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Gleich zwei Flüchtlingsdramen vor griechischen Inseln: Mindestens 22 Menschen sterben



Bei zwei neuerlichen Flüchtlingstragödien sind mindestens 22 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die Schiffsunglücke ereigneten sich vor den Inseln Kalymnos und Rhodos. Laut der Hafenpolizei wurden vor Kalymnos die Leichen von 19 Flüchtlingen aus dem Meer geborgen, zuvor war dort von zehn Toten bei einem Schiffsunglück die Rede gewesen.

Unter den Opfern vor Kalymnos seien sechs Frauen, acht Kinder und zwei Babys gewesen, erklärte die Hafenpolizei. Vor Rhodos seien eine Frau, ein Kind und ein Baby tot aus dem Wasser gezogen worden, sechs Passagiere hätten gerettet werden können.

Kritik an EU-Grenzschutzagentur Frontex

Die griechischen Inseln in der Ägäis liegen zwar oft nur wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt, doch kommt es dort immer wieder zu tödlichen Unglücken. Erst am Mittwoch waren vor Lesbos und Samos 17 Flüchtlinge ums Leben gekommen.Trotz der kühlen Temperaturen und der rauen See machen sich weiter jeden Tag hunderte Menschen auf den Weg von der Türkei auf die nahen griechischen Inseln.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnte am Donnerstag, dass sich das Schicksal der Menschen durch die schlechteren Wetterverhältnisse noch verschlimmere. Kritiker beschuldigen die EU-Grenzschutzagentur Frontex, die mit Patrouillenbooten entlang der Seegrenze unterwegs ist, Flüchtlingen in Seenot nicht zu Hilfe zu kommen. (sda/afp)

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