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Luftfahrt

Startabbruch von Swiss-Flugzeug in Delhi: Erster Untersuchungsbericht

swiss delhi 26.4.26
Bei dem Zwischenfall wurden vier Passagiere verletzt.Bild: x

Startabbruch von Swiss-Maschine in Delhi: Erste Details zu möglicher Ursache

Ende April musste die Crew eines Airbus A330 der Swiss den Start vom Flughafen Delhi abbrechen, vier Passagiere wurden verletzt. Nun haben Ermittler erste Details zur Ursache des Problems bekanntgegeben.
01.06.2026, 11:1601.06.2026, 11:16

LX147 sollte am 26. April in Delhi Richtung Zürich starten. An Bord des Airbus A330 waren 228 Passagiere und 13 Crewmitglieder. Doch während des Starts gab es einen Knall, die Piloten entschieden sich zum Abbruch. Das Flugzeug wurde schliesslich vorsorglich evakuiert, vier Passagiere wurden verletzt, eine Flugbegleiterin erlitt eine Stauchung am Fussgelenk.

Rasch war klar, dass es mit einem Triebwerk Ärger gab. Doch die genaue Ursache musste zunächst untersucht werden. Internationale Medien zitieren nun aus einem ersten Zwischenbericht, der weitere Details zum Vorfall zutage bringt.

Flamme war vom Cockpit aus zu sehen

Demnach gab es bei einer Geschwindigkeit von rund 200 km/h einen Knall in Triebwerk 1. Gleich danach war eine grosse Flamme vom Cockpit aus zu sehen. Auch die Rudertrimmung und die Packs (Abkürzung für Pressurization & Air Conditioning Kits, also die Klimaanlage) machten danach Probleme. Da das Flugzeug nach links driftete, wurde der Start abgebrochen.

Triebwerk hatte 40'000 Betriebsstunden auf dem Buckel

Mittlerweile haben die Ermittler das Flugzeug begutachtet und Flugdokumente sichergestellt. Auch die Crew wurde ein erstes Mal befragt. Die Daten der Flugschreiber wurden ebenfalls gesammelt, die Aufzeichnungen der Flugsicherung eingeholt. Auch die Lotsen wurden befragt. Bei der Swiss wurden zudem die Unterlagen über Wartung und Betrieb eingefordert.

Das wichtigste Objekt der Untersuchung, das betroffene Triebwerk, wurde in Delhi vom Flugzeug abmontiert und wird nun ebenfalls untersucht. Bei der Analyse soll auch Hersteller Rolls-Royce unterstützen. Die letzte Generalinspektion des Triebwerks liege fast zehn Jahre zurück und war bereits knapp 40'000 Stunden in Betrieb, heisst es in den Berichten.

Verstopfte Ventile und Schäden an Schaufeln

Obwohl bei einer ersten Besichtigung keine Schäden an den Fan-Schaufeln des Triebwerks erkannt wurden, fanden die Ermittler bei einer endoskopischen Untersuchung Schäden an den Triebwerksschaufeln, also auch beim Verdichter und den Turbinen. Ventile seien zudem teilweise verstopft gewesen.

Die Schäden scheinen sich vor allem auf das Innere des Triebwerks zu beschränken, doch die Untersuchungen laufen noch. Einen Hinweis auf einen offenen Triebwerkschaden, bei dem Teile unkontrolliert herumfliegen, gebe es aber bisher nicht.

Vor dem Flug waren keine Auffälligkeiten festgestellt worden, der Hinflug sei ohne Zwischenfälle durchgeführt worden. Die Ermittlungen laufen noch und werden von Vertretern mehrerer Nationen geführt, auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST ist beteiligt.

Das Flugzeug hat vor Ort ein neues Triebwerk erhalten und konnte nach der Reparatur zurück in die Schweiz geflogen werden. (vro)

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Panik bei Swiss-Flug-Evakuierung in Delhi
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