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Nordkorea

Treffen in Nordkorea: Hunderte Südkoreaner besuchen Verwandte

Gute Stimmung im Bus nach Nordkorea: Südkoreaner, die ihre Familienmitglieder seit Jahren nicht mehr gesehen haben, reisen nach Nordkorea.
Gute Stimmung im Bus nach Nordkorea: Südkoreaner, die ihre Familienmitglieder seit Jahren nicht mehr gesehen haben, reisen nach Nordkorea.
Bild: EPA/YONHAP

Grosses Familientreffen ennet der Grenze: Hunderte Südkoreaner dürfen für drei Tage zu ihren Verwandten nach Nordkorea reisen

20.10.2015, 06:4420.10.2015, 06:53

Fast 400 Südkoreaner sind nach Nordkorea gereist, um zum ersten Mal seit mehr als 60 Jahren ihre dort lebenden Verwandten zu treffen. Der Buskonvoi passierte am Dienstag die stark bewachte Grenze zwischen beiden Staaten.

Ein Konvoi begleitet die Südkoreaner.
Ein Konvoi begleitet die Südkoreaner.
Bild: EPA/YONHAP

Er sollte die Südkoreaner in den nordkoreanischen Ferienort Kumgangsan bringen. Dort dürfen sie rund hundert Verwandte treffen, die sie zumeist seit dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 nicht mehr gesehen haben.

In drei Tagen sechsmal jeweils zwei Stunden treffen

Die Teilnehmer, von denen die meisten schon sehr alt sind, können sich in drei Tagen sechsmal jeweils zwei Stunden sprechen. «Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen», sagte der 82-jährige Lee Joo Kuk vor dem Treffen mit seinem älteren Bruder. «Meine Familie war sicher, dass er tot ist. Aber dann habe ich erfahren, dass er lebt und dass er sich mit uns treffen will. Es ist, als wäre er wiederauferstanden.»

Die 97-jährige Kwon Oh-hee ist die Älteste unter den Reisenden, die ihre Verwandten in Nordkorea besuchen darf. Sie besucht ihren Sohn, von dem sie im Korea-Krieg zwischen 1950 und 1953 getrennt wurde ...
Die 97-jährige Kwon Oh-hee ist die Älteste unter den Reisenden, die ihre Verwandten in Nordkorea besuchen darf. Sie besucht ihren Sohn, von dem sie im Korea-Krieg zwischen 1950 und 1953 getrennt wurde.
Bild: EPA/YONHAP

Die beiden Staaten, die bis heute formal im Kriegszustand sind, hatten sich im August auf das Familientreffen geeinigt. Es ist erst das zweite derartige Treffen in den vergangenen fünf Jahren. Mehrere Millionen Koreaner waren während des Kriegs von ihren Angehörigen getrennt worden. Bis heute haben zahllose Menschen in beiden Ländern keinerlei Kontakt zu ihren nächsten Verwandten. Mehr als 65'000 stehen auf der Warteliste für die Familientreffen. (egg/sda/afp)

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