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Naher Osten

Nicht nur die Iraner machen Probleme: Öltanker vor Jemens Küste entführt

Nicht nur die Iraner machen Probleme: Öltanker vor Jemens Küste entführt

02.05.2026, 19:1802.05.2026, 19:18
A boat sails past a tanker anchored on the Strait of Hormuz off the coast Qeshm island, Iran, Saturday, April 18, 2026. (AP Photo/Asghar Besharati)
Iran War
Ein Öltanker im Nahen Osten. (Archivbild9Bild: keystone

Bewaffnete haben nach Angaben der jemenitischen Küstenwache einen Öltanker vor der Küste des Landes entführt und steuern das Schiff nun in Richtung Somalia am Horn von Afrika. Die «M/T Eureka» sei am Samstag vor der Küste der südostjemenitischen Provinz Schabwah von bisher Unbekannten überfallen worden, die an Bord gegangen seien und den Tanker in ihre Gewalt gebracht hätten. Anschliessend steuerten die Entführer das Schiff in den Golf von Aden in Richtung somalischer Küste, hiess es laut Mitteilung.

Trotz begrenzter Ressourcen habe der Jemen zwei Patrouillenboote aus der Küstenstadt Aden sowie kleinere Einheiten aus Schabwah entsandt, um den Tanker ausfindig zu machen. Es sei gelungen, den Standort des Tankers zu bestimmen. Die Küstenwache erklärte weiter, die Bemühungen dauerten an, um das Schiff zu befreien und die Sicherheit der Besatzung zu gewährleisten.

In den Nullerjahren verbreiteten somalische Piraten Schrecken bis weit in den Indischen Ozean. Jahrelang herrschte Ruhe. Jüngst sprach britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) von einer erheblichen Erhöhung der Bedrohungslage in somalischen Gewässern. Behörden des ostafrikanischen Landes dagegen betonen, es sei zu früh, von einer Rückkehr der Piraterie zu sprechen. (sda/dpa)

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