International
Naher Osten

Ölhandel mit dem «IS»: Russland liefert angebliche Beweise

1 / 10
Moskau wirft Erdogan Verstrickung in Öl-Handel mit IS vor
Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan und dessen Familie seien in Ölgeschäfte mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) «verwickelt». Das sagte der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow am Mittwoch in Moskau vor hunderten Journalisten.
quelle: x00944 / sergei karpukhin
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Mit diesen Bildern will Russland beweisen, dass die Türkei mit der Terrormiliz «IS» Ölhandel betreibt

02.12.2015, 15:2202.12.2015, 16:55
Mehr «International»

Im diplomatischen Streit mit der Türkei hat die russische Regierung mit schweren Vorwürfen nachgelegt: Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan und dessen Familie seien in Ölgeschäfte mit der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») «verwickelt».

Das sagte der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow am Mittwoch in Moskau vor hunderten Journalisten.

Es habe sich herausgestellt, dass die Türkei der «Hauptkonsument dieses von seinen rechtmässigen Besitzern Syrien und Irak geklauten Erdöls» sei, sagte Antonow. «Laut der verfügbaren Informationen ist die führende politische Klasse, darunter Präsident Erdogan und seine Familie, in diesen illegalen Handel verstrickt.» Der «Zynismus der türkischen Regierung» sei «grenzenlos», sagte Antonow.

Am 24. November hatte die türkische Armee im türkisch-syrischen Grenzgebiet einen russischen Kampfjet abgeschossen; einer der beiden Piloten wurde später in Syrien getötet. Seitdem ist das Verhältnis zwischen Moskau und Ankara äusserst gespannt. Russland hat unterdessen ein Bündel von Sanktionen gegen die Türkei beschlossen.

Am Montagabend hatte bereits der russische Präsident Wladimir Putin gesagt, die Türkei habe den Kampfjet offenbar abgeschossen, um Öllieferungen des «IS» in ihr Territorium zu schützen. In vom «IS» und «anderen terroristischen Organisationen» kontrollierten Gebieten gefördertes Erdöl werde «massiv» in die Türkei geliefert.

Erdogan wies diese Vorwürfe empört zurück und erklärte, wenn «so eine Sache bewiesen» würde, würde er zurücktreten. (sda/afp/cma)

Diese Bilder sollen den Ölhandel beweisen – verifiziert sind sie allerdings nicht:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
34 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
NWO Schwanzus Longus
02.12.2015 15:54registriert November 2015
Es ist erwiesen das Erdogan und seine Familie in diesem Geschäft verwickelt sind. Vor allem Bilal Erdogan hat eine Firma die Öl aus IS Gebieten als Kurdisches Öl deklariert. Da die Trucker über die Irakisch-Türkische Grenze kommen und sie es als Irakisches Öl deklarieren obwohl es aus IS-Gebieten stammt. Seine Familie macht millionen damit.
978
Melden
Zum Kommentar
avatar
DerWeise
02.12.2015 15:26registriert Februar 2014
Cool, eine Russland-Story ohne Feindbild "Putin" im Titel, daumenhoch.
9310
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hierundjetzt
02.12.2015 17:34registriert Mai 2015
Erdogan wird dazu wieder etwas sagen und dazu die üblichen Worte wie "Weltverschwörung" "alle sind gegen Muslime" einstreuen.

Vielleicht erklärt er uns aber auch zweifelsfrei, warum es soviel Tanklastwagen auf türkischer Seite gibt. Oder an wen die IS den das Öl liefern sollte, wenn der einzige offene Korridor der IS Richtung Türkei zeigt.

Wir sind gespannt.
622
Melden
Zum Kommentar
34
Kurioser Zwischenfall in Lanzarote-Flieger – Gast beisst einen Polizisten

Bei vielen Reisenden sind auch in diesem Jahr die kanarischen Inseln wieder ein beliebtes Urlaubsziel. Und zum Urlaubsfeeling gehört für viele auch der ein oder andere Drink. Betrunkene und randalierende Touristen verbindet man wohl eher mit dem Ballermann auf Mallorca.

Zur Story