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Germanwings-Absturz: Ermittler wollen «Systemfehler» untersuchen



Nach dem Germanwings-Absturz in den französischen Alpen gehen die französischen Ermittler auch möglichen «Systemfehlern» nach. Die Luftfahrtermittlungsbehörde BEA teilte am Dienstag in Paris mit, dass insbesondere das Schliesssystem der Cockpit-Türen näher untersucht werden solle.

Dabei gehe es auch um die «Abläufe beim Eintritt und beim Verlassen des Cockpits». Die BEA verwies zudem ausdrücklich darauf, dass die Kriterien und Abläufe zum «Erkennen bestimmter psychologischer Profile» unter die Lupe genommen werden sollten.

Der Airbus A320 von Germanwings war nach Erkenntnissen der Ermittler vor einer Woche offenbar absichtlich vom Copiloten zum Absturz gebracht worden. Der 27-jährige Deutsche hatte eine Vorgeschichte mit schweren psychischen Störungen bis hin zur Suizidgefahr. 

Er soll den Flugkapitän aus dem Cockpit ausgeschlossen und dann die Maschine auf Sinkflug gebracht haben, bis diese an einer Bergwand in den südlichen französischen Alpen zerschellte. Alle 150 Insassen des Airbus kamen ums Leben.

Die französische Luftfahrtermittlungsbehörde will auch den technischen Ablauf des Fluges genauer untersuchen. In einer Erklärung hiess es weiter, sie wolle sich dabei vor allem auf genauere Auswertungen der Aufnahmen auf dem gefundenen Stimmrekorder des Airbus stützen sowie auf weitere verfügbare Flugdaten. Die zweite Blackbox des Flugzeuges mit den technischen Daten wurde bisher noch nicht gefunden.

Der Germanwings-Mutterkonzern Lufthansa hat nach dem Absturz die Feierlichkeiten zu seinem 60-jährigen Bestehen gestrichen. «Aus Respekt vor den Opfern» der Katastrophe werde die für den 15. April geplante Feier abgesagt, teilte Lufthansa am Dienstag in Frankfurt am Main mit. 

Anstelle der Jubiläumsveranstaltung werde der Staatsakt zum Gedenken an die Absturzopfer live für die Lufthansa-Mitarbeitenden übertragen. Die zentrale Trauerfeier im Kölner Dom ist für den 17. April geplant. (wst/sda/afp)

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