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epaselect epa06715355 The new recruits of the Vaticans Swiss Guards prepare for the swearing-in ceremony at the Vatican, 06 May 2918.  EPA/FABIO FRUSTACI

Die neuen Rekruten der Schweizergarde bereiten sich auf die Vereidigung vor. Bild: EPA/ANSA

32 neue Schweizergardisten im Vatikan vereidigt



32 neue Schweizergardisten schützen künftig das Leben des Papstes: Die jungen Männer legten am Sonntag im Damasushof des Apostolischen Palastes im Vatikan ihren Amtseid ab.

Die meisten neuen Gardisten vereidigten sich auf Deutsch, neun auf Französisch, wie Gardekommandant Christoph Graf sagte. Die Zahl der Männer, die sich für mindestens zwei Jahre verpflichten, schwankt stets: Im vergangenen Jahr waren es noch 40, im Jahr davor 23. Nach der Vereidigung stellen die Walliser die grösste Fraktion innerhalb der Schweizergarde, gefolgt von den Luzernern.

epa06715464 Members of the Vatican's Swiss Guard march prior to the swearing-in ceremony of the new recruits at the Vatican, 06 May 2018.  EPA/FABIO FRUSTACI

Die neuen Rekruten auf dem Weg zur Vereidigung. Bild: EPA/ANSA

Luzern als Gastkanton

Für viele der frisch vereidigten Gardisten erfüllte sich ein Traum. Diego Esposito aus dem Kanton Luzern sagte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA: «Ich habe mit fünf Jahren schon Schweizergardist werden wollen.»

Der 20-Jährige verglich die Zeremonie mit einer Hochzeit: «Die Vereidigung ist so wie der Anfangsstein der Karriere in der Schweizergarde, egal ob man zwei Jahre oder 25 Jahre bleibt.» Die Vereidigung sei der Moment, wo man nicht auf Papier, sondern vor allen, vor Familie und Freunden, schwört, dass man das machen wolle.

epa06710701 A handout photo made available by the Vatican Press Office shows Pope Francis (R) receiving the Pontifical Swiss Guard Corps, on the occasion of the swearing in of the new Guards, during an audience in the Clementine Hall at the Vatican, 04 May 2018.  EPA/VATICAN MEDIA HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der Papst begrüsste die neuen Rekruten vor der Zeremonie. Bild: EPA/VATICAN MEDIA

Gastkanton der diesjährigen Vereidigungsfeier war Luzern. Der Luzerner Regierungsrat war denn auch vollständig anwesend. Nationalratspräsident Dominique de Buman und der Schweizer Botschafter der Schweiz am Heiligen Stuhl, Pierre-Yves Fux, vertraten im Vatikan die Eidgenossenschaft.

Papst Franziskus nahm hingegen nicht an den Feierlichkeiten teil. Stattdessen schickte er am Sonntagmorgen auf dem Petersplatz einen «speziellen Gruss» an die Gardisten und deren Familien und Freunde.

epa06715358 The new recruits of the Vaticans Swiss Guards prepare for the swearing-in ceremony at the Vatican, 06 May 2918.  EPA/FABIO FRUSTACI

Die neuen Rekruten warten auf ihre Vereidigung. Bild: EPA/ANSA

Mindestgrösse und Höchstalter

Die 1506 gegründete Schweizergarde ist für Wach- und Ehrendienste im Vatikan, aber auch für den Personenschutz des Papstes zuständig. Als historische Heldentat und eigentliche Geburtsstunde der Truppe gilt der Kampf gegen die plündernden Söldner von Kaiser Karl V. beim «Sacco di Roma» 1527. Damals starben 147 Gardisten bei der Verteidigung von Papst Clemens VII.

Mitglied der Garde können nur katholische Männer werden, die in der Schweiz Militärdienst geleistet haben und einen untadeligen Ruf besitzen. Wer Hellebardier wird, sollte mindestens 1.74 Meter gross, jünger als 30 Jahre und unverheiratet sein. Offiziere und länger gediente Gardisten dürfen heiraten. (sda)

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