DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Papagei der USA»: Nordkorea wird gegenüber Südkoreas Präsidenten ausfällig



epa09105799 South Korean President Moon Jae-in speaks during a Cabinet meeting at the presidential office Cheong Wa Dae in Seoul, South Korea, 30 March 2021.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Moon Jae Bild: keystone

Nordkorea hat den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In wegen seiner Kritik an dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest als einen «von den USA aufgezogenen Papagei» bezeichnet. Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, warf Moon in einer von den Staatsmedien am Dienstag veröffentlichten Erklärung vor, unverschämt zu sein.

Das «unlogische und dreiste Verhalten Südkoreas» gleiche der Position der USA. Zuvor schon hatte Nordkorea dem US-Präsidenten Joe Biden wegen seiner Verurteilung des Raketentests Provokation vorgeworfen.

Seit dem Test wachsen Sorgen in der Region, dass sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel wieder erhöhen. Nordkorea hatte nach Angaben Südkoreas und Japans am vergangenen Donnerstag an seiner Ostküste zwei ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert. Nordkorea sprach einen Tag später von der gelungenen Erprobung eines neuen Typs taktischer Lenkraketen, die der Selbstverteidigung dienten.

Biden hatte den Test als Verstoss gegen UN-Resolutionen verurteilt, die Nordkorea die Erprobung ballistischer Raketen jeglicher Reichweite verbieten. Solche Raketen können je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen. Moon hatte in Anspielung auf den Test davor gewarnt, dass Aktionen, die der Wiederaufnahme des Dialog zwischen Pjöngjang und Washington im Weg stünden, «nicht wünschenwert» seien.

Die Verhandlungen Washingtons mit Pjöngjang über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm liegen derzeit auf Eis. Auf Versuche zur Kontaktaufnahme durch die neue US-Regierung hatte Nordkorea nach Angaben Washingtons nicht reagiert. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So bombastisch empfängt Kim Jong Un seinen (Ex-)Feind

1 / 18
So bombastisch empfängt Kim Jong Un seinen (Ex-)Feind
quelle: epa/pyongyang press corps pool / pyongyang press corps / pool
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Russische Diplomaten reisen mit Draisine aus Nordkorea aus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Quarantäne-Regeln in Südkorea: «Ich fragte mich, warum die Schweiz das nicht so macht»

Südkorea brachte die erste Corona-Welle schnell unter Kontrolle und als sich eine zweite andeutete, wurde auch diese früh gestoppt. Was macht man im asiatischen Land richtig? Wir haben mit einem gesprochen, der auch die Schweiz kennt und in Südkorea in Quarantäne musste.

Südkorea hat trotz seiner Nähe zum Ursprungsland China die Coronakrise bisher gut gemeistert. Ein früher Peak von Neuinfektionen Ende Februar/Anfangs März konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden und als die Fallzahlen Ende August stiegen und sich eine zweite Welle abzeichnete, reagierte man erneut rigoros und bremste den Anstieg schnell, Seit einigen Wochen übersteigen die Neuinfektionen im Land mit rund 52 Millionen Einwohnern die 100er-Grenze praktisch nie mehr.

Gerechnet auf 100'000 …

Artikel lesen
Link zum Artikel