International
Natur

Panik nach Vulkanausbruch auf Java

Panik nach Vulkanausbruch auf Java: Menschen flüchten vor riesiger Aschewolke – 1 Toter

04.12.2021, 13:4404.12.2021, 15:47

Bei einem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java ist am Samstag mindestens ein Mensch getötet worden. 41 weitere erlitten Brandverletzungen, wie die Behörden mitteilten. Zwei Menschen würden noch vermisst, acht Bergleute seien in einem Steinbruch eingeschlossen worden, sagte die stellvertretende Distriktchefin von Lumajang, Indah Masdar, bei einer Pressekonferenz.

Mount Semeru ist wieder ausgebrochen.
Mount Semeru ist wieder ausgebrochen.bild: twitter

Örtliche TV-Stationen zeigten Videos von Menschen, die schreiend vor einer dicken Rauchwolke des Vulkans Semeru flohen, die die umliegenden Dörfer verdunkelte. Der Einsatz der Retter werde durch dicken Schlamm und den Einsturz einer grösseren Brücke zwischen zwei Distrikten erschwert, sagte Suharyanto, der Leiter des Nationalen Katastrophenschutzes. «Der Schlamm ist so dick, dass selbst Fahrzeuge mit Vierradantrieb kaum durchkommen», sagte er weiter.

Der fast 3700 Meter hohe Vulkan ist der höchste Berg auf Java und liegt im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru im Osten von Indonesiens bevölkerungsreichster Insel. Er ist seit Dezember 2020 wieder verstärkt aktiv. Der Distriktchef von Lumajang, Thoriqul Haq, sagte, seit Freitag sei ein Grollen aus dem Vulkan zu hören gewesen. «Nun ist es finster in den Dörfern», sagte er dem Sender Kompas TV.

Glühende Lava floss bis zu 800 Meter weit vom Kraterrand, wie der Nationale Katastrophenschutz mitteilte. Dessen Sprecher Abdul Muhari warnte davor, sich dem Fluss dort zu nähern, weil Schlammströme aus dem Vulkan, sogenannte Lahare, Überschwemmungen auslösen könnten.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Feuer-Ring im Pazifik. Der Inselstaat mit rund 275 Millionen Einwohnern hat knapp 128 aktive Vulkane. In diesem Jahr waren bereits der Merapi auf Java, der Sinabung auf Sumatra und der Lewotolo auf Lembata ausgebrochen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Vulkan auf Hawaii kommt nicht zur Ruhe
1 / 21
Vulkan auf Hawaii kommt nicht zur Ruhe
Im Zuge des Vulkanausbruchs auf Hawaii sind weitere Risse im Boden aufgetreten.
quelle: epa/epa / bruce omori/paradise helicopters
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Furcht vor giftigen Gasen in La Palma – Lava aus Vulkan ergiesst sich ins Meer
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Viele Briten bereuen den Brexit – und wollen jetzt den EU-Wiedereintritt unter Burnham
Der Brexit brachte Grossbritannien zwar mehr Eigenständigkeit, aber auch verschärfte wirtschaftliche Probleme. Die Rufe nach einem Wiedereintritt in die EU mehren sich unter dem europafreundlichen Premier Andy Burnham, wie eine neue Umfrage deutlich aufzeigt.
2016 stimmte Grossbritannien in einer Volksabstimmung für das Verlassen der Europäischen Union, 2020 wurde der Austritt umgesetzt. Seither geht es dem Land wirtschaftlich in vielen Beziehungen schlechter, wobei diese Entwicklungen nicht alleine auf den Brexit zurückzuführen sind, sondern teilweise auch auf Faktoren wie die Coronapandemie oder den russischen Überfall auf die Ukraine, welcher für erhöhte Energiepreise sorgte.
Zur Story