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Dramatische Bilder – Überschwemmungen in Slowenien und Österreich

Dramatische Bilder – Überschwemmungen in Slowenien und Österreich

04.08.2023, 18:0704.08.2023, 22:34
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Überschwemmungen nach schweren Regenfällen haben in Slowenien und im Süden Österreichs zu dramatischen Situationen geführt. In Slowenien wurden am Freitag Eisenbahnschienen und Autobahnen überflutet.

Katastrophenschützer mussten Menschen vor den Fluten retten, zum Teil mit Hilfe von Helikoptern. Unter anderem wurde ein psychiatrisches Krankenhaus im nordslowenischen Begunje – nahe der Grenze zu Österreich – evakuiert, weil dort Keller und Erdgeschoss überflutet wurden. Die Patienten wurden in andere Einrichtungen gebracht.

In Skofja Loka, 20 Kilometer nordwestlich von Ljubljana, wurden viele Gebäude überflutet. Strassen standen unter Wasser und waren unpassierbar. In der gesamten Region Gorenjska (Oberkrain), die im Norden an Österreich grenzt, kam es zu Überschwemmungen und Strassensperren.

Nach Angaben des Autofahrerclubs ÖAMTC waren zahlreiche Grenzübergänge zwischen Österreich und Slowenien wegen Überflutungen und Schlamm- und Gerölllawinen gesperrt – darunter der Loiblpass, wo in der Nacht auf Freitag knapp 200 Liter Regen pro Quadratmeter niedergingen. Als Ausweichroute stand nur der Karawankentunnel zur Verfügung.

Murenabgänge und Hochwasser

Die starken Niederschläge führten im südlichen Österreich zu Murenabgängen und Hochwasser. In Teilen der Steiermark und Kärntens wurde nach Angaben von Behörden Zivilschutzalarm ausgerufen. In den Gebieten um Eisenkappel und Klagenfurt waren einige Orte Freitagfrüh von der Umgebung abgeschnitten. Neben der Feuerwehr rückte auch das Bundesheer aus, um Sandsäcke zu füllen. Besonders betroffen war der Bezirk Völkermarkt in Kärnten. Die Behörden riefen dort die Menschen auf, nur unbedingt notwendige Fahrten mit ihren Autos zu erledigen. In St. Paul im Kärntner Lavanttal wurden die Bürger aufgerufen, nicht in Keller zu gehen, sich in oberen Stockwerken aufzuhalten und Brücken zu meiden.

Sloweniens Nachbarland Kroatien versetzte seine Einsatzkräfte wegen befürchteter Ausweitung der Überschwemmungen in Alarmbereitschaft. Im Norden des Landes stiegen die Wasserstände der Flüsse stark an.

Neue Regenwarnungen im Süden Österreichs

In den von Starkregen teils überschwemmten Regionen im Süden Österreichs ist am Freitagabend keine Entspannung in Sicht gewesen. Meteorologen warnten vor neuem heftigen Regen. Behörden lösten in einigen Kommunen Katastrophenalarm aus und in St. Paul im Lavanttal in Unterkärnten wurden am Abend vorsichtshalber 70 Häuser evakuiert. Die Bewohner wurden aufgefordert, mit den nötigsten Sachen vorübergehend möglichst zu Freunden und Verwandten zu gehen. In einer öffentlichen Einrichtungen wurde eine Notunterkunft eingerichtet.

In der Nacht zu Freitag hatte Starkregen Murenabgänge und Überschwemmungen verursacht. In den Gebieten um Eisenkappel und Klagenfurt waren einige Orte von der Umgebung abgeschnitten. Am Loiblpass waren innerhalb von 24 Stunden 200 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, so viel wie sonst in einem ganzen Monat. Gebietsweise wurden bis Samstagmittag weitere 60 bis 100 Liter erwartet. In der Landeshauptstadt Kärntens, Klagenfurt am Wörthersee, drohte am Freitagabend in einem Stadtteil ein Damm zu brechen.

Kärnten ist eine beliebte Ferienregion in Österreich. Es wirbt für sich als Standort «auf der sonnigen Südseite der Alpen». In den vergangenen Wochen zogen aber praktisch täglich Gewitter über das Bundesland, das an Italien und Slowenien grenzt. (lst/sda/dpa)

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