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«Eine zerstörte Insel»: Hurrikan «Maria» verwüstet Puerto Rico

Hurrikan «Maria» hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern in Puerto Rico grosse Schäden verursacht. Auf der ganzen Insel fiel der Strom aus. Betroffen sind rund 3.4 Millionen Einwohner.



Ein Toter, Überflutungen, zerstörte Häuser, ein landesweiter Stromausfall: Die Karibikinsel Puerto Rico ist von einem der stärksten Stürme ihrer jüngsten Geschichte getroffen worden.

Gouverneur Rosselló sagte CNN, ein Mann sei von einem Brett erschlagen worden, das der starke Wind von einem Haus gerissen habe. Über weitere Opfer sei noch nichts bekannt. «Wir haben immer noch kaum Informationen», erklärte er. Es sei noch nicht möglich, mit dem Südosten der Insel Kontakt aufzunehmen.

Hurrikan «Maria» raste am Mittwoch (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Stundenkilometern über das US-Aussengebiet hinweg. Der Sturm war als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie auf den Südosten der Insel getroffen. Landesweit brach das Stromnetz zusammen.

Am frühen Donnerstagmorgen hatte «Maria» vom Festland wieder in Richtung Meer abgedreht - in Puerto Rico wurde nach und nach das ganze Ausmass der Zerstörung deutlich.

Das Hurrikan-Zentrum in Miami gab Entwarnung für die Insel. Der Sturm bewege sich mit bis zu 185 Kilometern pro Stunde nordostwärts und solle am Donnerstag an der Dominikanischen Republik vorbeiziehen. Danach werde sich «Maria» weiter in Richtung Bahamas bewegen. Unklar ist noch, ob der Hurrikan am Wochenende das US-Festland treffen könnte.

Mindestens 16 Tote in Karibik

Der Sturm hatte auf seinem Zug durch die Karibik auch schwere Verwüstungen auf der Insel Dominica und im französischen Überseegebiet Guadeloupe angerichtet. In Dominica starben nach Angaben der Behörden mindestens 14 Menschen, in Guadeloupe wurden zwei Tote gemeldet.

In Puerto Rico verwandelten sich durch «Maria» innert eines Tages Strassen in Flüsse, Hausdächer flogen umher, Autos wurden wie Spielzeuge umgeworfen und zahllose Bäume entwurzelt.

«Puerto Rico wird, wenn wir das überstanden haben, definitiv eine zerstörte Insel sein», sagte der Direktor der Notfallbehörde, Abner Gómez. Es wurden 500 Notunterkünfte auf der ganzen Insel eingerichtet. Puerto Rico wurde zuletzt 1928 von Hurrikan «San Felipe» stark getroffen.

Gouverneur Rosselló verhängte eine nächtliche Ausgangssperre von sechs Uhr abends bis sechs Uhr morgens, die bis Samstag gelten soll. Bis Mittwochabend wurden vereinzelte Fälle von Plünderungen gemeldet. Nach Behördenangaben wurden zehn Verdächtige festgenommen.

Rasche Hilfe von den USA gefordert

Rosselló rief zur Ruhe auf und sprach von «schwierigen Tagen für Puerto Rico». Er forderte US-Präsident Donald Trump auf, für die gesamte Insel den Katastrophenzustand zu erklären, um rasche Hilfsmassnahmen zu veranlassen. «Das ist ein Sturm ohne Beispiel.»

Der für die Zusammenarbeit mit der US-Regierung zuständige Carlos Mercader sagte, dass es schnelle Unterstützung aus den USA geben solle. Starke Winde und der Regen seien aber ein Hindernis. Es gebe eine Reihe von Flugzeugen und Schiffen, «die bereit sind, ihren Einsatz zu starten, um mit aller Kraft den Wiederaufbau zu beginnen», sagte Mercader dem US-Sender CNN.

Trump schrieb auf Twitter: «Gouverneur Ricardo Rosselló - wir sind bei Ihnen und den Menschen in Puerto Rico. Bleibt in Sicherheit!» UNO-Generalsekretär António Guterres liess mitteilen: «Die Vereinten Nationen stehen bereit, um allen von diesem jüngsten Hurrikan betroffenen Nationen und Territorien zu helfen.»

Puerto Rico («Reicher Hafen») ist das grösste Aussengebiet der USA. Als assoziierter Freistaat gehört Puerto Rico aber nicht zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Bewohner sind US-Bürger, dürfen aber nicht an der Präsidentschaftswahl teilnehmen. (sda/dpa/afp)

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