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Krawalle in Turin: Regierung verurteilt Gewalt gegen Polizei

Krawalle in Turin: Meloni-Regierung verurteilt Gewalt gegen Polizei

28.02.2024, 22:4028.02.2024, 22:40
epa11187432 Riot police officers keep watch on a marching group following an attack on a police car in front of the police headquarters in Turin, northern Italy, 28 February 2024. A group of autonomis ...
50 Menschen aus der autonomen Szene haben in Turin versucht, einen Mann aus Marokko aus einem Streifenwagen zu befreien.Bild: keystone

In der norditalienischen Grossstadt Turin ist es am Mittwoch zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen versuchten etwa 50 Menschen aus der autonomen Szene, einen Mann aus Marokko zu befreien, der mit einem Streifenwagen zur Auslieferung in ein sogenanntes Rückführungszentrum gebracht werden sollte. Einige von ihnen umzingelten demnach das Auto, versuchten die Türen zu öffnen und schlugen darauf ein – ohne Erfolg.

Der Mann wurde dann auf Polizeipräsidium gebracht, woraufhin es zu weiteren Krawallen kam. Dabei sollen auch mehrere Autos in der Umgebung beschädigt worden sein. Nach Angaben der Polizei wurden mindestens fünf Verdächtige vorübergehend festgenommen. Ein Polizist sei verletzt worden. Der Marokkaner wird zur Last gelegt, die Wände einer U-Bahn mit beleidigenden Schriften verschmiert zu haben.

Die Rechtsregierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte die Ausschreitungen in Turin. Innenminister Matteo Piantedosi sprach von einem «Klima der Gehässigkeit und des Misstrauens, dem die Ordnungskräfte und die Polizei in diesen Tagen ausgesetzt sind».

In Italien gibt es schon seit Tagen eine Debatte über Polizeigewalt, nachdem Sicherheitskräfte in Florenz und Pisa massiv gegen Teilnehmer propalästinensischer Kundgebungen vorgegangen waren. Staatspräsident Sergio Mattarella mahnte die Meloni-Regierung öffentlich, dass die Polizei ihre Autorität «nicht mit Schlagstöcken durchsetzen» dürfe. Ihre Aufgabe sei der Schutz von öffentlicher Ordnung und Meinungsfreiheit. (sda/dpa/lyn)

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