DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Sept. 8, 2008, file photo, author Philip Roth poses for a photo in the offices of his publisher, Houghton Mifflin, in New York. Roth, prize-winning novelist and fearless narrator of sex, religion and mortality, has died at age 85, his literary agent said Tuesday, May 22, 2018. (AP Photo/Richard Drew, File)

Bild: AP/AP

Der amerikanische Schriftsteller Philip Roth ist  tot



Der US-Schriftsteller Philip Roth ist nach Medienberichten im Alter von 85 Jahren gestorben. Eine enge Freundin des preisgekrönten Autors und sein literarischer Agent bestätigten den Tod des vielfach ausgezeichneten Schriftstellers.

Die Todesursache war zunächst nicht bekannt. Zu den bekanntesten Werken des Pulitzer-Preisträgers gehören unter anderem die Roman-Trilogie «Der Ghostwriter», «Zuckermans Befreiung» und «Die Anatomiestunde». Roth war am 19. März 85 Jahre alt geworden.

«Jedes Talent hat seine Bedingungen, seine Beschaffenheit, sein Ausmass, seine Kraft – nicht jeder kann für immer ergiebig sein.»

Philip Roth

Geboren wurde der Schriftsteller, den viele Literaturkenner auch immer wieder als Anwärter auf den Literaturnobelpreis sahen, 1933 in Newark – auf der anderen Seite des Hudson River von New York aus gesehen.

Aufgezogen wurde er von jüdischen Immigranten unter einfachsten Verhältnissen im Arbeiterviertel Weequahic. Fast drei Dutzend Bücher veröffentlichte Roth im Lauf seiner Karriere, oft eines pro Jahr. Sarkastisch, humorvoll, voller Melancholie. Viele davon spielen im Newark seiner Jugend.

Mit der Ankündigung seines Ruhestands hatte der US-Schriftsteller 2012 den Literaturbetrieb geschockt. «Der Kampf mit dem Schreiben ist vorbei», hatte er sich damals auf einen gelben Zettel geschrieben und auf seinen Computer geklebt. «Jeden Morgen schaue ich auf diesen Zettel, und das gibt mir sehr viel Kraft.»

FILE - In this March 2, 2011, file photo, President Barack Obama, right, presents a National Humanities Medal to novelist Philip Roth during a ceremony in the East Room of the White House in Washington. Roth, prize-winning novelist and fearless narrator of sex, religion and mortality, has died at age 85, his literary agent said Tuesday, May 22, 2018. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, file)

2011 traf Philip Roth den damaligen US-Präsidenten Barack Obama. Bild: AP/AP

Zu seinem 85. Geburtstag in diesem März sagte Roth, er bereue seinen Ruhestand nicht: «Die Bedingungen, die mich dazu gebracht haben, mit dem literarischen Schreiben aufzuhören, haben sich ja nicht verändert.» Schon 2010 habe er das Gefühl gehabt, dass seine beste Arbeit hinter ihm liege. «Ich hatte einfach nicht mehr die geistige Lebhaftigkeit oder die verbale Energie oder die physische Fitness um einen grossen kreativen Angriff auf eine komplexe Struktur wie einen Roman zu starten. Jedes Talent hat seine Bedingungen, seine Beschaffenheit, sein Ausmass, seine Kraft – nicht jeder kann für immer ergiebig sein.» (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

People-News

«Schwarze Eltern mit Angst im Herzen»: Michelle Obama besorgt, wenn Töchter Auto fahren

Wegen des anhaltenden Rassismus in den USA und Vorurteilen der Polizei ist Michelle Obama nach eigenen Angaben immer besorgt, wenn eine ihrer Töchter alleine mit dem Auto fährt.

Die an sich unverfängliche Tatsache, dass die Kinder ihren Führerschein machen, fülle bei schwarzen Eltern «die Herzen mit Angst», sagte die frühere First Lady (57) in einem Interview des Senders CBS.

Mit Blick auf ihre beiden Töchter Malia (22) und Sasha (19) sagte Obama: «Jedes Mal, wenn sie allein ins Auto steigen, mache ich mir Sorgen, welche Annahmen jemand trifft, der nicht alles über sie weiss.» Die Person sehe vielleicht nur den Hinterkopf ihrer Töchter oder höre lautere Musik und …

Artikel lesen
Link zum Artikel