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Rekordzahl der Asylanträge: UN will Mexiko unterstützen

14.04.2021, 05:4514.04.2021, 14:09
Asylsuchende aus Guatemala auf ihrem Weg in die USA.
Asylsuchende aus Guatemala auf ihrem Weg in die USA.Bild: keystone

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR will Mexiko bei der Bewältigung des stark gestiegenen Andrangs von Migranten helfen. Dazu gehört nach einer Mitteilung vom Dienstag Unterstützung bei der Erweiterung der Kapazitäten, Asylanträge zu bearbeiten. Ausserdem sollen demnach in diesem Jahr zwei neue Migrantenherbergen in Mexiko entstehen - eine im Norden und eine im Süden des Landes. Sie sollen insgesamt 180 Menschen Platz bieten und von privaten Organisationen betrieben werden.

Rund 172 000 Menschen wurden nach Zahlen der US-Grenzschutzbehörde CBP im März beim Versuch der Einreise über die Südgrenze mit Mexiko aufgegriffen - 71 Prozent mehr als im Februar. Darunter waren knapp 19 000 unbegleitete Minderjährige. Familien und alleinstehende Erwachsene werden von den US-Behörden zum Grossteil wieder ausgewiesen, unbegleitete Kinder nicht.

Viele Migranten, die nicht in den USA aufgenommen werden, landen in Mexiko. Wer keinen Unterschlupf in einer Herberge findet, ist der Gefahr von Entführungen und anderer Gewalt durch kriminelle Gruppen ausgesetzt. Die Zahl der in Mexiko gestellten Asylanträge stieg in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 31 Prozent auf gut 22 600. Im März verzeichnete die Flüchtlingsbehörde Comar nach eigenen Angaben einen Rekord von 9076 Anträgen. Die Zahlen waren bereits seit 2014 erheblich gestiegen, im Zuge der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr aber eingebrochen.

Wie die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Montag erklärte, haben Mexiko, Guatemala und Honduras nach Gesprächen mit den USA entschieden, Tausende Soldaten einzusetzen, um Migranten auf dem Weg in die USA aufzuhalten.

Die überwiegende Mehrheit derjenigen, die über Mexiko in die USA einzureisen versuchen, stammt entweder aus Mexiko selbst oder aus einem der mittelamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und El Salvador. Diese Länder leiden unter Gewalt, Korruption und Armut sowie auch Dürre und Unterernährung. Hinzu kommen die Folgen zweier verheerender Hurrikans im November. (sda/dpa)

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