DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
People-News

Ikone des französischen Kinos Michel Piccoli ist tot

18.05.2020, 13:3618.05.2020, 13:49
Michel Piccoli.
Michel Piccoli.
Bild: X00217

Die französische Schauspiel-Legende Michel Piccoli ist tot. Piccoli starb im Alter von 94 Jahren am 12. Mai an den Folgen eines Schlaganfalls, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine Mitteilung der Familie am Montag berichtete.

Die Mitteilung wurde demnach von Gilles Jacob, dem ehemaligen Präsidenten der Filmfestspiele von Cannes und Freund Piccolis, übermittelt.

Mehr als 60 Jahre stand Michel Piccoli vor der Kamera und auf der Bühne. Er hat in mehr als 220 Filmen mitgewirkt, darunter in Klassikern wie «Tagebuch einer Kammerzofe», «Der diskrete Charme der Bourgeoisie» und «Das grosse Fressen». Er hat mit allen Grossen des Weltkinos gespielt und gedreht.

Regisseure wie Alfred Hitchcock, Luis Buñuel, Jean-Luc Godard, Claude Sautet und Costa-Gavras holten ihn vor die Kamera. Zu seinen Partnerinnen gehörten berühmte Leinwandstars wie Brigitte Bardot, Catherine Deneuve, Sophia Loren, Jeanne Moreau und Ornella Muti.

Häufig trat er an der Seite von Romy Schneider auf. Mit ihr zusammen drehte er «Trio Infernal», «Die Dinge des Lebens» und «Die Spaziergängerin von Sans-Souci». Piccoli war mehrmals verheiratet, unter anderem mit der französischen Chansonsängerin Juliette Gréco.

Piccoli wurde am 27. Dezember 1925 in Paris in eine Musikerfamilie italienischer Herkunft geboren. Sein Vater war Violinist, seine Mutter Pianistin. Zeitgleich zu seiner Filmkarriere feierte er grosse Erfolge auf der Bühne. Furore machte er unter anderem in Arthur Schnitzlers Tragikomödie «Das weite Land», die der Schweizer Theaterregisseur Luc Bondy mit Piccoli auch erfolgreich verfilmte.

Gespielt hat Piccoli fast alles: den leidenschaftlichen Liebhaber, romantischen Verführer, kalten Zyniker, den Mörder, der Polizisten am Spiess brät («Themroc»), den verzweifelten Künstler in «Die schöne Querulantin» und den Papst in «Habemus Papam» von Nanni Moretti. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Diese Persönlichkeiten haben uns 2020 schon verlassen

1 / 103
Diese Persönlichkeiten haben uns 2020 verlassen
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

People-News

«Britney vs Spears»: Sängerin überrascht mit Trailer zu Netflix-Doku

Britney Spears steht seit 2008 unter der Vormundschaft ihres Vaters, nachdem sie wegen privater und beruflicher Probleme einen Zusammenbruch erlitten hatte. Mitten im laufenden Prozess, in dem das Ende der Vormundschaft geklärt wird, hat Netflix den Trailer für eine Dokumentation veröffentlicht. «Britney vs Spears» behandelt den Prozess von Britney Spears gegen ihren Vater.

In etwa einer Woche findet die nächste Anhörung statt. Erst im September hat James Spears einen Antrag auf Beendigung der …

Artikel lesen
Link zum Artikel