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Mexiko verbietet das Verschwindenlassen



Mehr als sieben Monate nach der Entführung und dem mutmasslichen Mord an Dutzenden Studenten in Mexiko hat das Parlament eine Verfassungsreform zum Verschwindenlassen gebilligt. Künftig soll das Verbrechen ausführlich in der Verfassung untersagt sein.

Die Abgeordnetenkammer stimmte am Donnerstag für den Eintrag in die Verfassung. Das ist Voraussetzung für entsprechende Ausführungsgesetze. Die Mehrheit der Regionalparlamente muss der Reform noch zustimmen.

Unter Verschwindenlassen verstehen Strafrechtler die Entführung von Zivilisten durch staatliche Sicherheitskräfte, ohne die Angehörige über deren Verbleib zu informieren. Im vergangenen September hatten Polizisten im Bundesstaat Guerrero 43 Studenten verschleppt und einer kriminellen Organisation übergeben. Bandenmitglieder räumten ein, die jungen Leute getötet und ihre Leichen verbrannt zu haben.

Das Verbrechen rückte die engen Kontakte zwischen Politikern, Sicherheitskräften und Kriminellen in den Fokus. In Mexiko gelten derzeit rund 22'000 Menschen als vermisst. (kad/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Boneti 01.05.2015 10:20
    Highlight Highlight Ziemlich erschreckend das dies jetzt erst eingetragen und anerkannt wird. Wir schreiben immerhin das 21 Jahrhundert.. aber auf vielen Teilen der Welt läuft halt noch so einiges schief. Selbst derweilige Gesetze in Mexiko, werden die nicht von Kartellen geschrieben?
  • Kaiserin 01.05.2015 07:56
    Highlight Highlight Mmh ja, das bringt sicher viel... Einfach mal neue Rechtsnormen erlassen, die setzen sich dann von alleine um und schon ist das Problem gelöst!

    Diese Verfassungsänderung wird wenig bis nichts bringen. In Mexiko machen die Politiker, die Kartelle und die staatlichen Sicherheitskräfte was sie wollen. Es herrscht eigentlicher Bürgerkrieg und der Präsident interessiert sich mehr für sein Aussehen als für sein Land...

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