International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Afghanischer Junge rettet 14 Flüchtlingen das Leben – mit SMS aus dem Todescontainer



Mit einem Hilferuf per SMS an eine britische Flüchtlingshelferin hat ein kleiner afghanischer Junge auf der Flucht nach Grossbritannien womöglich sich und 14 weiteren Menschen das Leben gerettet. «Kein Sauerstoff im Fahrzeug» und «Ich bin im Container», schrieb der sechs bis sieben Jahre alte Ahmed an die Britin Inca Sorrell.

Sorrell habe dann sie kontaktiert, erzählte die Helferin Tanya Freedman am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Freedman nahm Kontakt zu dem Jungen auf und erfuhr, dass er mit 14 weiteren Menschen in einem Kühltransporter auf dem Weg von Frankreich nach Grossbritannien war. Die Polizei konnte den Lastwagen schliesslich ausfindig machen und stoppte das Fahrzeug am Donnerstag in Leicestershire in England.

Nach Angaben der Polizei wurden 14 Menschen wegen illegaler Einreise sowie ein Mann wegen des Verdachts festgenommen, sie nach Grossbritannien geschmuggelt zu haben. Für den Jungen wurden demnach «Schutzmassnahmen» eingeleitet.

In this Feb. 4, 2016 photo, volunteer Liz Clegg, right, poses with her daughter Inca Sorrell, in the migrant camp of Calais, north of France. The text message from a young boy, writing in broken English on a no-frills cellphone, was frightening enough to set off a frantic, trans-Atlantic search that saved the lives of 15 migrants trapped in a locked truck in England. The message flashed on the cellphone of volunteer Liz Clegg, who in March had handed out hundreds of basic cellphones to children living in the squalid migrant camp in Calais, France, and told them to text in any crisis. (AP Photo/Thibault Camus)

Flüchtlingshelferin Inca Sorrell mit ihrer Mutter im Februar 2016.
Bild: Thibault Camus/AP/KEYSTONE

Ahmed hatte die Britin Sorrell in dem «Dschungel» genannten Flüchtlingslager im nordfranzösischen Calais kennengelernt und auch das Handy von ihr bekommen. Ein Teil des Lagers war kürzlich abgerissen worden. (sda/afp)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Uno-Migrationspakt offiziell angenommen – Schweiz bleibt Marrakesch fern

Die internationale Staatengemeinschaft hat am Montag in Marrakesch den Uno-Migrationspakt offiziell angenommen. Uno-Generalsekretär Antonio Guterres hatte sich zuvor erneut für den Migrationspakt stark gemacht.

Zum Auftakt der zweiwöchigen Konferenz in Marrakesch streckte Guterres die Hand nach denjenigen Staaten aus, die den Pakt ablehnen, oder, wie die Schweiz, ihre Entscheidung aufgeschoben haben.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Uno-Vertreterinnen wie die Uno-Hochkommissarin für …

Artikel lesen
Link to Article