International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Rekordzahl von mehr als 2200 Migranten erreicht die Kanaren



epa08808152 Some of the over 100 migrants arrive at Arguineguin's port after being rescued by Spanish Salvamento Maritimo as they sailed around the southern part of the island on board of several small dugouts, in Gran Canaria, Canary islands, Spain, 07 November 2020.  EPA/Patricia Urquijo A.

Migranten vor Gran Canaria Bild: keystone

Auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln im Atlantik vor Westafrika sind von Samstag bis Montagmorgen 2206 Migranten in insgesamt 58 offenen Holzbooten angekommen.

So viele Menschen aus afrikanischen Ländern wurden zuletzt während der Flüchtlingskrise 2006 registriert, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press. Zu den Kanaren gehören die auch bei Touristen beliebten Inseln Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro sowie sechs weitere Eilande.

Die meisten der Menschen, die ihre afrikanische Heimat wegen Armut, Gewalt und den Folgen der Corona-Pandemie verlassen, kamen zur Registrierung auf die Mole der Hafenstadt Areguineguín im Südwesten von Gran Canaria. Dort würden sich etwa 1800 Menschen unter offenem Himmel auf engstem Raum drängen, schrieb die Nachrichtenagentur Europa Press.

Seit Januar stieg die Anzahl der Migranten, die die Inselgruppe über das Meer erreichten, auf etwa 13 700. Das waren etwa sechs mal so viele wie im gesamten Vorjahr. Viele werden nach der Registrierung in Hotels untergebracht, die wegen der Corona-Krise leer stehen.

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hatte Spanien bei einem Besuch der Kanaren am Freitag die Solidarität Europas bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zugesichert. Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska, der sie begleitete, kündigte dabei an, dass die Ankommenden künftig nicht mehr auf der Mole von Areguineguín, sondern in einer Kaserne registriert und auf Corona getestet werden sollten.

Die Kanareninseln liegen im Atlantik nur etwa 100 Kilometer westlich der Küste Westafrikas. Gerade die etwas grösseren Boote stechen jedoch bis zu 1600 Kilometer entfernt in Senegal in See. Der offene Atlantik ist für die kleinen und meist nur mit Aussenbordmotoren angetriebenen Boote sehr gefährlich. Trotz der immensen Gefahren wagen immer mehr Menschen die Überfahrt, um über die Kanaren auf das spanische Festland und damit nach Europa zu gelangen. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Potentiell extrem gute Nachrichten»: Was Experten über die neuen Impf-Resultate sagen

Hoffnung bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Covid-19: Die Testresultate der Biotechunternehmen Pfizer und Biontech zeigen eine 90-prozentige Wirksamkeit ihres Impfstoffes gegen das Coronavirus. Nebenwirkungen sind bislang keine bekannt. Ist das der Durchbruch?

Seit Mitte Januar entwickelte Biontech unter dem Projektnamen «Lightspeed» (Lichtgeschwindigkeit) den Impfstoff BNT162b2. Die entscheidende Phase 3 der Studie, die über eine Zulassung des Imfpstoffes bestimmt, wurde Ende Juli in verschiedenen Ländern eingeleitet. So haben bisher mehr als 43'500 Menschen mindestens eine der beiden Impfungen erhalten, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Nach Angaben der Hersteller wird der Impfschutz eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.

Beim …

Artikel lesen
Link zum Artikel