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Niederösterreich will Asylbewerber zur Dankbarkeit verpflichten



Das österreichische Bundesland Niederösterreich plant offenbar sogenannte «Zehn Gebote der Zuwanderung», an die sich Asylbewerber halten sollen. Das berichtet die Tageszeitung «Welt» unter Berufung auf Angaben des zuständigen Landesministers.

Demzufolge sollen Menschen, die in Niederösterreich Asyl beantragen, an sogenannten «Wertekursen» teilnehmen und die aufgestellten Gebote unterschreiben. Zu ihnen gehört demnach auch «Dankbarkeit gegenüber Österreich».

«Du sollst Österreich gegenüber Dankbarkeit leben»

Auszug aus «Zehn Gebote der Zuwanderung»

Der in dem Bundesland für Asylfragen zuständige Landesrat Gottfried Waldhäusl von der rechtspopulistischen FPÖ sagte der Zeitung, jeder Asylbewerber solle «neben den üblichen Verwaltungsunterlagen» diese «Zehn Gebote der Zuwanderung» erhalten. Zusätzlich solle es «Wertekurse» und Integrationsprojekte in 15 verschiedenen Sprachen geben. Konkrete Angaben dazu, ab wann diese Pläne umgesetzt werden sollen, machte Waldhäusl nicht.

Dem Bericht zufolge rufen die Gebote beispielsweise zur Einhaltung der Gesetze oder zum Deutschlernen auf. Das zehnte Gebot lautet demnach: «Du sollst Österreich gegenüber Dankbarkeit leben». Auch zur Achtung der Religionsfreiheit und zur Erziehung von Kindern nach «österreichischen Werten» soll es eigene Gebote geben. (sar/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Walter Sahli 13.05.2019 11:59
    Highlight Highlight Ich finde das eine tolle Idee. Am besten sollten sich alle Asylbewerber zu Stosszeiten in den Bahnhöfen, auf Flughäfen und an Busstationen versammeln und allen österreichisch aussehenden Personen die Hand schütteln, sie umarmen (inkl. Wangenküsschen) und ihnen Dank aussprechen. Und zwar jeden Tag! Es soll kein Österreicher sagen können, ihm werde nicht täglich von hunderten Asylbewerbern gedankt. Das wäre so schön und würde die Österreicher so glücklich machen.
  • Fumia Canero 13.05.2019 11:05
    Highlight Highlight Und sie werden verpflichtet, jeden Morgen eine Mozartkugel einzuwerfen!
  • Kong 13.05.2019 10:53
    Highlight Highlight Das die FPÖ dahinter steckt, gibt nen braunen Anstrich. Aber die Festlegung und das Näherbringen der in der Gesellschaft geltenden Gesetze und Regeln macht Sinn. Das geht auch ohne Unterschrift aber soll auch bindend wirken. Eine Asylnotlage entbindet nicht von Anstand und Anpassung. Es sind wenige negative Ausnahmen die das Bild prägen. Die dann aber nachhaltig...
    • Maracuja 13.05.2019 13:41
      Highlight Highlight Finde eine Verpflichtung zur Dankbarkeit fragwürdig und eine Erziehung nach österreichischen Werten zu diffus. Andererseits ist es für die Integration hinderlich, wenn man Erwartungen an Neuankömmlinge hat, aber diese gar nicht oder nicht klar genug mitteilt. Früher stand auf Einladungen zu Elternabenden jeweils die Floskel „wir freuen uns auf ihr zahlreiches Erscheinen“, oft wurde von Ausländern nicht verstanden, dass damit die Erwartung verbunden ist, dass sie an diesem Anlass nur in Notfällen nicht teilnehmen.
    • Kong 13.05.2019 15:56
      Highlight Highlight Eine Art Integrationscoaching würde ich sehen. Eine Familie wird einer regional freiwillig zur Verfügung stehenden Familie zugeteilt. Das Problem sehe ich aber bei den vielen jungen allein reisenden Männern die eben gerade die problematischen Fälle stellen...
      Wie ist ja eigentlich egal. Ohne Regeln gehts halt nicht gut. Und eine Welcome-Kultur ist der billigste Teil der Aktion... es braucht etwas mit mehr Ausdauer.
  • Kampfsalami 13.05.2019 10:50
    Highlight Highlight Der Grundsatz der Idee kann ich absolut unterstützen. Aus irgend einem Grund fühle ich mich aber um 80 Jahre in der Geschichte zurückgesetzt. Dort gab es auch Mal so eine Zeit in der die Rhetorik ähnlich war. Das Feindbild hatte einfach einen anderen Namen...
    Weg mit dem braunen Sumpf!
  • Töfflifahrer 13.05.2019 09:12
    Highlight Highlight Oh man, die 10 Gebote, da will sich ein FPÖ Scherge doch wirklich als Gott aufspielen und auch gleich noch die österreichischen Werte definieren.
    Ein Bekenntnis zur Verfassung eines Staates, warum nicht. Aber das? Nein, das ist bloss eine neue Erniedrigung.
    • Basti Spiesser 13.05.2019 10:20
      Highlight Highlight Dankbarkeit zeigen ist Erniedrigung?
    • Töfflifahrer 13.05.2019 13:33
      Highlight Highlight Auf diese Weise? Ja!
  • Eh Doch 13.05.2019 08:59
    Highlight Highlight S bizeli lächerlich
  • Fly Boy Tschoko 13.05.2019 08:32
    Highlight Highlight Die Kinder nach österreichischen Werten erziehen.
    Und wenn man keinen Keller hat?
    • Queen C 13.05.2019 08:48
      Highlight Highlight Dann hast du sicher eine noch unterere Schublade irgendwo.
    • Heinzbond 13.05.2019 08:50
      Highlight Highlight Sind ja nicht alle ösi fritzls und alle Belgien doutroux...
    • Allion88 13.05.2019 09:08
      Highlight Highlight Haha
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheWall_31 13.05.2019 08:29
    Highlight Highlight Unterstütze ich voll und ganz, müsste hier auch eingeführt werden. Ankommende haben nach lokaler Kultur zu leben.
    • Eh Doch 13.05.2019 08:59
      Highlight Highlight Und dann, ist dein Leben lässiger?
    • Michele80 13.05.2019 09:16
      Highlight Highlight Wenn es doch nur diese eine lokale Kultur wirklich geben würde...
  • Freebee 13.05.2019 08:16
    Highlight Highlight Es gibt ein Recht auf Asyl, das an keine Bedingungen geknuepft ist, schon gar nicht Unterwuerfigkeit. Das ist entwuerdigend. Ich mag die Oessies ja, aber irgendwo sind einige schon noch in den Zeiten Sissies oder des NS stecken geblieben.
    • Eh Doch 13.05.2019 09:08
      Highlight Highlight Dankbarkeit leben...also wie geht das denn? Das ganze Leben lang Füsse küssen?
    • I bims 13.05.2019 09:13
      Highlight Highlight So wie ich das verstanden habe, geht es darum ihnen die landesüblichen Werte näher zu bringen. Man sagt danke, grüsst sich (zumindest auf dem land), etc.
      Somit können die Fettnäpfchen einwenig umgangen werden.
    • andrew1 13.05.2019 10:29
      Highlight Highlight Etwas dankbarkeit fordern für den sicheren zufluchtsort, verpflegung und logie ist einfach das mindeste.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MBär 13.05.2019 07:09
    Highlight Highlight Man könnte die Asylsuchenden auch so integrieren, dass sie selber auf die Idee kommen, dankbar zu sein. Aber per Unterschrift zu verpflichten ist natürlich eine viel direktere und kostengünstigere Methode....
    • Eh Doch 13.05.2019 09:00
      Highlight Highlight und meega nachhaltig
  • RhabarBär 13.05.2019 07:00
    Highlight Highlight Solche Wertekurse finde ich ganz in Ordnung. Kultur ist etwas Persönliches, aber Gesellschaft etwas Übergeordnetes. Gerade, wenn man als Asylbewerber aus einer anderen Gesellschaft für lange Zeit einwandert, ist es wichtig, gemeinsame Werte des Ziellandes kennenzulernen und hilft, sich langfristig zu integrieren.
  • «Shippi» 13.05.2019 05:47
    Highlight Highlight Oh Mann und was ist, wenn man seine Kinder nicht nach österreichischen Werten erzieht? 😱
    • River 13.05.2019 05:59
      Highlight Highlight Da kannste gleich nach hause, wo du herkommst, du undankbares G'schmeiss!
    • Lienat 13.05.2019 06:13
      Highlight Highlight Dann gibt es Länder, in die man besser passt, als nach Österreich.
    • Watson - die Weltwoche der SP 13.05.2019 06:46
      Highlight Highlight Dann kann man wieder heim gehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watson - die Weltwoche der SP 13.05.2019 04:56
    Highlight Highlight Was ist schlecht daran?
    • matcha 13.05.2019 08:06
      Highlight Highlight Vielleicht wäre ein angebot für deutschkurse effizienter. Ob die österreicher in 15 sprachen ausgesprochenen dankbarkeitsbezeugungen verstehen werden?
    • Freebee 13.05.2019 08:18
      Highlight Highlight Noch nie was vom Recht auf Asyl gehoert? Da kannst Du nur hoffen, dass Du nie fluechten musst...
    • Track 13.05.2019 08:40
      Highlight Highlight @freebee, also wenn ich als Flüchtling in einem Land aufgenommen würde, müsste man mich nicht auffordern und verpflichten. Ich wäre einfach nur dankbar und würde mich möglichst anpassen. Eine Selbstvertändlichkeit eigentlich
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