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Pakistan

Bombenanschlag auf Krankenhaus tötet mindestens 30 Menschen

epa05464068 A view of a broken glass at the hospital following a bomb blast in restive Quetta, Pakistan, 08 August 2016. At least 34 people mostly lawyers including two journalists were killed when a  ...
Eine zerbrochene Scheibe im staatlichen Krankenhaus in Quetta, Pakistan, welches Ziel eines Bombenanschlags wurde. Bild: FAYYAZ AHMED/EPA/KEYSTONE

Bombenanschlag auf Krankenhaus in Pakistan: Zahl der Todesopfer auf 66 gestiegen

In der pakistanischen Provinz Balutschistan hat es ein schweres Bombenattentat auf ein Krankenhaus gegeben. Dabei starben mindesten 66 Menschen, Dutzende wurden verletzt.
08.08.2016, 08:2608.08.2016, 13:13

Nach einem Selbstmordanschlag vor einer Klinik in der südwestpakistanischen Stadt Quetta ist die Zahl der Todesopfer auf 66 gestiegen. Das ging am Montagmittag (Ortszeit) aus Angaben des Gesundheitsministers der Provinz, Rehmat Baloch, sowie der drei grössten Spitälern in der Stadt hervor.

Etwa 200 Menschen sollen demnach verletzt worden sein. Laut Gesundheitsminister Baloch wurden allein im betroffenen Zivil-Spital 46 Tote gezählt. Im Militärspital sprachen Ärzte von 18 bei ihnen registrierten Leichen. In einer weiteren Klinik wurden zwei Tote gezählt. Behörden sagten, die Zählung gehe weiter.

Viele der Opfer waren Journalisten und Anwälte, die sich aus Protest gegen die Ermordung des Präsidenten des örtlichen Anwaltsvereins versammelt hatten, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Polizei verdächtigt sunnitische Extremistengruppe

Laut Polizei handelt es sich um einen Selbstmordanschlag. Sicherheitskräfte verdächtigen eine der grössten Extremistengruppen des Landes, Lashkar-e Jangvi, der Tat. Die sunnitische Gruppe ist vor allem für ihre Angriffe auf Schiiten bekannt. Ob unter den Opfern des Anschlags Schiiten waren, war aber zunächst unklar.

A Pakistani man mourns the death of a family member who was killed in a bomb blast, in Quetta, Pakistan, Monday, Aug. 8, 2016. A powerful bomb went off inside a government-run hospital in the southwes ...
Ein Mann betrauert den Verlust eines Familienmitglieds nach dem Bombenanschlag in Quetta, Pakistan.
Bild: Arshad Butt/AP/KEYSTONE

Bilder des Anschlagorts zeigten zahlreiche auf dem Boden liegende Leichen in Blutlachen. Viele der Toten trugen Anzüge und Krawatten. Die Provinzregierung setzte eine dreitägige Trauerzeit an.

Baluchistan ist eine der unsichersten Provinzen Pakistans. Trotz verstärkter Militäroffensiven ist dort eine Vielzahl militanter Grupen aktiv. Dazu zählen sunnitische Extremistengruppen, die regelmässig Schiiten angreifen, aber auch Talibangruppen, die vor allem den Staat angreifen.

Es war schwerste Anschlag in Pakistan dieses Jahr seit einem Bombenattentat auf Christen, die gemeinsam Ostern feierten, in einem Park von Lahore; dabei waren 75 Menschen getötet worden. (sda/afp/dpa/gin)

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