Die Dinge werden sich weiter verschlechtern, bevor es besser wird», mahnte er und versprach zugleich: «Wir werden das durchstehen.»
epa08956514 US President Joe Biden speaks on his administration's Covid-19 response in the State Dining Room of the White House in Washington, DC, USA, on 21 January 2021. Biden in his first full day in office plans to issue a sweeping set of executive orders to tackle the raging Covid-19 pandemic to rapidly reverse or refashion many of his predecessor's most heavily criticized policies.  EPA/Al Drago / POOL
Die Ausbreitung des Virus ist in den USA weiterhin ausser Kontrolle. Mehr als 400'000 Menschen sind bereits im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Mehr als 24 Millionen Infektionen mit dem Virus wurden insgesamt USA-weit gemeldet. In absoluten Zahlen liegen die Vereinigten Staaten damit weltweit an der Spitze.

Die Eindämmung der Pandemie ist eines der Hauptanliegen des neuen Präsidenten, der am Mittwoch vereidigt wurde. Noch in den ersten Stunden im Amt hatte Biden am Mittwoch eine Maskenpflicht unter anderem in Regierungsgebäuden angeordnet. Am Donnerstag unterzeichnete er mehrere weitere Verfügungen, um den Kampf gegen die Corona-Krise voranzutreiben. Die Pandemie stelle für die USA einen nationalen Notfall dar, sagte Biden. «Es ist an der Zeit, ihn auch als solchen zu behandeln.» (sda/dpa)
22:22
Richter lässt Twitter-Alternative Parler in Amazon-Streit abblitzen
Die bei Trump-Anhängern beliebte Twitter-Alternative Parler ist mit ihrem Versuch gescheitert, per Gerichtsbeschluss auf die Cloud-Infrastruktur von Amazon zurückzukehren. Parler habe nicht die Voraussetzungen für eine einstweilige Verfügung erfüllt, urteilte ein Richter im US-Bundesstaat Washington am Donnerstag.
epa08931437 A photo illustration shows the logo of Conservative social media application (app) Parler on a computer and mobile telephone screen, in Paris, France, 11 January 2021. Parler, widely used by conservatives and supporters of US president Donald Trump, has gone offline after Amazon terminated its web hosting services for the app - which comes after Google and Apple blocking it from their online application stores, in response to the threatening  content shared on the platform. In the aftermath of the 06 January mob attack on the US capitol building, it has been determined that threatening rhetoric had been shared on the Parler platform inciting violence in the lead-up to that day.  EPA/IAN LANGSDON
Amazons Cloud-Tochter AWS war der technische Dienstleister von Parler, kündigte den Vertrag aber nach der Attacke der Anhänger von Präsident Donald Trump auf das Kapitol. Parler ging daraufhin vom Netz und hat den Dienst immer noch nicht wiederhergestellt. Mit anderen Anbietern brachte Parler inzwischen zumindest seine Webseite online. Amazon begründete den Rauswurf damit, dass bei Parler Aufrufe zur Gewalt auch nach Hinweisen auf der Plattform geblieben seien.

Parler behauptete in der Klage, Amazon habe sich mit dem Konkurrenten Twitter abgesprochen und damit Wettbewerbsrecht verletzt. Zudem habe Amazon mit der schnellen Kündigung Vertragsbedingungen verletzt. Der Richter kam jedoch zu dem Schluss, dass Parler keine überzeugenden Argumente vorlegen konnte, die eine einstweilige Verfügung rechtfertigen würden. So habe es keine Beweise für eine Absprache zwischen Amazon und Twitter gegeben – und Parler habe selbst gegen den Vertrag mit Amazon verstossen, weil Gewaltaufrufe online geblieben seien.

Angesichts eines zunehmend härteren Vorgehens von Twitter und Facebook gegen Gewaltaufrufe und Verschwörungstheorien wanderten schon in den vergangenen Monaten Trump-Anhänger zu Parler ab. Der bei Twitter und Facebook bis auf Weiteres gesperrte Trump verlor mit Parler eine weitere Plattform zur direkten Kommunikation. (sda/dpa)
20:06
Trump geht am ersten Tag als Ex-Präsident golfen
Donald Trump hat seinen ersten Tag als Ex-Präsident mit einer Runde Golf begonnen. Der 74-jährige wurde von Fotojournalisten des Nachrichtensenders CNN am Donnerstag auf dem Rasen seines Golfclubs in Florida gesichtet. Er war auch während seiner Amtszeit vor allem an den Wochenenden regelmässig golfen gegangen. Unter anderem war er auf dem Golfplatz, als US-Medien im November Joe Biden zum Gewinner der Präsidentenwahl erklärten. (sda/dpa)
20:05
Noch kein Starttermin von Amtsenthebungsverfahren gegen Trump
Nach dem Ende der Präsidentschaft von Donald Trump ist weiter unklar, wann das Amtsenthebungsverfahren im US-Senat gegen ihn beginnt. Die Demokraten wollen mit dem Verfahren eine lebenslange Ämtersperre für den Republikaner erreichen, den sie für den Angriff seiner Anhänger auf das US-Kapitol mitverantwortlich machen. Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, wollte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz keine Angaben dazu machen, wann der Anklagepunkt «Anstiftung zum Aufruhr» an den Senat übermittelt werden soll. Die Übermittlung ist die Voraussetzung dafür, dass das Verfahren im Senat beginnen kann.
House Speaker Nancy Pelosi of Calif., speaks during a news conference on Capitol Hill in Washington, Thursday, Jan. 21, 2021. (AP Photo/Susan Walsh)
Nancy Pelosi
Pelosi sagte lediglich, das Repräsentantenhaus sei bereit für eine Übermittlung. Auch der Senat, wo das Verfahren gegen Trump geführt wird, habe mitgeteilt, man stehe bereit, den Anklagepunkt in Empfang zu nehmen. Die Demokratin sagte mit Blick auf das Verfahren weiter: «Es wird bald sein.» Sie denke nicht, dass sich das Verfahren lange hinziehen werde.

Pelosi hat bereits mehrere sogenannte Impeachment-Manager berufen, die das Repräsentantenhaus als Ankläger in dem Verfahren vertreten sollen. Unklar ist US-Medien zufolge aber noch, wer Trump als Verteidiger im Senat vertreten wird. Der Fernsehsender CNN berichtete am Donnerstag, unter den Demokraten im Repräsentantenhaus werde diskutiert, den Anklagepunkt gegen Trump womöglich schon am Freitag an den Senat zu übermitteln. Dass Trump noch keine Verteidiger benannt habe, erschwere das weitere Vorgehen jedoch. (sda/dpa)
19:16
Biden behält FBI-Chef Wray im Amt
Der neue US-Präsident Joe Biden wird den seit 2017 amtierenden FBI-Chef Christopher Wray (im Bild) im Amt lassen. Biden habe Vertrauen in Wray, schrieb die Sprecherin des Weissen Hauses, Jennifer Psaki, am Donnerstag bei Twitter. Zweifel daran waren aufgekommen, nachdem Psaki in ihrer ersten Pressekonferenz am Mittwoch eine Frage zur Zukunft Wrays nicht beantworten wollte. Jetzt räumte sie ein, sie habe dadurch «ungewollt für Wellen gesorgt». Schon vor der offiziellen Bestätigung berichteten die TV-Sender CNN und NBC sowie das «Wall Street Journal», dass Biden an Wray festhalten werde.
FBI-Direktoren werden für zehn Jahre ernannt, ein Präsident kann sie aber austauschen. Donald Trump ernannte Wray als Nachfolger von James Comey, den er im Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen gefeuert hatte. Das FBI hatte damals mögliche Verbindungen zwischen Moskau und Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam untersucht.

Vor allem in den letzten Monaten seiner Amtszeit war Trump allerdings unzufrieden mit Wray, weil er sich weigerte, gegen Trumps Gegner zu ermitteln. Konkret soll Trump Ermittlungen gegen den Sohn des inzwischen gewählten Präsidenten Joe Biden gefordert haben. (sda/dpa)
18:57
Neue Chefin der US-Gesundheitsbehörde: «Bessere Tage liegen vor uns»
Die neue Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC hat eine gründliche Überprüfung aller bereits existierenden Massnahmen und Verhaltensempfehlungen ihrer Behörde in der Coronavirus-Pandemie angekündigt. «Wo immer notwendig, werden die Empfehlungen aktualisiert, damit die Menschen auf dem bestmöglichen Forschungsstand Entscheidungen treffen und handeln können», teilte Rochelle Walensky (im Bild) nach ihrem Amtsantritt mit.
FILE - In this Tuesday, Dec. 8, 2020 file photo, Dr. Rochelle Walensky, speaks during an event in Wilmington, Del., to announce President-elect Joe Biden's health care team. Walensky, 51, an infectious-diseases specialist at Harvard Medical School and Massachusetts General Hospital, is expected to become CDC director after Biden is inaugurated. (AP Photo/Susan Walsh)
Joe Biden
«Bessere und gesündere Tage liegen vor uns», sagte die 51 Jahre alte Ärztin und Wissenschaftlerin. Dafür müsse das Tempo unter anderem bei Testung und Impfung deutlich anziehen. Zudem kündigte sie an, dass ein bereits bestehendes Moratorium für die Räumung von Privatwohnungen aufgrund der Pandemie zunächst bis zum 31. März verlängert werde.

Walensky hatte den Chefposten bei der Gesundheitsbehörde CDC mit der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden am Mittwoch übernommen. Ihrem vom vorherigen Präsidenten Donald Trump ernannten Vorgänger Robert Redfield hatten in der Corona-Pandemie viele Experten Versagen vorgeworfen. (sda/dpa)

Der Bruch mit der Tradition

Biden wird am Mittwoch als 46. Präsident der USA vereidigt, Kamala Harris wird die erste Vizepräsidentin des Landes. Trump hat bereits angekündigt, Bidens Amtseinführung fernbleiben zu wollen. US-Medienberichten zufolge will er Washington wenige Stunden zuvor verlassen. Trump ist der erste Präsident seit 1869, der an der Zeremonie zur Vereidigung seines Nachfolgers nicht teilnimmt.

Die Feierlichkeiten am Kapitol finden unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Polizei wird nach Pentagon-Angaben von rund 25 000 Soldaten der Nationalgarde unterstützt. Der amtierende Verteidigungsminister Christopher Miller teilte am Montag mit, die Soldaten würden einer Überprüfung unterzogen. «Obwohl wir keine Erkenntnisse haben, die auf eine Insider-Bedrohung hindeuten, lassen wir nichts unversucht, um die Hauptstadt zu sichern.»

Das Zentrum Washingtons mit den vielen Monumenten unweit des Kongressgebäudes und des Weissen Hauses hat sich in den vergangenen Tagen in eine Hochsicherheitszone verwandelt. Metall-Zäune und Kontrollpunkte der Polizei wurden errichtet, mehrere Metro-Stationen geschlossen. Brücken vom angrenzenden Bundesstaat Virginia nach Washington sollen ab Dienstag gesperrt sein.

Auch die National Mall ist abgeriegelt. Auf dem Park zwischen dem Lincoln Memorial und dem Kapitol versammeln sich normalerweise Zehntausende Zuschauer, um der Amtseinführung beizuwohnen. Auch wegen der Pandemie wird auf ein Massenpublikum verzichtet, die traditionellen Bälle am Abend wurden ebenfalls gestrichen. Stattdessen hat das Biden-Team für Mittwochabend eine im Fernsehen und online übertragene Show angekündigt. Moderiert wird sie von Schauspieler Tom Hanks, auftreten sollen Stars wie Justin Timberlake und Jon Bon Jovi. Biden und Harris sollen Ansprachen halten.

Vor Bidens Vereidigung werden am Dienstag mehrere Kandidaten des künftigen Präsidenten für wichtige Posten in seinem Kabinett in den zuständigen Ausschüssen des US-Senats angehört. In den Gremien erwartet werden die Kandidaten für das Amt des Aussenministers, Antony Blinken, des Verteidigungsministers, Lloyd Austin, und des Heimatschutzministers, Alejandro Mayorkas, sowie die designierte Finanzministerin Janet Yellen. (sda/dpa)

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So berichtet die Zeitungen über den Sturm auf das Kapitol

Trumps geleaktes Telefonat über die Resultate der Präsidentschaftswahl in Georgia

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