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Mehr als tausend Geflüchtete auf Lampedusa eingetroffen

Mehr als tausend Geflüchtete auf Lampedusa eingetroffen

10.04.2023, 10:46
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Mehr als tausend Geflüchtete sind seit Ostersonntag auf der Insel Lampedusa eingetroffen. 36 Menschen, darunter acht Frauen und ein Minderjähriger, wurden in der Nacht auf Montag von einem Schiff der Küstenwache gerettet. Das sieben Meter lange Boot war von Tunesien abgefahren. An Bord befanden sich Menschen aus Burkina Faso, der Cote d ́Ivoire, Gambia und Guinea.

FILE - Migrants sail a wooden boat at south of the Italian Lampedusa island at the Mediterranean sea, Aug. 11, 2022. Italy's new government has blocked humanitarian rescue ships from accessing it ...
Flüchtende auf einem hölzernen Boot am 11. August 2022 vor der Küste Lampedusas.Bild: keystone

Am Ostersonntag trafen 26 Boote mit insgesamt 974 Personen auf Lampedusa ein. Am Samstag waren 17 Boote mit 679 Menschen auf der Insel zwischen Tunesien und Sizilien gelandet. Im Hotspot der Insel befanden sich am Montag 1883 Geflüchtete. Teil von ihnen soll im Laufe des Montags per Fähre nach Sizilien gebracht werden.

Die Leichen von zwei Geflüchteten sind am Sonntag von dem NGO-Schiff «Resqship» geborgen und nach Lampedusa gebracht worden. Die Crew des Rettungsschiffes hatte davor etwa 25 Menschen gerettet, die in maltesischen Gewässern Schiffbruch erlitten hatten. Die Besatzung barg 22 Überlebende und zwei Leichen.

Mehrere Menschen werden nach dem Untergang des Bootes, mit dem sie unterwegs waren, als vermisst gemeldet, ihre Zahl ist aber unklar: Gesucht werden etwa 20 Personen, wie die Behörden berichteten.

Laut der Hilfsorganisation Alarm Phone trieb am Ostersonntag ein Fischkutter mit 400 Menschen an Bord im zentralen Mittelmeer. Das Boot sei von Tobruk in Libyen abgefahren. «Wir haben die Behörden alarmiert, aber bisher wurde noch keine Rettungsaktion bestätigt», meldete Alarm Phone.

Weshalb derzeit besonders viele Menschen aus Tunesien flüchten:

Sehr viele Menschen machen sich trotz der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer weiterhin auf den Weg nach Europa. Seit Anfang 2023 sind 28'028 Migranten und Flüchtlinge auf dem Seeweg in Italien angekommen, gegenüber 6832 im gleichen Zeitraum 2022 und 8394 im Jahr 2021, so die Statistik des Innenministeriums in Rom. (saw/sda/apa)

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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manolo
10.04.2023 11:31registriert Februar 2014
Alle Afrikaner die in einem Land leben das keinen Krieg führt auf direktem Weg zurück schicken!
327
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Zum Kommentar
23
Ist der Westen am Ende? Die Basher «freuen» sich zu früh
Es ist gerade ziemlich in Mode, den Westen herunterzumachen. Er ist zu verzagt, zu woke und ohnehin nicht mehr zu retten. Solche Kassandrarufe aber könnten verfrüht sein.

Beim Blick auf die Weltlage kommt wenig Freude auf. Wladimir Putins Truppen sind in der Ukraine auf dem Vormarsch. Manche sehen schon die russische Trikolore über Kiew flattern. Im Gaza-Krieg ist kein Ende in Sicht. Die Hamas taucht an Orten wieder auf, in denen sie besiegt schien. In Europa und den USA haben Rechtspopulisten Aufwind.

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