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Österreichs Rechtspopulisten und Putin-Partei rücken enger zusammen

Österreichs Rechtspopulisten und Putin-Partei rücken enger zusammen

19.12.2016, 16:0519.12.2016, 22:56
Presidential candidate Norbert Hofer of Austria's Freedom Party, FPOE, and Heinz-Christian Strache, chairman of the anti-migrant and anti-EU Freedom Party FPOE, from left, attend a news conferenc ...
Strache und Hofer (links) von der FPÖBild: Ronald Zak/AP/KEYSTONE

Die rechtspopulistische FPÖ in Österreich hat mit der Partei Einiges Russland des russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache teilte am Montag auf Facebook mit, zwischen beiden Parteien sei in Moskau ein «Arbeitsabkommen» unterschrieben worden. Einer der Punkte regelt die Zusammenarbeit mit dem Ziel der «Stärkung der Freundschaft und der Erziehung der jungen Generation im Geiste von Patriotismus und Arbeitsfreude».

Unterzeichnet wurde der Text von Strache und Sergej Schelesnjak, der in der Putin-Partei für internationale Kontakte zuständig ist und seit der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland auf der EU-Sanktionsliste steht. Die FPÖ, seit langem gegen die EU-Sanktionen gegenüber Russland, sehe sich als «Brückenbauer und Friedensstifter», so Strache auf Facebook.

Strache plädierte dafür, die «für die Wirtschaft schädlichen und letztendlich nutzlosen» internationalen Sanktionen gegen Russland zu streichen.

Vielmehr solle ein «Schulterschluss zwischen den USA und Russland» angestrebt werden. So könne eine «diplomatische Befriedung» der Konflikte in Syrien und um die Schwarzmeer-Halbinsel Krim erreicht werden, die im Frühjahr 2014 von Russland annektiert wurde.

Zu der FPÖ-Delegation, die sich in Russland aufhielt, gehörte auch der Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer, der Anfang Dezember in der Stichwahl um das Amt des österreichischen Bundespräsidenten auf gut 46 Prozent der Stimmen kam und damit dem früheren Grünen-Chef Alexander Van der Bellen unterlag. Einiges Russland geniesst in einigen rechtspopulistischen Parteien in Europa Sympathien. (sda/dpa/afp)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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zombie woof
19.12.2016 17:49registriert März 2015
Stärkung der Freundschaft und der Erziehung der jungen Generation im Geiste von Patriotismus und Arbeitsfreude....da war doch mal was ähnliches, so vor 80 Jahren, und kam da nicht auch so ein Schreihals aus Österreich?
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manhunt
19.12.2016 18:35registriert April 2014
"Einer der Punkte regelt die Zusammenarbeit mit dem Ziel der «Stärkung der Freundschaft und der Erziehung der jungen Generation im Geiste von Patriotismus und Arbeitsfreude»." den selben scheiss hatten wir schon zweimal vor nicht allzu langer zeit. es ist beide male total daneben gegangen. patriotismus funktioniert bloss solange gut, bis sich der eine vom andern beschissen fühlt. wenn ich solche aussagen höre, wähne ich mich in einer zeit, als der antisemitismus und die eugenik noch salonfähig waren, ja gar zum guten ton gehörten. und das war bei weiten nicht nur in deutschland so...
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Lowend
19.12.2016 17:54registriert Februar 2014
Die europäischen Neufaschisten fühlen sich mit ihrem grossen Führer aus Moskau pudelwohl und werden die Hand die sie füttert niemals beissen.
Leider wissen wir nicht, wie dass bei uns in der Schweiz aussieht, aber wenn ich mir vergegenwärtige, wie dieser neue Faschistenführer von unseren rechten Schweizern geliebt und gelobhudelt wird, müssen es gewaltige Futtermengen sein, die von Moskau in die Schweiz fliessen.
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