International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Flugzeuge mit abgeschobenen Migranten dürften in Zukunft nicht mehr in Pakistan landen – weil diese oft als Terroristen gebrandmarkt werden



Pakistan hat vorübergehend ein Rücknahmeabkommen für Flüchtlinge mit der Europäischen Union ausgesetzt. Innenminister Chaudhry Nisar Khan warf den EU-Ländern «offenkundigen Missbrauch» vor.

WASHINGTON, DC - FEBRUARY 19: Pakistani Minister of Interior Nisar Ali Khan listens as he speaks to members of the media prior to a meeting with U.S. Secretary of State John Kerry February 19, 2015 at the State Department in Washington, DC. The Obama Administration hosted a three-day Summit on Countering Violent Extremism

Chaudhry Nisar Khan setzt das Rücknahmeabkommen mit der EU aus.
Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Oft würden Pakistaner ohne genauere Prüfung als Terroristen gebrandmarkt und zurückgeschickt. «Das ist nicht akzeptabel», sagte Khan in einer Erklärung am Freitagabend. Das seit fünf Jahren bestehende Abkommen werde daher mit allen EU-Ländern mit Ausnahme Grossbritanniens ausgesetzt. Flugzeuge mit abgeschobenen Migranten dürften in Zukunft nicht mehr in Pakistan landen.

Tausende Pakistaner nehmen jedes Jahr in der Hoffnung auf ein besseres Leben die gefährliche Route über den Iran und die Türkei nach Europa auf sich. Khan sagte, alleine im vergangenen Jahr seien weltweit 90'000 Pakistaner in ihr Heimatland zurückgeschickt worden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bosniens Flüchtlingsmisere: Hat Europas Politik versagt?

Die Lage für Hunderte Migranten und Flüchtlinge im Nordwesten Bosniens wird immer unhaltbarer. In improvisierten Behausungen campieren sie vor dem abgebrannten Camp Lipa, 25 Kilometer südöstlich der Stadt Bihac. Drinnen, im Camp, errichteten Soldaten der bosnischen Armee die ersten Militärzelte. Bezugsfertig waren sie am Sonntagmittag nicht, der Anschluss an Strom und Wasser und die Beheizung waren nicht gewährleistet.

Das bosnische Rote Kreuz und internationale Hilfsorganisationen wie SOS …

Artikel lesen
Link zum Artikel