International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mexiko werde eine friedliche Revolution erleben, verspricht der neue Präsident

Linkspolitiker López Obrador ist als neuer Präsident Mexikos vereidigt worden.



Der Linkspolitiker Andrés Manuel López Obrador ist in Mexiko als neuer Präsident vereidigt worden. López Obrador übernahm am Samstag (Vormittag Ortszeit) die Präsidenten-Schärpe von seinem Vorgänger Enrique Peña Nieto.

Der 65-Jährige schwor, die Verfassung und Gesetze aufrechtzuerhalten und durchzusetzen sowie sein Amt loyal und patriotisch zu erfüllen. Mexiko werde eine friedliche Revolution erleben, versprach López Obrador in seiner Antrittsrede.

Den neoliberalen Kurs seiner Vorgänger kritisiert er. Die Wirtschaftspolitik sei ein Desaster und eine Katastrophe für das öffentliche Leben in dem lateinamerikanischen Staat gewesen, sagte der 65-Jährige am Samstag im Parlament. «Heute beginnt nicht nur eine neue Regierung, heute beginnt ein politischer Regimewechsel», betonte López Obrador. Mexiko werde eine friedliche Revolution erleben.

Gleichzeitig versprach er, der Korruption und Straffreiheit in dem Land ein Ende zu setzen. Diese hätten bisher die Wiedergeburt Mexikos verhindert, sagte der frühere Bürgermeister von Mexiko-Stadt. «Ich verspreche, nicht zu stehlen», bekräftigte der neue Staatschef.

Mexico's new President Andres Manuel Lopez Obrador and outgoing President Enrique Pena Nieto embrace at the end of the swearing-in ceremony in the lower house chambers of the National Congress, in Mexico City, Saturday, Dec. 1, 2018. Lopez Obrador took the oath of office Saturday as Mexico's first leftist president in over 70 years, marking a turning point in one of the world's most radical experiments in opening markets and privatization. (AP Photo/Marco Ugarte)

Obrador (l.) mit dem Amtsvorgänger Enrique Peña Nieto. Bild: AP

An der Zeremonie im Kongress nahmen auch US-Vizepräsident Mike Pence sowie Regierungschefs aus Mittelamerika und Kuba teil. Auch die Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, wohnte der Amtseinführung bei.

Nicht in der offiziellen Residenz

Der ehemalige Bürgermeister von Mexiko-Stadt (2000-2005) war zuvor von seinem Wohnhaus im Süden der Stadt mit einer Eskorte zum Kongressgebäude gebracht worden.

Er hatte entschieden, bis kommenden Juni weiterhin in seinem Haus wohnen zu bleiben. Anschliessend möchte er näher in das Stadtzentrum ziehen. Die offizielle Residenz Los Pinos wurde anlässlich der Amtseinführung für die Bevölkerung geöffnet.

Tausende Bewohner der mexikanischen Hauptstadt verfolgten die Amtseinführung auf Grossleinwänden in der Stadt und in Los Pinos.

Nach der offiziellen Zeremonie war geplant, dass der 65-Jährige zu Fuss zwei Kilometer zum Nationalpalast läuft und die Bevölkerung grüsst. Seine Amtsvorgänger legten den Weg sonst immer im Auto zurück. Am Spätnachmittag wollte der neue Präsident eine Ansprache auf dem zentralen Platz Zócalo halten.

Der Links-Populist López Obrador war im Juli mit 52.9 Prozent zum neuen Präsidenten des lateinamerikanischen Staates gewählt worden. Die Amtszeit eines Präsidenten in Mexiko beträgt sechs Jahre, eine Wiederwahl ist ausgeschlossen.

Mehrheit in beiden Parlamentskammern

Die Parteikoalition von AMLO, wie Andrés Manuel López Obrador auch genannt wird, unter Führung seiner Morena-Partei hat die Mehrheit in beiden Kongresskammern.

Mexiko ist nach Brasilien die zweitgrösste Volkswirtschaft Lateinamerikas. Das Land mit rund 123 Millionen Einwohnern gilt als wichtige Brücke zwischen Zentralamerika und den USA. Geografisch liegt der Grossteil der Fläche Mexikos auf dem nordamerikanischen Kontinent.

(sda/dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen

Wegen Erdogan: Verdoppelung der Zahl der türkischen Flüchtlinge in der Schweiz

Es ist bereits mehr als drei Jahre her, als das türkische Militär versuchte, den Staatschef Recep Erdogan zu stürzen. Es blieb beim Versuch und Erdogan nutzte die Gunst der Stunde, um seine Macht auszubauen. Mit der Verhängung des Ausnahmezustandes war es ihm möglich, Gesetze und die Verfassung zu schärfen. Zudem entliess er Zehntausende Staatsangestellte und verfolgte systemkritische Bürger. Viele von ihnen landeten im Gefängnis – willkürlich.

Der türkische Präsident beging eine ganze Palette …

Artikel lesen
Link zum Artikel