DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mexiko-Stadt ruft wegen Gewalt an Frauen Notstand aus



In Mexiko-Stadt ist ein Notstand wegen Gewalt gegen Frauen erklärt worden. Dadurch werde das Problem sichtbarer, erklärte die Bürgermeisterin der mexikanischen Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, am Donnerstag in einer Mitteilung.

«Jeder und jede in dieser Stadt muss STOP, SCHLUSS sagen.» Im Rahmen der Massnahme werde sie unter anderem einen Gesetzesentwurf für die Schaffung eines öffentlichen Verzeichnisses von Sexualstraftätern vorlegen, hiess es von Sheinbaum. Sie werde alles in ihrer Macht tun, damit sich Frauen und Mädchen frei und sicher fühlen.

The first elected female mayor of Mexico City Claudia Sheinbaum, left, and President Andres Manuel Lopez Obrador, leave the Senate after she was sworn into office, in Mexico City, Wednesday, Dec. 5, 2018. (AP Photo/Moises Castillo)

Claudia Sheinbaum. Bild: AP/AP

Nach offiziellen Zahlen wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres in Mexiko-Stadt mehr als 150 Frauen ermordet. Bei 40 dieser Fälle handelte es sich demnach um Femizide – die Opfer wurden also wegen ihres Geschlechts umgebracht. Es gab zudem bis Ende September 527 Notrufe wegen Vergewaltigung.

Die Zahl der Vergewaltigungsverfahren sei zwischen Oktober 2018 und Oktober 2019 um zehn Prozent gestiegen – auch weil die Stadt zahlreiche Anwältinnen eingestellt habe, um Frauen zu beraten und beim Anzeigen zu unterstützen, betonte Sheinbaum.

Women hold crosses in memory of other women who have been murdered or disappeared as they demand justice for their loved ones one day after the Day of the Dead holiday in Mexico City, Sunday, Nov. 3, 2019. Nine women are killed per day in Mexico, according to the U.N. (AP Photo/Ginnette Riquelme)

Mexikanerinnen, die auf die Gewalt an Frauen aufmerksam machen. Bild: AP

Die 57 Jahre alte Umweltforscherin ist seit knapp einem Jahr als erste Frau das Oberhaupt von Mexiko-Stadt. Mit rund neun Millionen Einwohnern im Stadtgebiet und mehr als 20 Millionen im Grossraum ist die Hauptstadt des lateinamerikanischen Landes eine der grössten Städte der Welt. In Mexiko, das seit Jahren unter hohen Gewaltraten leidet, hatten seit 2015 bereits 18 andere Stadtverwaltungen einen sogenannten Geschlechtsalarm ausgerufen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

LGBT-Community auf der Flucht in die USA

1 / 18
LGBT-Community auf der Flucht in die USA
quelle: epa/efe / joebeth terriquez
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die erste Frauenstatue am Londoner Parliament Square

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Haftbefehl in El Salvador gegen Ex-Präsidenten

Gegen El Salvadors ehemaligen Präsidenten Salvador Sánchez Cerén ist Haftbefehl erlassen worden. Dem 77-Jährigen werden Geldwäsche, Veruntreuung und unrechtmässige Bereicherung zur Last gelegt, wie die Generalstaatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes am Freitag verkündete. Der Politiker der Linkspartei FMLN soll als Vizepräsident in den Jahren 2009 bis 2014 illegale Zusatzvergütungen aus vom Parlament nicht autorisierten Fonds erhalten haben. Staatschef war er in den Jahren …

Artikel lesen
Link zum Artikel