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In this Monday Sept. 7, 2015 photo, a sand sculpture pays tribute to three year-old Syrian boy Aylan Kurdi, whose haunting image hammered home the Syrian migrant crisis to the world. He died along with 5-year-old brother and their mother when their small rubber boat capsized as it headed for Greece. (AP Photo)

Eine Sandskulptur erinnert an den verstorbenen Aylan.
Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

Bis zu 35 Jahre Gefängnis: Den Schleppern von Aylan drohen harte Haftstrafen



Wegen des Todes des Flüchtlingskindes Aylan Kurdi will die türkische Staatsanwaltschaft zwei mutmassliche syrische Menschenschmuggler für jeweils bis zu 35 Jahre hinter Gitter bringen. Die Anklagebehörde suche zudem noch nach sechs weiteren Verdächtigen, berichtete die offizielle türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag.

Fotos des dreijährigen Aylan aus Syrien, der im September bei der Überfahrt nach Griechenland ertrank und tot an einen türkischen Strand gespült wurde, hatten in der ganzen Welt Entsetzen ausgelöst.

Den beiden beschuldigten Syrern wird laut Anadolu vorgeworfen, den Tod von insgesamt fünf Menschen verschuldet zu haben. Aylans Mutter und Bruder waren bei der Überfahrt ebenfalls ums Leben gekommen. Der Vater war anschliessend ins syrische Kobane zurückgekehrt, um seine Frau und seine Söhne zu begraben.

Die Staatsanwaltschaft im südwesttürkischen Bodrum erklärte dem Agenturbericht zufolge, vier Türken und zwei Ausländer kämen ebenfalls als Beschuldigte in Betracht. Ein Gericht in Bodrum entscheidet jetzt über die Annahme der Anklageschrift und setzt dann gegebenenfalls ein Datum für den Prozess gegen die beiden Syrer fest.

Die Türkei ist das Haupttransitland für Syrer, die vor dem Konflikt in ihrem Land nach Europa fliehen wollen. Die illegalen und gefährlichen Überfahrten in der Ägäis sowie von Nordafrika nach Italien haben bereits mehreren tausend Menschen das Leben gekostet.

Im Rahmen einer Grundsatzvereinbarung mit der EU hat sich die Türkei zu strengeren Kontrollen entlang der Ägäisküste verpflichtet. Nach Regierungsangaben aus Ankara haben die türkischen Behörden bereits mehr als hundert Anführer von Schlepperbanden gefasst. (sda/afp/cma)

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