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epa06233682 A handout photo made available by the Puerto Rico National Guard (PRNG) on 28 September 2017 shows an aerial view of damaged buildings in San Juan, Puerto Rico, 23 September 2017, during a reconnaissance flight of the island in the aftermath of Hurricane Maria. Adjutant General of Puerto Rico, Brig. Gen. Isabelo Rivera, and State Command Sgt. Maj. Juvencio Méndez, along with the Governor of Puerto Rico, Hon. Ricardo Rossello Nevares, and the Resident Commissioner of Puerto Rico in Washington, Hon. Jennifer Gonzalez, the director of FEMA in Puerto Rico, Alejandro de la Campa, and the Director of the Authority of Electrical Energy of Puerto Rico, Eng. Ricardo Ramos surveyed the area during a flight over the island. After the passage of the storm in the Caribbean, the majority of Puerto Rico is still without electricity and half of the residents do not have running water, media reported.  EPA/PRNG/SGT. JOSE AHIRAM DIAZ-RAMOS HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild der Zerstörung: Der Hurrikan «Maria» forderte in Puerto Rico 16 Todesopfer. Bild: EPA/DVIDS/PRNG

«Story of Life or Death»: Verzweifelter Appell aus Puerto Rico – während Trump Golf spielt



Das US-Territorium Puerto Rico in der Karibik wurde vom Hurrikan «Maria» schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Insel kämpft auch zehn Tage nach dem Sturm mit Zerstörungen von verheerendem Ausmass. «Maria», der schwerste Wirbelsturm in Puerto Rico seit 90 Jahren, kostete mindestens 16 Menschen das Leben.

Äusserungen aus dem Regierungsteam von Donald Trump über Fortschritte bei den Aufräumarbeiten in Puerto Rico stiessen inzwischen auf Unverständnis. Die Stadtpräsidentin von Puerto Ricos Hauptstadt San Juan, Carmen Yulin Cruz, kritisierte am Freitag scharf die Darstellung der US-Ministerin für innere Sicherheit, Elaine Duke.

Duke hatte die von ihr mitorganisierten Einsätze als effektiv gelobt und von «guten Nachrichten» gesprochen. Cruz hielt dem auf dem Nachrichtensender CNN entgegen, es sei keine gute Nachricht, dass Menschen ums Leben kämen.

Es handle sich um eine Frage von Leben und Tod. Die Lage verschärfe sich noch, weil die Menschen keine Lebensmittel und kein Wasser bekämen. Die meisten Einwohner seien auch zehn Tage nach dem Hurrikan ohne Strom. 

Trump verbringt Wochende in Golfclub

Wenige Tage nach dem Durchzug von Hurrikan «Maria» hat US-Präsident Donald Trump Puerto Rico zum Kampf gegen die hohe Verschuldung des US-Territoriums aufgefordert. Der Wiederaufbau werde historische Ausmasse haben, gab Trump zu bedenken.

Puerto Rico werde mit der US-Regierung überlegen müssen, wie die enormen Aufräumarbeiten finanziert und die jetzt schon auf der Insel existierenden hohen Schulden verringert werden könnten. Dies sagte Trump am Freitag auf einer Wirtschaftskonferenz.

Der US-Präsident, der für nächsten Dienstag einen Besuch in Puerto Rico plant, wählte am Freitag drastische Worte für die Situation. «Alles wurde ausgelöscht», sagte Trump.

Das Wochenende verbrachte der US-Präsident in seinem Golfclub in Bedminster in New Jersey. Eine Stunde lang wird er gemäss der veröffentlichten Agenda heute mit Vertretern der Rettungsbehörden sowie Politikern in Puerto Rico telefonieren.

15 Schiffe unterwegs nach Puerto Rico

Die Häuser seien zerstört, ebenso ganze Fabrikanlagen, das Stromnetz sei zusammengebrochen und die Abwasserleitungen kaputt. «Wir müssen dort komplett von null anfangen», sagte der Präsident in Washington. Er war anfangs kritisiert worden, nicht schnell genug auf die Katastrophensituation zu reagieren.

Nun verstärken die USA ihre Hilfe für Puerto Rico. 15 Schiffe sollten unter anderem Wasser, Lebensmittel und Medikamente in das östlich der Dominikanischen Republik gelegene US-Aussengebiet bringen.

Wie die US-Armee mitteilte, hilft die Katastrophenfallbehörde (FEMA) zudem bei der Wiederinstandsetzung von Spitälern. Von 69 Hospitälern auf der Karibikinsel arbeite eines wieder in vollem Umfang und 55 teilweise. Noch immer ist der Stromausfall auf der 3,4-Millionen-Einwohner-Insel eine der grössten Herausforderungen. (cbe/sda/reu/dpa)

Hurrikan «Maria» verwüstet Puerto Rico

Familie in Puerto Rico schreibt Hilfe auf ihr Dach

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 30.09.2017 19:33
    Highlight Highlight Mittlerweile wirft Trump den Puerto Ricanern mittels Tweet mangelnde Führungsqualitäten und mangelnde gegenseitige Hilfsbereitschaft vor. Aus seinem Golfclub in Bedminster, nicht aus dem Trump International Golfclub in Puerto Rico, der 2015 bankrott ging.
    Vor allem die über 10'000 Puerto Ricaner die gegenwärtig in der amerikanischen Armee dienen sind sicher begeistert über die Empathie ihres Oberbefehlshabers für ihre Heimat.
  • reconquista's creed 30.09.2017 13:18
    Highlight Highlight Der erste schwere Schritt zur Bewältigung der Krise ist getan: Trump weiss nun was eine Insel ist...
    omg, omfg
    http://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-politics/donald-trump-puerto-rico-hurricane-maria-comments-island-big-water-a7975011.html
    • Gummibär 30.09.2017 19:37
      Highlight Highlight WOW, Big Water ! Sloshing around in his head.
  • Moelal 30.09.2017 12:22
    Highlight Highlight Das ist wahre Gesicht des Blonden. Sein Volk ist im vollkommen egal. Das ist das Problem der USA. Leider sehen das immer noch viele nicht. Ein Präsident, der lieberGolfen geht, als seinem Volk zu schauen, wenn es leidet, ist entweder ein gleichgültiger Tyrann oder ein Idiot
    • Ton 30.09.2017 16:09
      Highlight Highlight Das ist Teil des Problems: Menschen, die in Puerto Roco geboren werden erhalten zwar einen Amerikanischen Pass, jedoch kein Stimmrecht. Erst jetzt in Krisenzeiten merkt die USA - hoffentlich - dass die Bewohner der Insel ein gleichberechtigtes Teil ihres Volkes ist.
    • ricardo 30.09.2017 19:34
      Highlight Highlight @Ton: Die Amis merken das wohl nie. Habe die Hoffnung in den letzten Monaten endgültig verloren.
  • zombie woof 30.09.2017 11:36
    Highlight Highlight Viel wichtiger ist, dass Trump so oft wie möglich zum Golfen fliegt, schliesslich muss er sich vom vielen Lügen und Betrügen erholen.
  • Imagine 30.09.2017 10:58
    Highlight Highlight Einfach traurig, was hier passiert, oder besser, nicht passiert.
    Unglaublich, dass die no. 45 fast in einem Atemzug von Hilfe für Puerto Rico und deren Finanzierung sprechen kann. Ist halt keine Trump-Region.
    • ricardo 30.09.2017 19:31
      Highlight Highlight In PR spricht man schliesslich vorwiegend spanisch. Das sind in Trump's Augen eben auch bloss Bad Hombres.
  • My Senf 30.09.2017 10:06
    Highlight Highlight Ja wir gelfen ja schon aber ihr müsst uns sagen wie ihr das bezahlen wollt, oder sollen wir gar nicht helfen weil ihr eh noch mehr Schulden habt danach?...

    Zwischen dem 15. und 16. Loch ruf ich dann noch an um zu fragen wie es aussieht!

    Vielleicht sollte Puerto Rico 🇵🇷 einen auf Katalonien machen. Ausser Schulden hat’s ihnen ja nix gebracht
    • barbablabla 30.09.2017 10:44
      Highlight Highlight Oder Cuba,Mexico anfragen. Die helfen sicher
    • ricardo 30.09.2017 19:29
      Highlight Highlight @barbablabla: Venezuela nicht vergessen. Das ist jetzt keine Lobeshymne an Maduro - ganz im Gegenteil. Aber Venezuela, Cuba und México würden bestimmt zu Hilfe eilen, wenn man deren Regierungen darum bittet.

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