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FILE - This Aug. 1, 2015, file photo shows Polish President-elect, Andrzej Duda at the Pilsudski square on the 71st anniversary of the insurgency, in Warsaw, Poland. It’s been a dream of some Polish leaders for nearly a century: an alliance of Eastern European countries running from the Baltic Sea down to the Black Sea that would keep Russia at bay. Poland’s conservative new president, Duda, who took office two weeks ago, has already signaled that building such an alliance under Warsaw’s leadership will be a priority of his presidency. (AP Photo/Alik Keplicz, File)

Der polnische Präsident Andrzej Duda. Bild: Alik Keplicz/AP/KEYSTONE

Polens Präsident will keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen



Polens Präsident Andrzej Duda lehnt die Aufnahme neuer Flüchtlinge in seiner Heimat ab. Zwar wolle sich Polen als EU-Mitglied «solidarisch zeigen, aber was Flüchtlinge angeht haben wir ein besonderes Problem wegen des Konflikts in der Ukraine», sagte er. So lange die Gefechte zwischen pro-russischen Rebellen und der ukrainischen Armee im Osten des Landes andauere, würden «weiterhin Tausende Ukrainer ausser Landes fliehen, vor allem nach Ungarn und nach Polen», sagte Duda der «Bild»-Zeitung.

Schon jetzt gebe es Hinweise, dass mehrere hunderttausend Ukrainer nach Polen flüchten wollen. «Andere Staaten Europas sollten das berücksichtigen, wenn wir über Hilfsbereitschaft sprechen», forderte er. Als nächster Nachbar der Ukrainer würden bei einer weiteren Eskalation des Konfliktes «noch sehr viel mehr Flüchtlinge zu uns kommen». Im Osten der Ukraine gab es trotz einer offiziell geltenden Waffenruhe zuletzt wieder heftige Gefechte zwischen Regierungstruppen und Separatisten.

epa04860288 Participants holding banners reading 'Refugees warmly welcome' take part in a demonstrations in support for immigrants, in Warsaw, Poland, 25 July 2015. A few hundred people participated in a demonstration in support to the decision to accomodate some 2000 refugees to Poland, imposed by the European Union, as another demonstration against this decision was takeing pkace at the same time in Warsaw.  EPA/MARCIN OBARA POLAND OUT

Derweil auf den Strassen Warschaus: Demonstranten mit einem «Refugees-Welcome-Banner».  Bild: EPA/PAP

Gegen Schleuser vorgehen

Angesichts des aktuellen Flüchtlingsandrangs in der Europäischen Union mahnte Duda, «dass wir als EU die Ursachen der Flucht bekämpfen – und zwar in den Ländern, aus denen die Menschen zu uns kommen». Dabei gelte es, «verstärkt die organisierten Schleuserbanden» zu bekämpfen, die mit dem Elend der Flüchtlinge ein Milliardengeschäft machten. 

Auf EU-Ebene gestaltet sich die Koordination bislang schwierig, seit Monaten gibt es keinen Konsens über die Verteilung der Flüchtlinge. Pläne der EU-Kommission, verpflichtende Quoten für die Verteilung einzuführen, scheiterten am Widerstand Grossbritanniens und einer Reihe osteuropäischer Staaten. Derzeit erfolgt die Aufnahme der Flüchtlinge auf der Basis freiwilliger Zusagen.

epa04860282 Protestors hold a banner as they march during a demonstration rally against the acceptance of migrants to Poland, in Warsaw, Poland, 25 July 2015. The rally, organized by the Polish Youth, was against the decision to accomodate some 2000 refugees, imposed by the European Union.  EPA/RAFAL GUZ POLAND OUT

Auch auf den Strassen Warschaus: Kundgebung gegen die Aufnahme von 2000 Flüchtlingen. Bild: EPA/PAP

«Serbien: Wir werden niemals irgendwelche Zäune oder Mauern errichten»

Serbien hat derweil eine Schliessung seiner Grenzen für Flüchtlinge abgelehnt. «Wir werden niemals irgendwelche Zäune oder Mauern errichten», sagte Ministerpräsident Aleksadar Vucic am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters vor dem Westbalkan-Gipfel in Wien. Man könne den Strom des Lebens nicht mit Zäunen aufhalten.

Die Flüchtlinge würden dann andere Wege nach Westeuropa finden, etwa über Bulgarien, Rumänien oder Kroatien. «Wir haben es mit verzweifelten Menschen zu tun, nicht mit Kriminellen und Terroristen (...) sie brauchen Hilfe, nicht Verurteilung und Bestrafung», sagte er. Vucic forderte die EU auf, einen Flüchtlingsplan für den Balkan zu entwickeln.

Rund 100'000 Flüchtlinge, viele aus Syrien und anderen Konfliktgebieten des Nahen Ostens, sind dieses Jahr auf dem Weg in Richtung Norden nach Serbien gekommen. Ungarn errichtet derzeit einen 3,5 Meter hohen Zaun an der 175 Kilometer langen Grenze zu Serbien, um die Flüchtlinge vom Land fernzuhalten.

Mehr als 1000 Flüchtlinge überqueren die Grenze nach Ungarn

Die Flüchtlingskrise dürfte im Mittelpunkt des Treffens von Regierungsvertretern aus EU-Staaten und des Westbalkans in Wien stehen. (sda/afp/reu)

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 28.08.2015 16:40
    Highlight Highlight Grenzen zu!
    Wer hier her will, zeigt seinen Pass mit Visum vor, wer keinen hat bleibt draussen. Wer Arzt, Ingenieur oder IT-Spezialist ist, legt seinen Arbeitsvertrag vor und ist mit seiner Familie herzlich willkommen. Scheinasylanten die weder in Italien, noch in Griechenland oder in Spanien bleiben wollen und nur hier in die Sozialsysteme wollen, zurück in die Heimat. Auch angebliche christliche Kriegsflüchtlinge sind genauestens zu checken und nur mit Papieren ins Land zu lassen. Sollte man mit dieser Gesinnung ein Rassist sein, dann kann man damit bestens leben.

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